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Hellmanns Erkenntnis: „Wir sind oberes Mittelmaß – mehr nicht“

12. Dezember 2019, 11:31 Uhr

Falke-Coach Dirk Hellmann macht aus seiner Enttäuschung über das bisherige Abschneiden keinen Hehl. Foto: Bode

Nach zwei dritten Plätzen sollte im dritten Bezirksliga-Jahr endlich der große Wurf gelingen. Doch aktuell hinkt der HFC Falke den eigenen Erwartungen hinterher. Zwei Drittel der Saison sind vorüber – und die „Hellmänner“ rangieren lediglich auf dem sechsten Tabellenplatz. Zu wenig für die Ansprüche des HFC und Trainer Dirk Hellmann. Vor allem, da der Rückstand auf die Spitze, wo derzeit die „Zweite“ des SC Victoria thront, bereits 13 Zähler beträgt. Dementsprechend groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass den Falken ein weiteres Jahr in der Siebtklassigkeit „droht“.

„Wir müssen jetzt extrem Wunden lecken“, macht Hellmann keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über das bisherige Abschneiden, „und mit jedem Spieler in unseren Feedback-Gesprächen einfach mal aufarbeiten, woran es liegt, dass wir nur oberes Mittelmaß sind. Mehr ist es nicht – das muss man sich jetzt unterm Tannenbaum eingestehen.“ Klare Worte vom Übungsleiter, der nach drei Aufstiegen in den ersten drei Jahren des Vereins-Bestehens nun die ersten sportlichen Rückschläge hinnehmen und einstecken musste. Insbesondere die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen. Denn der HFC lag über weite Strecken aussichtsreich im Rennen um die Top-Plätze. Anfang November begann jedoch eine Durstrecke – fünf der vergangenen sechs Spiele gingen verloren –, die jegliche Ambitionen fast schon zunichtemachte.

"So ist der Spaß leider verloren gegangen"

„Endlich Winterpause“, waren dementsprechend auch die ersten Worte von Hellmann nach dem abschließenden 1:2 gegen Glashütte (HIER), ehe die Erkenntnis folgte: „Das reicht einfach nicht, um den Bock umzustoßen!“ Deshalb müsse man die Pause nun dazu nutzen, „ganz ehrlich aufzuarbeiten, woran es liegt, dass wir individuell, aber auch als Mannschaft unsere Leistung nicht abrufen.“ Die bescheidenden Trainingsmöglichkeiten sollen da nicht allein als Ausrede dienen. Stattdessen will man „erarbeiten, wie wir in der Rückrunde wieder anfangen, eine gemeinsame Sprache zu sprechen und wieder Spaß am Fußball zu bekommen.“ Denn, so Hellmann ganz offen: „Der ist so leider verloren gegangen.“

Autor: Dennis Kormanjos

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