05.11.2018

„M&M“ als Sperber-Erfolgsformel

VfL 93 fehlt die Kaltschnäuzigkeit

Marco Heydorn (re.) dreht nach seinem zweiten Treffer zum zwischenzeitlichen 3:1 jubelnd ab. Foto: timelash.de

Vor dem Aufeinandertreffen waren der VfL 93 und der SC Sperber punktgleich. Beide Teams stecken im Tabellenkeller der Bezirksliga Nord fest. Umso wichtiger war ein Sieg im direkten Duell, um sich ein wenig Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Die Formkurve beider Mannschaften zeigte zuletzt nach oben – die „Borgwegler“ blieben in drei Spielen nacheinander ungeschlagen und holten fünf Zähler, während die „Raubvögel“ nach zwei herben Klatschen zuletzt den USC Paloma II mit 4:0 nach Hause schickten –, so dass eine spannende Partie zu erwarten war.

Am Ende feierten die Alsterdorfer jedoch einen vom Ergebnis her deutlichen 4:1-Sieg bei den „Stadtparkkickern“. Wenngleich der Spielverlauf ein engeres Resultat zur Folge hätte haben müssen. Denn der VfL war „stets bemüht“, versiebte aber etliche Chancen. Sperber war einfach cleverer und nutzte seine Gelegenheiten, so dass der Triumph schlussendlich verdient war, vielleicht etwas zu hoch, da die Hausherren am Ende aufmachten. Die Erfolgsformel des SCS: „M&M“.

Auch VfL-Akteur Jonas Fiedler (li.) war nicht gerade vom Abschlussglück gesegnet. Foto: timelash.de

Nach zehn Minuten nutzte Torjäger Marco Heydorn die erste sich bietende Chance in Folge eines Einwurfes zur Gäste-Führung (10.). Diese hatte bis kurz vor der Halbzeit bestand. Doch dann gelang Jan-Hendrik Rathmann der inzwischen hochverdiente Ausgleich (39.). Jener Rathmann verpasste bereits kurz zuvor und auch unmittelbar nach dem 1:1 die Chance, für seine Farben vor- bzw. nachzulegen. Und so schlugen die Glashoff-Mannen erneut eiskalt zu, als Malte Burmester eine herrliche Flanke von Manuel Henkel zum 2:1 für den SCS einköpfte (43.).

Es blieb bis zum Schluss spannend und umkämpft. Zwei knifflige Szenen im Sperber-Sechzehner führten beinahe zu einem Strafstoß für die 93er – doch der Unparteiische ließ in beiden Fällen zurecht weiterspielen. Für die wohl endgültige Entscheidung sorgte Heydorn mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, als er von einem Querschläger Oliver Winkmanns profitierte und die Kugel ins verwaiste Eckige schädelte (87.), ehe Malte Burmester nur wenige Augenblicke später ebenfalls seinen zweiten Streich folgen ließ (90.). Trotz der inzwischen feststehenden Niederlage gab der Aufsteiger nicht kleinbei, scheiterte aber ein ums andere Mal am abermals starken Sperber-Rückhalt Daniel Göbel. Dank des zweiten Sieges in Folge schaffte der SC Sperber den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz, während sich der VfL 93 nun auf dem Platz unterm Strich wiederfindet.

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