„Kiezkickerchen“ enttäuschen gegen Neumünster

Keeper Heerwagen avanciert zum besten Mann

22. März 2015, 00:21 Uhr

Neumünsters Torschütze Harrer (re.) macht den Buckel - St. Paulis Erdogan Pini (M.) legt eine kleine Flugshow hin. Foto: noveski.com!

Nur ein Sieg aus den letzten sieben Spielen und den gab es ausgerechnet im Lokal-Derby gegen die U23 des HSV (3:1) zu bestaunen. Ansonsten gab es für die jungen Wilden des FC St. Pauli II in der Regionalliga Nord zuletzt nicht viel Grund zum Jubeln. Diese Serie setzte sich auch im Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten VfR Neumünster fort, wo man nach 90 Minuten mit einem Punkt sogar zufrieden sein musste.

Die Anfangsphase hatte es gleich in sich – beide Teams suchten den Vorwärtsgang. Für den ersten zählbaren Erfolg sorgte ein Ballgewinn von Sebastian Jakubiak, der das Spielgerät ohne große Umschweife in die Spitze weiterleitete, wo Finn Tiedemann und Erdogan Pini auf und davon waren. Erstgenannter schloss den schnell vorgetragenen Angriff zur frühen Führung der Hausherren ein (12.)! Doch das war es dann auch mit der sankt paulianischen Herrlichkeit. Neumünster versteckte sich keineswegs, war um eine schnelle Antwort bemüht. Reio Laabus scheiterte freistehend an Heerwagens glänzendem Reflex. Kurz darauf vereitelte der Ex-Profi den nächsten Hochkaräter der Gäste, als Nils Winter mit einem Strafstoß im ehemaligen Bochumer Schlussmann seinen Meister fand!

Die Schützlinge von Uwe Erkenbrecher nahmen den Schwung gleich mit in den zweiten Abschnitt, drängten vor lediglich 124 Zuschauern im Edmund-Plambeck-Stadion auf den Ausgleich, der dann auch fallen sollte: „Unglücksrabe“ Winter erkämpfte sich das Leder, bediente Abdel Abou-Khalil, dessen Hereingabe Michel Harrer ins Glück beförderte (52.)! Für den Torschützen war das Spiel kurz vor Schluss vorzeitig beendet, da er sich nach einem Zweikampf mit Michael Ambrosius am Fuß verletzte. Schlussendlich blieb es beim insgesamt durchaus glücklichen 1:1 aus Hausherren-Sicht. Das sah auch Chefcoach Remigius Elert so, der auf der Club-Homepage bilanzierte: „Das Glück, was uns letzte Woche fehlte, haben wir uns für heute aufgespart. Kämpferisch kann ich meinen Jungs nichts vorwerfen. Aber fußballerisch war das eine der schlechtesten Leistungen in dieser Saison!“

Die Partie in Bildern: noveski.com!

Kommentieren