09.03.2019

„Kuczy“ knipst kräftig: „Dasse“ schickt Elf von Krauze mit acht Stück nach Hause

TuS feiert am Wendelweg einen klaren Erfolg gegen Schlusslicht Pinneberg

Kristof Kurczynski erzielte drei Treffer selbst und war an der Entstehung von drei weiteren Toren beteiligt. Foto: Bode

Timo Herrmann konnte einem fast leidtun. Als Schiedsrichter Björn Lassen (Barsbütteler SV) am Samstagnachmittag zum finalen Pfiff in seine Pfeife blies, stand fest: Acht Mal musste der Keeper des VfL Pinneberg im Gastspiel bei der TuS Dassendorf den Ball letztlich aus dem Netz holen. Für die Gäste aus der Kreisstadt, seit Wochen Ligaschlusslicht und sicherer Absteiger in die Landesliga, war es die nunmehr 23. Niederlage der laufenden Serie. Für den Gastgeber hingegen war es der erste Heimsieg nach 119 Tagen – und für einen ein ganz besonderes Erlebnis, wie er im FussiFreunde-Gespräch hinterher feststellte.

„Ich freue mich über meinen ersten Sieg als Dassendorf-Trainer in Dassendorf“, gab Jean-Pierre Richter zu Protokoll und wusste auch, das es ein solches Erfolgserlebnis am Wendelweg lange nicht mehr gegeben hatte. „Ich glaube das ist auch der erste Heimsieg in diesem Jahr und seit einiger Zeit“, stellte der Neu-Coach der TuS fest und brachte das Spiel dann auf einen ganz einfachen Punkt: „Wir haben in beiden Halbzeiten zu Null gespielt und vier Mal getroffen“, frohlockte „JPR“, der Kristof Kurczynski zum „herausragenden Akteur des Spiels“ ausrief. Und das nicht ohne Grund.

Richter: „Wir wollten Fußball spielen, mit dem wir uns identifizieren können“

Rinik Carolus steuerte zwei Tore zum Dassendorfer 8:0-Erfolg bei. Foto: Bode

Denn: Gleich drei Mal netzte „Kuczy“ selbst ein, zwei Mal holte er einen Foulelfmeter heraus, der anschließend von Sven Möller jeweils versenkt wurde und ein Mal legte Dassendorfs Nummer zehn für einen weiteren der insgesamt acht „Dasse“-Treffer an diesem Nachmittag auf. Neben Kuczhynski durfte sich auch Rinik Carolus mehrfach in die Torjägerliste eintragen. Der Abwehrmann war zwei Mal erfolgreich. „Das war die erwartete Dominanz von den Feldanteilen her. Der Gegner stand in der eigenen Hälfte und wir waren offensiv ausgerichtet. Wir haben über 90 Minuten zielstrebig nach vorne gespielt – und erfolgreich. Das zeigen die acht Treffer, auch wenn am Ende nicht jeder Angriff drin war“, fasste Richter die Begegnung aus seiner Sicht zusammen.

„Pinenberg hatte in der Schlussphase auch noch einen Schuss, den Christian Gruhne halten muss“, war auch „Jonny“ nicht entgangen, dass das Schlusslicht durch Enis Ay beinahe noch zum Ehrentreffer gekommen wäre. Doch „Dasse“-Schlussmann Gruhne konnte den Ball noch aus dem Winkel fischen. „Ich bin zufrieden. Wir haben in beiden Halbzeiten konsequent nach vorne gespielt, geschlossen als Mannschaft verteidigt und ein Ergebnis herausgespielt, das für uns nicht primär war. Wir wollten Fußball spielen, mit dem wir uns identifizieren können. Sicher haben wir auch die eine oder andere Erkenntnis für die neue Trainingswoche gewonnen. Ich freue mich für die Jungs, dass sie nach der guten Leistung und dem zweiten Sieg in Folge neue Dynamik mit in die neue Trainingswoche nehmen können“, schloss Richter sein Fazit zum Spiel.

„Was kann man nach einem 0:8 schon groß sagen? Wir haben eine sehr junge Mannschaft und lernen in jedem Spiel dazu. Am Anfang war das gar nicht schlecht, da hätten wir sogar das 1:1 machen können. Ich weiß, was die Jungs können und dass sie alle sehr motiviert sind. Wir arbeiten schon auf den Neuaufbau in der Landesliga hin. Auch aus solchen Spielen wie heute können wir viel lernen“, sagte derweil VfL-Coach Wojciech Krauze laut des Portals „hafo.de“.

Jan Knötzsch 

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