12.10.2018

Maggio-Hattrick bei Cordis „Chaos-Kette“

Dassendorf meldet sich zurück - „Letzte Woche war nicht einfach“

Auf und davon: Mattia Maggio (li.) ist von Steven Lindener nicht mehr zu halten. Foto: Hanno Bode

Fehlende Konzentration oder nicht vorhandene Qualität? Eine Frage, mit der der hoch geschätzte Kollege Mirko Schneider vom „Hamburger Abendblatt“ Cordi-Coach Frank Pieper-von Valtier konfrontierte. „Es ist eine Frage der Häufigkeit“, entgegnete der Concordia-Coach – und führte an: „Kommt es mal vor, ist es eine Frage der Konzentration. Kommt es häufiger vor, dann ist es eine Frage der Qualität.“ Bei vier exorbitanten Aussetzern, die eiskalt bestraft wurden, scheint die Qualitätsfrage nicht ganz abwegig zu sein. Vor allem in der Defensive präsentierte sich Cordi gegen den „angeknockten“ Meister (hier alle Highlights im LIVE-Ticker) zum Teil abenteuerlich…

Cordi-Torjäger Benjamin Bambur (li.) war bei Jeremy Karikari komplett abgemeldet. Foto: Hanno Bode

„Meine Tore sind zweitrangig. Im Endeffekt zählt nur, dass wir als Mannschaft gewinnen“, verkörperte Mattia Maggio ganz das Mannschafts-Gen. „Vor allem nach der Niederlage gegen einen starken Konkurrenten war es wichtig, wieder in die Spur zu kommen“, fügte er an – und gestand in der Finsternis am Bekkamp: „Das war nicht einfach.“ Doch ganz offenbar ist es Mannschaft und Offiziellen gelungen, die richtigen Worte zu finden und die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Denn: Dassendorf war wieder Dassendorf – zumindest „über 60 Minuten“ sah Trainer Elard Ostermann einen überaus dominanten Auftritt seiner Mannen. Wenngleich Cordi beim Zustandekommen der Gegentore fast schon vorweihnachtliche Geschenke im Oktober verteilte und den Gegner mit haarsträubenden Fehlern förmlich einlud. Ob’s am grausamen Flutlicht lag?

Cordi bereitet alle vier Gegentore selbst vor

Als Andreas Goldgraebe einen langen Abschlag von Christian Gruhne unterlief und dem TuS-Keeper damit einen Scorerpunkt ermöglichte, nahm das Unheil der Jenfelder seinen Lauf. Mattia Maggio profitierte davon und bedankte sich artig mit dem Führungstreffer (23.). Beim 2:0 der Gäste leistete Cem Cetinkaya, der einen Pass von Henrik Dettmann in die falsche Richtung weiterleitete, die unfreiwillige Vorarbeit für Marcel von Walsleben-Schied (36.). Vor dem dritten und vierten Dassendorfer Tor patzte der indisponierte Christian Rohweder bedenklich – erneut war Maggio in doppelter Hinsicht der Nutznießer (42., 48.). Für die „Bekkampler“ egalisierte Steven Lindener zunächst per sehenswertem Freistoß (34.), ehe er das 2:3 von Mohamed Labiadh, dessen 21-Meter-Strahl im rechten Knick einschlug, in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs vorbereitete (45. +1). Zwei Torschüsse, zwei Tore!

Balzis verpasst Anschluss, Lenz im Glück

Ein Bild mit Symbolcharakter: Während die Dassendorfer (li.) jubeln, liegen die Hausherren geknickt am Boden. Foto: Hanno Bode

Umso bitterer war das Geschenk unmittelbar nach Wiederanpfiff, als der gerade für den angeschlagenen Tim Burgemeister in die Partie gekommene Frederic Böse mit dem ersten Schuss auf sein Tor gleich hinter sich greifen musste. Damit war die Partie praktisch entschieden. Denn die TuS tat in der Folge nur das Nötigste, hatte noch einen Lattenkreuz-Knaller von Pascal Nägele zu verzeichnen (55.) – während die Pieper-von Valtier-Schützlinge in den Schlussminuten durch Ricardo Balzis, der einen El Nemr-Eckball aus kurzer Distanz nicht im Eckigen unterbringen konnte (81.), und Dassendorf-Verteidiger Marcel Lenz, der seinen eigenen Keeper um ein Haar überraschte (87.), beinahe noch zum Anschluss kamen. In Gefahr geriet der Erfolg der „Ostermänner“ allerdings nicht. So haderten Frank Pieper-von Valtier und sein Assistent Jens Schadewaldt nicht zu Unrecht mit der eklatanten Fehlerkette und der phasenweise auch nicht vorhandenen Körperspannung. Bei Dassendorf kehrt hingegen erstmal Ruhe ein - nachdem Sportchef Jan Schönteich zuletzt schon offen von einer „Krise“ sprach...

Was beide Trainer zu sagen hatten? Hier gibt’s die PK im Video!


Die vollen 90 Minuten am Bekkamp noch einmal im Re-LIVE!

Autor: Dennis Kormanjos

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