Landesliga Hammonia

HTB: Nach Prielipp jetzt auch Brussolo weg

13. Januar 2020, 11:02 Uhr

Nach dem Abschied des bisherigen Trainers Steffen Prielipp (re.) ist jetzt auch Co-Trainer und Manager Ingo Brussolo (li.) nicht mehr beim HTB. Foto: privat

Erst war es nur eine Trainersuche, jetzt ist es zudem auch die Suche nach einem neuen Co-Trainer und einem Ligamanager – und das alles ausgelöst durch eben jene Trainersuche. Doch der Reihe nach: Nachdem Steffen Prielipp im Dezember 2019 aus privaten Gründen von seinem Amt als Coach beim Hammonia-Landesligisten Harburger TB zurückgetreten war, hat nun auch dessen „Co“ Ingo Brussolo – zugleich auch Manager beim HTB – die Brocken hingworfen. Der Grund dafür liegt in der Art und Weise wie die Suche nach einem neuen Übungsleiter abläuft.

Dies erklärt Brussolo, neben seiner bisherigen Tätigkeit selbst in journalistischer Mission vor allem im Süden Hamburgs unterwegs, auf der Seite „harburg-fussball.de“. Demzufolge verabschiedete er sich bereits am vergangenen Wochenende nach dem Training von der Mannschaft, ehe der Schritt am Wochenende dann auch öffentlich gemacht wurde. Brussolo sollte sich in seiner Funktion als Manager um einen Prielipp-Nachfolger kümmern. Sein Vorschlag: eine interne Lösung. Brussolo selbst und Kirill Schneider, der verletzte Kapitän des HTB, sollten die Aufgabe bis zum Ende der laufenden Saison übernehmen.

Fußball-Vorstand lehnt Trainerduo Schneider/Brussolo ab

Brussolos Vorschlag eines Trainerteams, das aus ihm und dem verletzten Kapitän Kirill Schneider bestehen sollte, wurde abgelehnt. Archivfoto: noveski.com

Diese Konstellation als Trainer-Duos hatte es schon im Spiel gegen TuRa Harksheide zum Ende der Hinrunde gegeben, als der damalige Coach Prielipp nicht anwesend sein konnte. Das Ergebnis: Der HTB setzte sich gegen den Tabellenführer mit 1:0 durch. Dennoch wurde Brussolos Vorschlag vom Fußballvorstand der Harburger abgelehnt. Die Abteilung erklärte vielmehr die Suche nach einem neuen Trainer zur Chefsache – und dabei soll ein ehemaliger HTB-Funktionär mögliche Kandidaten im Namen des Vereins angesprochen haben. Brussolo erklärte daraufhin seinen sofortigen Abschied von der Jahnhöhe, wo er in den 1980er-Jahren als Stürmer und Kapitän selbst vor den Ball trat und schon 2010 als Trainer einstieg und das Team vor dem Abstieg rettete.

Den HTB sieht Brussolo, wie er auf „harburg-fussball.de“ mitteilt, nach seinem Abschied trotz der noch laufenden Suche nach einem neuen Coach gut aufgestellt, auch wenn er der Fußball-Abteilungsleitung diverse Mängel zuschreibt. „Du kannst in der heutigen Zeit keine Beiträge von Landesliga-Fussballern mit Oberliga-Qualität verlangen und aus dem Trainings -und Spielgeschehen sollten sie sich raushalten und ihren eigentlichen Job machen“, so der 64-Jährige. Wie es in Sachen neuer Übungsleiter bei den Harburgern weitergeht, steht derweil noch in den Sternen. Zuletzt kursierten Namen wie Momo Tan (früher Buxtehude) oder Markus Walek (früher Süderelbe und Co-Trainer Dassendorf) als möglich Prielipp-Nachfolger.

Jan Knötzsch

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