Bezirksliga Ost

„Innerhalb von zehn Minuten überzeugt“: Huremovic holt Hamdan zum ETSV

27. Juni 2020, 07:00 Uhr

Vom Binnenfeldredder an den Mittleren Landweg: Adam Hamdan. Foto: Bode

Der ETSV Hamburg hat ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Und ein weiteres Mal ist es den „Eisebnahnern“ dabei gelungen, dass ein Spieler, der schon in der Oberliga am Ball war, auf den Transfer-Zug in Richtung Mittlerer Landweg aufgesprungen ist. Diesmal allerdings findet kein weiterer Spieler von Hamm United den Weg in die Bezirksliga Ost, sondern stattdessen vielmehr ein Akteur vom Landesliga Hansa-Tabellenführer und Oberliga-Aufsteiger VfL Lohbrügge. Denn wie uns der neue Manager Jassi Huremovic mitteilt, wechselt Adam Hamdan zum ETSV.

„Der Transfer ist durch. Ich habe mit Elvis Nikolic (Lohbrügges Trainer, der zugleich auch in der Sportlichen Leitung tätig ist, Anm. d. Red.) die letzten Details besprochen“, erklärt Huremovic und freut sich ganz besonders, dass es ihm gelungen ist, den 31-Jährigen davon zu begeistern, die Fußballschuhe künftig für den Verein vom Mittleren Landweg zu schnüren. „Lohbrügge hatte Adam ein Angebot gemacht, sie wollten ihn gerne behalten. Trotzdem hat er sich für uns entschieden“, jubelt Huremovic. Aber warum eigentlich zieht der Abwehrspieler den ETSV einer Fortsetzung seiner Laufbahn am Binnenfeldreder vor?

„Die Qualität und Erfahrung sollten reichen, um einen schönen und erfolgreichen Ball zu spielen“

Mit Lohbrügge stieg Hamdan (li., hier gegen Altengammes Sandro Schraub) zuletzt in die Oberliga auf. Foto: Bode

„Mir ist mit dem VfL als meinem Jugendverein das Kunststück gelungen, nach genau zehn Jahren erneut in die Oberliga aufzusteigen – das war mein Ziel“, so Hamdan, der hinzufügt: „Auf diesem Wege wünsche ich Lohbrügge natürlich viel Erfolg in der Oberliga und dass sie die Klasse halten.“ Für ihn sei ein wichtiger Bestandteil für seinen Wechsel an den Mittleren Landweg „der Faktor Spaß“ gewesen, so der Innenverteidiger, der präzisiert: „Dieser ist mir die letzten Jahre leider komplett abhanden gekommen! Dies ändert sich beim ETSV direkt. Ich kenne hier schon die Hälfte der Mannschaft.“ Mit einem Augenzwinkern verrät Hamdan, von seinen Stationen unter anderem beim SC Condor, der TuS Dassendorf, beim SV Curslack-Neuengamme, dem SC V/W Billstedt und in Lohbrügge als „Party-Ikone“ bekannt: „Ich freue mich auf erfolgreiche Eskalationen nach den Spielen.“


Apropos SC Condor: „Von dort kenne ich Raffael Kamalow, mit dem ich seitdem ein sehr gutes Verhältnis pflege. Wir wollen immer nochmal zusammenspielen“, erläutert uns Hamdan, der zudem auch die Transfers von „Marcel Schwarck und Torsten Hartung“ und die Tatsache, dass zudem „mit Kevin Göde und Kutay Keklikci“ beim ETSV Jungs spielen, die genau so positiv bekloppt sind, wie ich“ (O-Ton Hamdan) als ausschlaggebende Gründe für seine Entscheidung einordnet. Denn damit sei ein bedeutender Faktor garantiert: „Die Chemie stimmt einfach“, sagt der 31-Jährige, der uns verrät, dass ihn „das Projekt ETSV innerhalb von zehn Minuten überzeugt“ und Manager Huremovic den Transfer entsprechend schnell „eingetütet“ hätte.

„Das Gesicht des ETSV wird sich im Vergleich zur Vergangenheit im 180 Grad drehen“

Trotz der Erfolge habe ihm beim VfL zuletzt der Spaß gefehlt, verrät Hamdan (li.) einen der Beweggründe für seinen Wechsel zum ETSV. Foto: Bode

„Das Gesicht des ETSV wird sich im Vergleich zur Vergangenheit um 180 Grad drehen. Die Transfers sprechen für sich und werden den Verein neuen Glanz geben“, ist sich Hamdan sicher und konstatiert mit einem Blick auf die Zukunft: „Ich erwarte eine erfolgreiche Saison mit einer Prise Spaß auf und neben dem Platz – dafür werde ich höchstpersönlich sorgen.“ Mit den Neuzugängen, die Neu-Manager Jassi Huremovic bislang für die „Eisenbahner“ an Land gezogen hat, habe sich der Verein „Qualität und Erfahrung geholt“, urteilt Hamdan und fügt abschließend hinzu: „Das sollte am Ende des Tages reichen, um einen schönen und erfolgreichen Ball zu spielen.“  Wohin dieser „schöne und erfolgreiche Ball“ den ETSV letztlich führen solle? „Das“, sagt Hamdan abschließend mit einem Grinsen, „müsste man ‚Jassi‘ fragen…“

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