12.09.2018

„Ich werde bestimmt noch ein paar Dinger so verwandeln – da bin ich mir sicher!“

„Freistoß-Kunstschütze“ Baris Kilic (RW Wilhelmsburg) im Interview

Der „Freistoß-Gott von Wilhelmsburg“: Baris Kilic (re.) sorgte mit seinem Treffer für mediale Aufmerksamkeit. Foto: Brussolo

Rund 620.000 erreichte Personen und fast 1000 Likes bei Facebooks, 611 Mal geteilt und alles in allem über 350.000 Views – das Freistoßtor von Baris Kilic im Bezirksliga Süd-Spiel seines Clubs Rot-Weiss Wilhelmsburg gegen Inter Eidelstedt löste eine Welle der Begeisterung aus. Nachdem wir das Video exklusiv geteilt hatten, wurden nicht nur deutsche TV-Sender wie Sky und Sport 1 auf den Kunstschuss aufmerksam, sondern auch Medien unter anderem aus den USA, Frankreich, Norwegen und England. Wir haben mit dem 24-Jährigen „Freistoß-Gott von Wilhelmsburg“, der derzeit auf Sizilien urlaubt, exklusiv über sein Geheimnis und die derzeitige mediale Aufmerksamkeit gesprochen. 

Baris, jede Menge Medien in Deutschland und anderen Ländern haben dein Freistoß-Tor gegen Inter Eidelstedt inzwischen auf ihren Social Media-Kanälen und sogar im TV geteilt. Bist du in Italien schon als „der Freistoß-Mann aus Hamburg“ erkannt worden?

Baris Kilic: Auf Sizilien wurde ich gar nicht darauf angesprochen. Aber die Familie eines Freundes hat es gesehen und mich drauf angesprochen.

Wie hast du den Rummel um deinen Treffer erlebt? Damit, dass das Tor so große Wellen schlägt, dürftest du ja nicht unbedingt gerechnet haben...

Kilic: Stimmt, ich hätte niemals gedacht, dass das Tor so eine große Welle auslösen würde.

Was haben diejenigen, die sich bei dir gemeldet haben, dir so mit auf den Weg gegeben?

Der Kunstschuss gegen Inter Eidelstedt war nicht der erste spektakuläre Freistoß von Baris Kilic (blaues Trikot). Foto: Brussolo

Kilic: Die Leute, die sich gemeldet haben, waren sehr stolz auf mich. Sie haben mir noch mehr Motivation mit auf meinem Weg gegeben.

Wer sich dein Instagram-Profil ansieht, der findet dort noch ein Video von einem Freistoß, den du kunstvoll verwandelst. Woher kommt dieses Talent für ruhende Bälle?

Kilic: Ich spiele, seitdem ich fünf Jahre alt bin, Fußball. Die Kunst für die ruhigen Bälle ist mir mit der Zeit angewachsen.

Was machst du anders als andere Freistoß-Schützen?

Kilic: Ich finde, dass jeder seine eigene Kunst für die ruhenden Bälle hat. Bevor ich den Ball hinlege, konzentriere ich mich, atme tief durch, ziele und schieße.

Gibt's ein Vorbild, an dem du dich bei deinen Standards orientierst?

Kilic: Ja! Mein Vorbild ist Sergen Yalcin, der als Profi bei Besiktas Istanbul gespielt hat.

Hand aufs Herz: Würdest du dir zutrauen, den Freistoß wie gegen Eidelstedt so nochmal zu verwandeln oder war das ein einmaliger Treffer, den man nicht wiederholen kann?

Kilic: Ich werde bestimmt noch ein paar Dinger so verwandeln – da bin ich mir sicher!

Hier gibt's den Treffer gegen Eidelstedt:



... und hier einen sehenswerten Freistoß in einem Spiel gegen den HEBC:



Autor: Jan Knötzsch

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