Bezirksliga 06

Lurup ist jetzt Zweiter: Yildiz knipst dreimal, Arifi serviert einige Male

04. Oktober 2021, 11:58 Uhr

Strahlende Luruper Gesichter nach dem Spiel und dem Kantersieg: Cem Müller (li.) und Jeton Arifi. Foto: Klaas Dierks

Am Freitagabend empfing der SV Lurup als Fünfter der Bezirksliga-Staffel 6 den Vorletzten vom SC Teutonia 10 am Vorhornweg. Für Lurup ging es darum, sich oben in der Tabelle festzusetzen, für die Teutonen darum, sich aus dem Tabellenkeller abzusetzen. 

Die erste Chance im Spiel haben etwas überraschend die Teutonen. Nach zwei Minuten schießt Elvis Muratovic nach schöner Vorarbeit seiner Mannschaftskollegen aus circa 18 Metern; der Ball geht flach und knapp links am Tor vorbei. Dann nimmt Lurup das Spiel zunehmend in die Hand. In der neunten Minute gibt es Einwurf für das Heimteam auf der linken Seite. Eine scharfe Hereingabe von links kann Torwart Robert Gutberlet nur nach vorne abklatschen lassen, wo Bertan Yildiz richtig steht und zur Führung einnetzt. Fünf Minuten später gelingt Jeton Arifi einer seiner wohlüberlegten Pässe aus dem Mittelfeld. Er findet Ahmad Alamour, der wenig Mühe hat, auf 2:0 zu erhöhen.

Die Führung: Bertan Yildiz (2. v. li.) macht das erste seiner drei Tore für den SVL. Foto: Klaas Dierks

Lurup macht in der Folge weiter Druck. Teutonen-Keeper Gutlebert kann zeigen was er kann, etwa beim Schuss von Fabio Scarlata. Auch die Feldspieler von Teutonia zeigen nun, dass sie kicken können. Kapitän Serhat Ünlüer fällt durch feine Ballbehandlung ebenso auf, wie Valon Sadikaj, der sich in der 32. Minute aus 19 Metern in halblinker Position ein Herz fasst und den Ball mit Effet an den rechten Pfosten knallt. Da wäre Michael Wegner im Tor der Luruper in seinem ersten Saisonspiel geschlagen gewesen. Mit Können und etwas Glück hält er seinen Kasten über 90 Minuten sauber.

Praktisch im Gegenzug konnte sich der vorherige Vorbereiter Arifi nun selbst in die Torschützenliste eintragen lassen. Nach schöner Vorarbeit durch Yildiz, der in den Rücken der Abwehr passt, schiebt Lurups Kapitän aus sechs Metern zum Halbzeitstand von 3:0 ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wird ein Teutone wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, was die zweite Halbzeit für die Schwarz-Weißen nicht einfacher macht.

Cem Müller sorgt für den Schlusspunkt zum 7:0-Endstand. Foto: Klaas Dierks

Nur vier Minuten vergehen nach Wiederanpfiff. Cem Müller, der unter anderem durch gefährliche Standards auf sich aufmerksam machte, bringt eine Ecke in den Sechzehner, ein Luruper trifft aus kurzer Distanz nur die Latte. Aber in der 50. Minute ist es dann soweit: der Torschütze zum 1:0 ist erneut erfolgreich und erhöht für die Platzherren zum 4:0. Auch in der 63. Minute ist es erneut Yildiz, der die Luruper jubeln lässt. Arifi bedankt sich bei seinem Mitspieler für die Vorarbeit zu seinem 3:0, in dem er Yildiz mit einem klasse Lupfer bedient. Aus spitzem Winkel nutzt der Doppeltorschütze die Chance und hämmert den Ball vom rechten Fünfmeterraumeck mit seinem dritten Treffer gekonnt ins Luruper Glück. 5:0. Lurup tut etwas für die Tordifferenz, lässt nicht nach. Gelegentliche Entlastungsangriffe der Teutonen bleiben erfolglos.

Gefeierter Mann am Vorhornweg war Lurups-Hattrickschütze Bertan Yildiz. Foto: Klaas Dierks

Lurup läuft den Gegner während langer Phasen des Spiels immer wieder hoch an und stört das Aufbauspiel des Gegners erfolgreich. So auch in der 81. Minute. Der eingewechselte Steve Holtzmann erkämpft sich den Ball im Mittelfeld durch Nachsetzen, und Can Cinar erhöht nach dessen Zuspiel auf 6:0. Einen Elfmeter in der 86. Minute verwandelt Cem Müller sicher zum 7:0. Danach wird es noch mal gefährlich – für Lurup. Die Teutonen stecken trotz des deutlichen Ergebnisses nie auf. Lurup steht in der Schlussphase unnötig hoch. Das nutzen die Teutonen. Zweimal retten Luruper Spieler in höchster Not, verhindern den verdienten Ehrentreffer für Teutonia 10 – zum Beispiel gegen den durchgebrochenen Romeo Zuleta.


So bleibt es beim 7:0. Schlusspfiff. Ein Ergebnis, das den Lurupern aufgrund des Resultats im turbulenten Spiel von Osdorf II gegen Alsterbrüder vorerst auf den zweiten Platz der Tabelle bringt. Eine Tabelle, die nach dem 5. Spieltag zeigt, wie eng alles beieinander liegt. Den Ersten trennen vom Fünften nur drei Punkte. Aber auch im Tabellenkeller bleibt es eng. Mit einem Sieg kann man sich aus der Abstiegszone befreien und landet fast schon im Mittelfeld. Es bleibt also spannend in der Sechser-Staffel der Bezirksliga!

Klaas Dierks

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