Bezirksliga West

Kummerfeld mit „hochkarätigen Verstärkungen“

17. Februar 2021, 14:46 Uhr

Enzo Simon (re.) geht künftig für den Kummerfelder SV auf Torejagd. Foto: KBS-Picture.de

„Es tut sich was im KSV-Ligafußball“, hebt Jochen Kühnbaum, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes beim Kummerfelder SV, die „tolle und positive Entwicklung, die sich für unseren Ligakader auftut“, auf der „facebook“-Seite des Vereins hervor. Was genau Kühnbaum damit meint: Zum einen kehren gewisse „Ausnahmespieler nach langen Verletzungsphasen gesund in den Kader zurück“, zum anderen ist es dem West-Bezirksligisten „gelungen, hochkarätige Verstärkungen für die nächste Saison in die schöne Sportanlage am Ossenpadd in Kummerfeld zu locken“.

Leif Lembke, Felix Ohlerich und Lion Strauß haben ihre langwierigen Blessuren auskuriert und können im Falle eines Re-Starts wieder ernsthafte Alternativen für den Vize-Meister der Vor-Saison darstellen. Zudem konnte der Club ein durchaus „hochkarätiges“ Trio verpflichten: Wie Kühnbaum auf der KSV-Seite verlautbaren lässt, wechseln mit Enzo Simon (SV Rugenbergen) und Tim Leon Witte (FC Union Tornesch) zwei Spieler aus der Oberliga nach Kummerfeld, während Stefan Basta aus der A-Jugend-Regionalliga-Mannschaft von Union Tornesch am Ossenpadd aufschlägt. „Klar ist, diese Spieler kommen nicht nur wegen der schönen Anlage samt funkelnagelneuem Kunstrasenplatz zu uns. Sie konnten vielmehr überzeugt werden von einer klaren sportlichen Konzeption, die seit Jahren konsequent durchgehalten wird und deren Erfolge ganz offensichtlich sind und hohe Anerkennung in der gesamten Fußballfamilie in unserer Region gefunden haben“, so Kühnbaum.

Schreck und Kehr gingen durch Hachmanns Schule

Nils Hachmann (2. v. li.) wird für seine Arbeit beim KSV über den grünen Klee gelobt. Foto: Klaas Dierks

Das sei „ein Erfolg des gesamten Vereins, des Teams, aber ganz besonders“ dem sportlich verantwortlichen Trainer Nils Hachmann zuzuschreiben, „der in seiner Kompetenz, seinen fachlichen Qualitäten mit modernen Trainingsmethoden nur als ein Glücksfall für den Kummerfelder SV bezeichnet werden kann“, lobt der KSV-Offizielle den Übungsleiter, der „seine Trainerlaufbahn im Jugendfußball bei der SG BorKum begonnen, hier die ersten Erfolge gefeiert und, vor allem auffällig, talentierte jugendliche Spieler erkannt und entwickelt hat“. So gingen unter anderem die heutigen Profis Sam Schreck (FC Groningen) und Robin Kehr (Greuther Fürth) durch Hachmanns Schule „und haben in Kummerfeld unter der Regie und Anleitung von Nils die ersten Schritte in ihrer Karriere getan. Und das gilt auch für viele andere Spieler, die erfolgreich den Weg zu höherklassigen Vereinen gefunden haben.“

KSV will "ausloten, was erreicht werden kann"

So sei auch „der Ruf des KSV von einem renommierten Ausbildungsvereins“ entstanden, was „für einen doch relativ kleinen Dorfverein ganz sicher keine Selbstverständlichkeit und in ganz großen Teilen ein persönlicher Verdienst von Nils Hachmann ist“, unterstreicht man die Bedeutung des Chefcoaches für den ganzen Verein – aber natürlich auch für die Liga-Mannschaft die nun vor der Aufgabe stehe, „auszuloten, was mit einer gewachsenen und klug ergänzten Mannschaft im Herren-Ligabereich erreicht werden kann.“ Bereits in der Vorsaison schrammte Kummerfeld als quotientenbester Zweiter aller Bezirksliga-Staffeln nur um Haaresbreite am Aufstieg in die Landesliga vorbei – auch aufgrund von Corona und wegen eines „wenig flexiblen Verbandes“.

"Es ist kein Wunder, wenn sich Vereine alternative Modelle überlegen"

Die Spieler des KSV lauschen ihrem Erfolgstrainer aufmerksam zu. Foto: Klaas Dierks

Doch das habe man inzwischen zu den Akten gelegt. Stattdessen soll ein neuer Anlauf genommen werden – wann auch immer der Ball wieder rollen wird. „Wir warten jedenfalls mit einer optimal verstärkten und ergänzten Mannschaft auf den Start in die neue Punktspielsaison oder aber die Fortsetzung der Saison 2020/2021, über die ja nach dem Willen des Verbandes HFV doch noch einmal Anfang März neu abgestimmt werden soll, obwohl sich eine große Mehrzahl der Vereine schon für den Abbruch entschieden hatte. Da ist nun wieder Unsicherheit angesagt und es ist als Folge kein Wunder, wenn sich Vereine alternative Modelle überlegen, ob und wie so bald wie irgend möglich wieder ‚richtiger‘ Fußball gespielt werden kann.“ Und da sei es auch „egal in welcher Form. Hauptsache, es kann bald wieder trainiert und gespielt werden. Das gilt natürlich nicht nur für den Ligabereich, sondern für alle, speziell unsere Jugendmannschaften. Gerade die ‚Kids‘ brauchen die sportliche Bewegung und den sozialen Kontakt im Verein in diesen jugendfeindlichen Pandemiezeiten mehr als alle anderen“, lautet Kühnbaums abschließender Appell auf der Social Media-Plattform des Kummerfelder SV.

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