Kreisliga 7

Lohkamp holt Lastro, Pavlovic, Subasic-Brüder – und mehr

30. September 2020, 16:08 Uhr

Boris Lastro (Mi.) wird seine höherklassige Erfahrung als Co-Trainer beim SV Krupunder-Lohkamp einbringen. Foto: Verein

Bis zur Schlussminute biss man sich die Zähne am zähen Kontrahenten vom FK Nikola Tesla II – mit ehemaligen Liga-Spielern wie Timur Ölcüm, Teymur Valikhanov, Miroslav Chipenko oder auch dem ehemaligen Box-Weltmeister Vitalij Tajbert gespickt – aus. Dann aber gelang dem SV Krupunder-Lohkamp doch noch der viel umjubelte Siegtreffer. Und das, nachdem einige der Spieler sowie der neue Co-Trainer am vergangenen Freitagabend noch in Köln weilten, um dort ihrem Freund und Neuzugang Filip Pavlovic beim „Promiboxen“ gegen den ehemaligen „Bachelor“ Paul Janke die Daumen zu drücken. Mit Erfolg: Denn Janke ging nach nicht mal 90 Sekunden auf die Bretter!

Nemanja Vejnovic wechselt aus der zweiten bosnischen Liga in die Kreisliga zu Lohkamp. Foto: Verein

Filip Pavlovic, der aus der eigenen Zweiten in den Liga-Kader des SV Krupunder-Lohkamp aufgerückt ist, ist aber nur einer von unzähligen Neuzugängen beim Kreisligisten, der in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt war. Nachdem wir Ende Juni bereits vermeldet hatten, dass Dragan Graonic zurück auf der Trainerbank ist und die Nachfolge von Turgut Ceylan (Co-Trainer TBS Pinneberg) angetreten hat, steht nun auch fest, wer ihm assistieren wird. Und dabei handelt es sich um einen bekannten Namen in der Hamburger Amateurszene: Boris Lastro, der nach diversen Stationen zuletzt beim VfL Lohbrügge aktiv war, seine Laufbahn nach einer erneut schwerwiegenden Verletzung aber beendet hat, wird fortan als Co-Trainer bei Lohkamp fungieren!

Subasic-Trio und ein bosnischer Zweitliga-Kicker unter den Neuen

Andrej Svjetlica stößt aus Kroatien zu Krupunder-Lohkamp. Foto: Verein

Als Neuzugänge im Team kann der ambitionierte Kreisligist derweil folgende Akteure begrüßen: Nemanja Vejnovic (FK Alfa Modrica/ Bosnien Zweite Liga), Andrej Svjetlica (FK PPG Rujevac/Kroatien), Daniel Kovacevic, Sead Alukic (beide Harburger SC), Armin Bjelak (zuletzt SV Lurup), Tufan Orhan (zuletzt Gencler Birligi Elmshorn), Adnan Nezic (zuletzt FC Bosna Zürich), Damir Solomun, Benoît Kuate Nzuakue und Benny Magdziak (alle pausierten zuletzt), Filip Pavlovic, Masud Omer und Stephan Wolff (alle eigene Zweite) sowie das Bruder-Trio Robert Subasic, Ilija Subasic und Gabriel Subasic (alle Croatia Hamburg). Bedanken will sich Liga-Manager Gökhan Saricoban derweil bei folgenden Spielern, die dem Club den Rücken gekehrt haben: Djordje Milanovic, Kevin Steinhagen, Armando Tikvic (all TBS Pinneberg), Ali Karaduman, Can Cinar, Michael Wegner, Wayuphak Kroll (alle SV Lurup), Mustafa Gök, John Vincent Hilpert (beide Inter Eidelstedt), Dusan Aksentijevic (FK Nikola Tesla), Onur Bektas (Inter Hamburg) und Karker Erdogan (SV Azadi Hameln).

"Natürlich wollen wir dieses Mal den Aufstieg meistern"

Robert Subasic kickte einst in der Regionalliga und war unter anderem für Vicky, St. Pauli II und Meiendorf aktiv. Nun zieht es den Torjäger an den Furtweg. Foto: Verein

Wichtig sei es nun erstmal, „dass wir eine Einheit werden und auch Ruhe reinkommt“, betont Saricoban – und spricht damit auf den holprigen Start in der Vorbereitung an. „Darauf haben wir sofort reagiert und dementsprechend auch einige Jungs sofort wieder weggeschickt.“ Nachdem Corona in der vergangenen Saison sämtlichen Mannschaften einen Strich durch die Rechnung gemacht hat – auch dem SV Lohkamp, der sich noch aussichtsreich im Titel-Rennen befand –, wolle man nun „die komische Regelung“ für sich nutzen, deutet Saricoban den für viele Offizielle durchaus kritisch gesehenen neuen Spielmodus an. „Wichtig ist, dass wir in der ‚Hinrunde‘ unter die ersten Sechs kommen und dann wollen wir in der Aufstiegsrunde natürlich dieses Mal den Aufstieg meistern“, macht der Manager keinen Hehl aus den Ambitionen, fügt aber auch an: „Es sei denn, Corona hat wieder etwas dagegen.“

Größtes Ziel: "In der Fairnesstabelle oben stehen"

Armin Bjelak ist ehemaliger bosnischer U-Nationalspieler. Foto: Verein

Das größte Ziel aber, so Saricoban, sei es, „in der Fairnesstabelle endlich mal oben zu stehen. Dafür werden wir alles tun. Wer diesen Weg bei uns nicht mitgehen will, ist falsch bei uns“, macht er seinen Spielern eine klare Ansage – und beteuert: „Wir wollen endlich diesen Ruf wegbekommen. Dafür werden wir alles tun und nehmen dann auch den (Nicht-)Aufstieg in Kauf. Wir wollen einfach Ruhe haben, Spiele gewinnen und später dann zurück zu unseren Familien. Das ist auch der Grund, warum wir uns auf ‚Boki‘ (Boris Lastro, Anm. d. Red.) gefreut haben.“ Dabei weiß Saricoban auch, dass man zu Beginn „spielerisch nicht viel von uns verlangen sollte“, auch wenn man „auf einem guten Weg“ sei. „Auch wenn dieser Weg noch ein wenig dauert.“

Autor: Dennis Kormanjos

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