Oberliga

„Ich möchte Stammspieler werden und vorne die Tore machen – dafür holt mich Curslack“

24. März 2020, 14:46 Uhr

So wie hier im Trikot des SV Eichede möchte Christian Peters (re.) in der neuen Saison auch im Curslack-Dress jubeln. Foto: Kramer

In der zurückliegenden Woche vermeldete der SV Curslack-Neuengamme zwei Neuzugänge, die im Sommer an den Gramkowweg wechseln werden. Einer davon: Christian Peters. Den 23-Jährigen zieht es vom SV Eichede zur Mannschaft von Trainer Christian Woike. Wir haben mit dem Stürmer, der in der laufenden Saison laut „transfermarkt.de“ bislang acht Treffer in elf Spielen erzielte und für seine Teamkollegen bei den „Bravehearts“ drei Mal zu Toren auflegte, über seinen Wechsel im Sommer, seine Ziele mit dem SVCN und darüber, welche Rolle er bei seinem neuen Verein einnehmen will, gesprochen. 

Seit er 2013 aus der U17 des TSV Siems zum SV Eichede wechselte, war der Weg zum Training und den Heimspielen für Christian Peters immer identisch: Es zog den 23-Jährigen nach Steinburg. Genauer gesagt: ins Ernst-Wagener-Stadion, die Spielstätte des SVE. Wenn nun im Sommer die Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/2021 beginnt, dann wird das anders sein. Dann wird der Mittelstürmer, der beim SVE aktuell mit der Nummer 29 auf dem Rücken aufläuft, eine andere Fahrtstrecke hinter sich bringen. Die an den Gramkowweg, wo bekanntlich der SV Curslack-Neuengamme in der Oberliga seine Heimat hat. Denn genau dort liegt künftig auch die sportliche Heimat für Christian Peters. „Es ist nicht so überraschend, dass ich Eichede jetzt verlasse. Ich hatte ja schon im letzten Sommer ein anderes Angebot. Aber da lief mein Vertrag noch und es war in Ordnung, dass ich beim SVE bleibe“, sagt Peters im Gespräch mit uns. Dieses Jahr nun konnte er sich mit Eichede nicht auf eine weitere Zusammenarbeit verständigen – und irgendwann war die Idee geboren, es doch einmal in Hamburg mit dem Fußballspielen zu versuchen.      

„Die Gespräche waren positiv, der Verein hat ein großes Interesse an mir gezeigt“

Bei seinem Wechsel ließ sich Peters (hier im Test des SVE gegen Norderstedt) auch von den Ex-Eichede-Kickern beim SVCN überzeugen. Foto: Kramer

Dass es Peters an die Elbe zieht, hängt auch mit seinem Dualen Studium zusammen. „Ich arbeite dabei in Wandsbek bei einem Kugellager-Hersteller für die Automobilindustrie“, erzählt er, „irgendwann habe ich den Entschluss gefasst dass ich mit meiner Freundin nach Hamburg ziehen möchte. Bislang kenne ich nur die Regional- und die Schleswig-Holstein-Liga. Die Oberliga in Hamburg ist jetzt mal etwas ganz Neues. Ich mache den Cut und beende meine Station in Eichede. Wir haben uns jetzt eine Wohnung in Hamburg gesucht. Ich werde dann in Wandsbek arbeiten und beim SVCN Fußball spielen“, schildert uns Peters, wieso er seine Entscheidung so getroffen hat und wie sich der Wechsel letztlich anbahnte. „Aus der Oberliga in Hamburg war Curslack aktuell der einzige Club, von dem es ein Angebot gab. Ich hatte noch andere Interessenten – unter anderem Phönix Lübeck und den PSV Neumünster. Ich denke, dass es nach der Veröffentlichung, dass ich den SV Eichede verlassen werde, noch mehr Angebote gegeben hätte – aber da war für mich die Sache schon klar, dass ich zu Curslack gehen werde“, berichtet Peters.  

Der Vorteil, den die Deickicker im Buhlen um den Torjäger hatten? Er liegt auf der Hand. „Ich kenne Marco Schubring ganz gut, mache auch privat einiges mit ihm. Auch zu Arnold Lechler und Hamed Mokhlis habe ich Kontakt. Das ist ein Punkt, der für Curslack gesprochen hat: Ich muss da nicht in ein Becken kaltes Wasser springen, sondern kenne eben schon ein paar Jungs “, berichtet Peters über Kontakte zu den drei Ex-Eichede-Kickern, die aktuell bereits im Kader des neuen SVCN-Trainers Christian Woike stehen. Zudem habe eben jenes Ex-SVE-Trio „mir gesagt, dass das Team top ist und dass ich da als Typ hervorragend reinpassen würde. Das freut mich, weil es mir wichtig ist, dass ich Spaß habe.“ Letztlich, so Peters weiter, „habe ich mir ein Spiel von Curslack angesehen. Der Verein hat ein schönes Stadion, das Umfeld ist sehr sympathisch. Ich hatte einen guten Eindruck und habe mich wohl gefühlt. Die Gespräche mit Manager Oliver Schubert waren positiv, der Verein hat ein sehr großes Interesse an mir gezeigt“ – und bekam letztlich dann eben den Zuschlag.

„Wir wollen hinter den Top-Mannschaften lnden und die ein bisschen pieksen und ärgern“

Seine Station am Gramkowweg geht der 23-jährige Stürmer mit klaren Zielen an. Foto: Kramer

Apropos Oliver Schubert. Ohne die Tatsache, „dass Christian einen Mietvertrag in Hamburg unterschrieben hat und ich den Tipp hatte, dass es eine Möglichkeit gibt, mit ihm ins Gespräch zu kommen, wäre da kein Rankommen gewesen“, sagte Curslacks Ligamanager unlängst über seinen Neuzugang und erklärte: „Auf ihn freuen wir uns richtig. Er hat für zwei Jahre unterschrieben und wird für uns hoffentlich einige Tore in der Oberliga erzielen.“ Was Letzteres angeht, liegt er da ganz auf einer Wellenlänge mit dem zukünftigen SVCN-Stüprmer. „Mein größtes Ziel ist erstmal, dass ich mich nicht verletzte. Ich komme, um zu spielen“, sagt Christian Peters und präzisiert: „Ich möchte Stammspieler werden und vorne die Tore machen – dafür holt mich Curslack.“ 


Er sei, so der 23-Jährige, „jemand, der enttäuscht ist, wenn er nicht spielt. Wenn ich nicht spiele, dann mache ich alles, um wieder zu spielen. Ich gebe auf dem Platz alles.“ Und das, um beim Club vom Gramkowweg in einer neuen Umgebung und einer neuen Liga „neue Erfahrungen zu sammeln. Ich will vieles mitnehmen.“ Und das Ziel mit dem team? „Wir wollen hinter den Top-Mannschaften landen und die ein bisschen pieksen und ärgern. Ich glaube, wir haben das Potenzial dazu“, gibt der 23-Jährige optimistisch zu Protokoll. Unter anderem auch wegen des künftigen Sturmduos Peters/Schubring, dass sich im Idealfall die Liga „bombt“!? „Das ist das Ziel. Das würde ich so untersctreichen“, lacht der sympathische Bald-Curslacker. 

Kommentieren