Oberliga

Hathat überflügelt Schubring, BU übertrumpft Curslack: „Jetzt wollen wir uns oben festbeißen!“

BU setzt Siegesserie fort - aber Curslack macht Stier-Schützlingen „das Leben schwer“

16. November 2019, 20:35 Uhr

Barmbeks Abdel Hathat (re.) stellte seine ganze Klasse einmal mehr unter Beweis und trumpfte als Doppeltorschütze auf. Foto: Bode

Man reiste „personell sehr angeschlagen“ an den Gramkowweg, hatte „neun Ausfälle“ zu verdauen und trat sogar gänzlich ohne Stürmer an – zumindest ohne einen Angreifer aus den eigenen Reihen. Stattdessen nahm BU-Coach Marco Stier einmal mehr die Hilfe von Florian Kuklinski, der dafür auf das Spiel der „Zweiten“ am Vormittag verzichtete, in Anspruch. Allerdings erst ab der 86. Spielminute, als seine Elf den neunten Sieg im zehnten Spiel bereits fest im Blick hatte – trotz der fehlenden Akteure. Und so zeigte sich Stier im Nachgang „sehr stolz auf die Jungs, dass wir trotz dieser Rückschläge, die wir Wochen für Woche haben, unsere Spiele gewinnen“, ehe er anfügte: „So kann‘s gerne weitergehen!“

In der ersten Halbzeit bekamen die 114 Zuschauer „ein sehr attraktives Spiel von beiden Mannschaften geboten“, wie Stier befand. „Es war viel Tempo drin und gab Chancen auf beiden Seiten. Wenn‘s da 4:4 steht, darf sich niemand beschweren.“ Auch SVCN-Übungsleiter Matthias Wulff sah „eine coole erste Halbzeit“. Letztlich waren es aber „nur“ die jeweiligen Top-Torjäger beider Teams, die das Runde im Eckigen unterbrachten: Während Abdel Hathat ein Zuspiel von Narek Abrahamyan zur Barmbeker Führung verwertete (14.), gelang Marco Schubring nach einer Kopfballverlängerung von Marvin Schalitz die Antwort für die Hausherren (27.). Für den 23-Jährigen war es bereits das 19. Saisontor! Aufgrund der dünnen Personaldecke sei es „nicht einfach für uns“ gewesen, so Stier, „und Curslack hat uns das Leben zusätzlich sehr schwer gemacht.“

„Über 90 Minuten konnten wir BU nicht Paroli bieten“

Nach der Pause habe seine Equipe den Gegner aber „dominiert“, wie der BU-Trainer konstatierte. „Wir haben nichts mehr anbrennen lassen, die Tore traumhaft schön rausgespielt und unsere individuelle Qualität ausgespielt. Aber Curslack hat über 50 Minuten ein Megaspiel gemacht.“ Erst war es Abrahamyan, der eine Vorarbeit von Nico Schluchtmann veredelte (55.). Dann erneut Hathat, der von Elias Saad in Szene gesetzt wurde und das 3:1 besorgte (80.). Kurz zuvor wollte Wulff „die Abteilung Attacke“ auspacken, wie er gegenüber „Hafo“ zu Protokoll gab. Doch daraus wurde nichts, da sich Mark Brudler offenbar schwer am Knie verletzte (75.). „Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein hochverdienter Sieg gegen einen starken Gegner“, befand Stier. „Mega, dass wir im zehnten Spiel den neunten Sieg eingefahren haben. Darüber bin ich natürlich sehr froh! Dadurch bleiben wir oben dran und wollen uns da jetzt auch festbeißen.“ Derweil bilanzierte Wulff bei „Hafo“ anerkennend: „Über 90 Minuten konnten wir BU nicht Paroli bieten - und sie waren auch zwei Tore besser.“

Autor: Dennis Kormanjos

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