10.02.2018

Jansen hat sein "Hobby zurückgewonnen" - aber Erman spielt den "Showstealer"!

Ex-Nationalspieler feiert Comeback - Favorit siegt, zollt dem Gegner aber Respekt

"Ich war immer mit 1000 Prozent Herzblut dabei"

Aytac Erman (2. v. re.) war mit drei Toren und einer Vorlage der unumstrittene „Man of the Match“. Foto: Heiden

"Die Jungs haben sich heute leider nicht belohnt", bilanzierte Jansen. "Wir haben zu einfache Gegentore bekommen. Diese Kinderkrankheiten, die wir im Spiel haben, die killen uns dann. Aber das ist Fußball. Es sollte heute einfach nicht sein. Trotzdem haben wir gegen den Tabellenzweiten toll gefightet und es war viel Positives dabei. Wir waren gut im Spiel, hatten vor allem in der ersten Halbzeit viele gute Phasen, aber in der einen oder anderen Situation fehlte das Glück." Nach "sechs, sieben Einheiten mit den Jungs" habe er die knapp viertelstündige Einsatzzeit als "genau passend" empfunden, wie er sagte. "In der letzten Woche habe ich das erste Mal, seitdem ich aufgehört habe, dreimal in einer Woche trainiert. Es macht Spaß, in einer jungen Truppe, die für den e.V. in der höchsten Klasse spielt, aktiv zu sein. Jetzt müssen wir uns für den Aufwand nur noch belohnen." Denn: "Die Chancen sind ja da. Es kommen auch noch andere Gegner und dann muss man auch das Quäntchen Glück mal erzwingen. Das Potential ist auf jeden Fall da, die Klasse zu halten. Und wenn nicht, dann steigen wir eben nächstes Jahr wieder auf." Auch von dem eigenen Anhang wurde der gebürtige Mönchengladbacher toll empfangen. "Ich habe sieben Jahre für den HSV gespielt, war der letzte Deutsche Nationalspieler, der das HSV-Trikot getragen hat, und bin mit Herzblut dabei. Die Identifikation ist jetzt schon seit fast zehn Jahren zu 1000 Prozent da. Von daher habe ich mich natürlich gefreut, danke aber auch, dass ich immer alles reingeschmissen habe." Abschließend erklärte er: "Ich habe mein Hobby wieder zurückgewonnen!"

"Sonderlob" für Erman - "Wer will sich nicht mal mit einem Nationalspieler messen?!"

Die Fans des HSV III sorgten für eine stimmungsgewaltige Atmosphäre. Foto: Heiden

Währenddessen gestand Teutonen-Coach Titze: "Nach der Pause habe ich schon eine Reaktion von meiner Mannschaft erwartet, dass wir mit mehr Elan in die Sache gehen und die Umstände auch annehmen. Das haben sie getan und nicht lamentiert. Und da muss ich meiner Mannschaft, auch wenn ich die erste Halbzeit nicht gut fand, ein Kompliment machen. Sie haben dann, obwohl wir diesen Rückschlag bekommen haben, weiter dran geglaubt. Das zeigt, dass wir eine charakterstarke Truppe haben." Am Ende des Tages sei er froh, "mit einem Sieg nach Hause zu fahren", allerdings werde man "weiter daran arbeiten müssen, dass wir unsere Fehler in der Rückwärtsbewegung abstellen. Das ist leider schon die gesamte Vorbereitung unser Manko. Wir können nicht jede Woche darauf hoffen, dass wir vier Tore schießen." Und auch wenn Titze normalerweise immer die Mannschaft im Kollektiv hervorhebt, so kam er an diesem Abend gar nicht drum herum, seinem "Vierfach-Scorer" Aytac Erman "ein Sonderlob auszusprechen. Auch wie er die Tore gemacht hat, denn es waren keine alltäglichen Treffer." Während Titze eingangs bereits erwähnte, dass ein Mann wie Marcell Jansen "für die Liga eine Bereicherung" sei, gab er abschließend noch zu Protokoll: "Wer will nicht mal gegen einen Nationalspieler spielen und sich mit dem messen?!" Die Chance dazu bekommen in den nächsten Wochen noch einige weitere Oberligisten...


Marcell Jansen und seine Mitstreiter werden trotz der Niederlage von den eigenen Fans gefeiert...


Autor: Dennis Kormanjos

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10.02.2018 - 11:31 - darwish

Cello mit Plauze