Testspiel

Nach Wiedersehen: „Jenne“ schwärmt von „Abu“ – und dieser von seinem „Nachfolger“

05. Juli 2021, 12:40 Uhr

Heißes Duell um den Ball: Ex-Concorde Abdullah Yilmaz (li.) versucht, Hischem Metidji vom Ball zu trennen. Foto: noveski.com

Nach einigen Jahren in Hamburgs höchster Spielklasse, 28 Regionalliga-Einsätzen für Altona 93 und anderthalb Spielzeiten bei Concordia Hamburg zog es Abdullah Yilmaz zurück an die alte Wirkungsstätte. Bei TBS-Pinneberg soll der 32-Jährige den Neuaufbau vorantreiben und den ehemaligen Landesligisten als absolute Gallionsfigur wieder in andere sportliche Gefilde führen. Obwohl Yilmaz aufgrund der Corona-Pandemie lediglich fünf Oberliga-Spiele für Cordi absolvieren konnte, hat er bei den Verantwortlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen…

Marc Bölter (re.) imponierte als "zentrale Figur im Spiel" und beeindruckte auch seinen Vorgänger im Cordi-Trikot. Foto: noveski.com

„Er ist einer der positivsten Spieler, die ich in all den Jahren kennengelernt habe. Es war mir eine Ehre, ‚Abu‘ fast zwei Jahre lang zu begleiten“, lobte Jens Schadewaldt, Co-Trainer und Liga-Manager des ambitionierten Oberligisten, seinen ehemaligen Schützling nach dem Wiedersehen in den allerhöchsten Tönen. Denn am Sonntagnachmittag traf Yilmaz mit seinem neuen auf das alte Team. Während er selbst als eigentlicher Innenverteidiger beim Bezirksligisten als „Sechser“ auflief, hat Cordi auf jener Position ein Pendant gefunden. Einen Spieler, der Yilmaz im Nachgang ins Schwärmen brachte: Marc Bölter. Der 18-jährige Neuzugang aus dem Nachwuchs von Hansa Rostock imponierte auch die Cordi-Offiziellen, da er in seinen jungen Jahren bereits „eine zentrale Figur im Spiel“ innehatte, so Schadewaldt. „Er hat immer wieder Lösungen gefunden.“

"Wir haben eine sehr anspruchsvolle Woche hinter uns"

Ersen Asani (li.) kam von Regionalligist Altona 93 und soll mit seiner Erfahrung ein weiterer Anker im Spiel von TBS-Pinneberg werden. Foto: noveski.com

Im Großen und Ganzen zeigte sich Schadewaldt, der an jenem Nachmittag den urlaubenden Cheftrainer Frank Pieper-von Valtier an der Seitenlinie vertrat, zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge an der Müßentwiete. „Aus dem einfachen Grund, weil wir eine athletisch sehr anspruchsvolle Woche hinter uns und viel von den Jungs abgefordert haben.“ Viele Dinge, die man im Vorfeld besprochen hätte, wurden umgesetzt – aber eben nicht alle. „Man kann das Spiel natürlich verfeinern. Einige Abläufe sind noch sehr holprig“, urteilte Schadewaldt nach dem 6:0-Erfolg seiner Mannen – und scherzte mit einem breiten Grinsen: „Die Katastrophe war ich an der Seitenlinie.“

Schadewaldt sieht gute, aber auch schlechte Dinge

Noor Al-Tamemy (li.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 für Cordi. Foto: noveski.com

Für die Tore zeigten sich Amir Miry sowie die Neuzugänge Noor Al-Tamemy (BU), Vedat Düzgüner (Niendorfer TSV), Jannes Arndt (Eimsbütteler TV A-Bundesliga) und „Doppelpacker“ Hischem Metidji (VfL Lohbrügge) verantwortlich. Insgesamt kamen bei Cordi sieben Spieler zum Einsatz, die dem 2002er- oder sogar dem 2003er-Jahrgang entspringen. Schadewaldts Fazit: „Im Spielaufbau waren einige Dinge schon sehr gut. Und immer dann, wenn wir mal schnell gespielt haben.“ Verbesserungspotenzial sieht er hingegen noch im Pressing und bei den Standards. „Wir hatten bestimmt zehn Situationen, die weniger berauschend waren. Aber es haben auch noch einige Spieler gefehlt.“

Von Seiten der Hausherren, bei denen Cheftrainer Andelko Ivanko noch im Urlaub weilt, hieß es: „Nach einer vernünftigen ersten Halbzeit (0:2) haben wir in der zweiten Hälfte zu wenig Luft gehabt, um uns dem Gegner weiterhin entgegenzusetzen. Nichtsdestotrotz hat sich das Team gegen einen sehr starken Gegner tapfer geschlagen.“

Autor: Dennis Kormanjos

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