07.02.2019

Heyne-Aus am Saisonende? Koch: „Das ist absoluter Quatsch“

Eintracht-Präsident spricht über Vertragssituation des Trainers

Eintracht-Präsident Reenald Koch bezieht Stellung zur Vertragssituation des Trainers. Foto: KBS-Picture.de

In der bisherigen Saison gab es für Eintracht Norderstedt in der Regionalliga Nord Höhen und Tiefen. Und auch die Vorbereitung auf die restlichen Spiele lief bislang eher schlecht als recht, wie Dirk Heyne in der vergangenen Woche nach dem Mercado-Cup, bei dem „EN“ den letzten Platz belegte, feststellte. Zustände, die in den vergangenen Wochen Gerüchte zutage förderten, die Eintracht würde den Vertrag ihres Coaches, der am 30. Juni 2019 ausläuft, nicht mehr verlängern. Wir haben mit Eintracht-Präsident Reenald Koch über dieses Thema gesprochen.

„Der Vertrag läuft aus. Das ist richtig. Aber im Moment ist das überhaupt kein Thema. Ich bin da entspannt. Er ist ja nicht nur hier so. Die Situation, dass Verträge auslaufen, gibt es überall“, hatte Heyne selbst im Dezember des vergangenen Jahres nach dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg II im Gespräch mit uns erklärt. Und die Entspannung Heynes ist gerechtfertigt. „Das ist absoluter Quatsch“, stellt Reenald Koch unmissverständlich klar, als wir ihn mit den Gerüchten um eine Trennung zwischen Heyne und der Eintracht am Ende der laufenden Spielzeit konfrontieren. „Wir wollen mit Dirk Heyne weiterarbeiten“, sagt Koch, „das gilt auch für Stefan Siedschlag als Co-Trainer.“

„Ich möchte erst Klarheit, in welcher Spielklasse wir spielen“

Sowohl mit Co-Trainer Stefan Siedschlag (re.) als auch Coach Dirk Heyne (Mitte) möchten die Eintracht und Präsident Koch gerne über die Saison hinaus zusammenarbeiten. Foto: KBS-Picture.de

Ein kleines „Aber“ bleibt jedoch: „Ich möchte erst Klarheit, in welcher Spielklasse wir spielen. Es kann ja auch sein, dass wir in der nächsten Saison kein Regionalligist mehr sind und in der Oberliga spielen. Da hätten wir dann veränderte Konditionen. Ich weiß nicht, ob Dirk Heyne dann auch zu diesen Konditionen weiterarbeiten will“, sagt Koch und ergänzt mit Blick auf die Tatsache, dass Heynes Kontrakt bislang eben noch nicht verlängert ist: „Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, Verträge zu verlängern, wenn wir nicht wissen, in welcher Liga wir künftig spielen.“ Damit spricht der „EN“-Boss die unklare Tabellensituation der Garstedter an: „Momentan sind wir Elfter...“, konstatiert Koch.


Doch auch er weiß: Es gibt da noch die Sache mit den Absteigern von „oben“, aus der Dritten Liga. Je nach Situation ist Platz zwölf der Rang, der zum Klassenerhalt reichen würde. So gesehen also muss die Eintracht zittern, respektive: warten – und genau das tut sie auch. „Wir haben natürlich schon mit Dirk Gespräche geführt“, verrät Koch. „Wir werden den Vertrag im März aber erstmal zum 30. Juni kündigen. Dann müssen wir abwarten, in welcher Klasse wir spielen. Aus unserer Sicht ist klar, dass wir Heyne und Siedschlag halten wollen“, teilt der Eintracht-Präsident aber auch mit.

Jan Knötzsch 

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