16.04.2018

Lurup furios! Drei Treffer ins Glück am Unglückstag

Der Tabellendritte trotzt dem Aberglauben und gewinnt zum dritten Mal in Folge

Foto: Klaas Dierks

Fußballspieler, bekanntlich dem Aberglauben oft besonders zugetan, spielen ungern an einem Freitag den 13. Deshalb empfing der SV Lurup die Zweitvertretung von Halstenbek-Relligen zum Kräftemessen am Vorhornweg am Abend sicher mit gemischten Gefühlen. Beide Mannschaften waren zuletzt zweimal in Folge siegreich, beide wollten diesen Trend naturgemäß zur Serie ausbauen.

Die erste große Chance dazu hatte der Gastgeber in Person von Mihai Florin Cojoc nach zwei Minuten. Von der rechten Angriffseite durch Weys Karimi gut in Szene gesetzt, schoss er freistehend aus fünf Metern hoch über die Querlatte. In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die von den jeweiligen Torleuten aber gut entschärft wurden. Zumindest bis zur 18. Minute, als sich Cojoc nun seinerseits als Vorbereiter gut in Szene setzte. Aus linker Position passte er auf den zentral stehenden Hüsnü Turan. Der reagierte geistesgegenwärtig und verlängerte mit der Hacke auf den noch besser postierten, weil frei neben ihm stehenden, Weys Karimi. Mit der Coolness eines erfahrenen Knipsers machte die Luruper Nummer drei noch ein paar Schritte und schob dann den Ball vom Elfmeterpunkt an dem herauseilenden Torwart Junge vorbei zur Führung ein. Zwölf Minuten später begann dann ein immer stärker werdender Regen, der das Passspiel auf dem feuchten Geläuf nicht einfacher machte.

Die letzten zehn Minuten gehörten dem Gast, der mit diesen Bedingungen anscheinend besser zurecht kam. Im Anschluss an eine Ecke in der 35. Minute prüfte der Schleswig-Holsteiner Kevin Beyer Lurups Keeper Shawn Klenz aus 16 Metern. Seinen Schuss von der linken Strafraumgrenze durch viele Beine hindurch ins rechte untere Toreck konnte der Schlussmann gerade noch parieren. Nur drei Minuten später hatte er dann Glück, dass ein Spieler der Blauen einen Abspielfehler der Heim-Elf nicht nutzen konnte. Ein Lupfer aus 25 Metern über Klenz verfehlte das Tor deutlich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kamen die nie aufsteckenden Gäste noch zu einer Doppelchance. Einen Schuss aus 18 Metern hielt Lurups Keeper vorbildlich, der Nachschuss ging dann ans Außennetz.

Karimi schnürt den Doppelpack

Weys Karimi erzielt das 1:0. Foto: Klaas Dierks

Vor dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit hatte es zu regnen aufgehört, was wiederum Lurup zu motivieren schien. Der in der zweiten Minute noch glücklose Cojoc profitierte in der 48. Minute von einem abgefangenen Angriff der Gäste und dem erneut gedankenschnellen Zuspiel Hüsnü Turans. Der bediente aus der eigenen Hälfte mit einem weiten Schlag den auf rechts durchgestarteten Mannschaftskameraden Cojoc, der, von Benjamin Brameier bedrängt, aus vollem Lauf aus 18 Metern über den herausstürmenden Junge das 2:0 erzielte.
Doch wie schon nach dem ersten Tor ließ der Gast nicht nach und hatte zwischen der 50. und 58. Minute drei gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, die aber alle vergeben wurden.
In der 73. Minute sorgte der fleißige Khaled Belkhodja, der versuchte durch häufigen Positionswechsel, Räume zu schaffen, mit seiner Flanke auf Weys Karimi auf dem rechten Flügel für die Vorentscheidung. Wieder schloss der Luruper Goalgetter erfolgreich ab. Diesmal umkurvte er den Gäste-Torwart und schoss den Ball aus recht spitzem Winkel zum 3:0 ins Tor.

Lurup ist das beste Rückrunden-Team

Foto: Klaas Dierks

Wer weiß, was passiert wäre, wenn Halstenbeks Großchance fast im Gegenzug zum Torerfolg geführt hätte. Mit Glück und Geschick wurde der Ball jedoch von Lurups Torwart und einem Abwehrspieler kurz vor dem Einschlag aus Nahdistanz am linken Pfosten noch um denselben herum ins Aus gespitzelt. Bei der Klärung der anschließenden Ecke soll ein Luruper Spieler den Ball mit der Hand berührt haben, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm und damit der Spielstand unverändert. Auch die beiden Chancen des eingewechselten Lurupers Carlos Huchatz in der 80. Minute per Kopf und in der 84. Minute per Fuß, beide Male sehr gut von Junge pariert, änderten nichts mehr am Spielstand bis zum Abpfiff.
Lurup darf sich nun über drei Siege in Folge und den ersten Platz in der Rückrunden-Tabelle freuen. Ist in Richtung Aufstieg noch etwas möglich? Ein Luruper Spieler brachte nach Spielschluss die Meinungen seiner Mitspieler auf den Punkt: "Da geht noch was, Leute!" Wohin dagegen für Halstenbek-Rellingen die Reise geht, werden die nächsten Spiele zeigen. Die Gäste stecken nach der Niederlage weiter tief im Abstiegskampf.

Klaas Dierks

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