Landesliga Hammonia

Hansa-„Sixpack“ gegen Pinneberg: „Wir haben so gespielt, wie ich es mir gewünscht habe“

26. September 2020, 09:37 Uhr

Der Liga-Leader jubelt: Hüseyin Karaca (li.) und Deniz Fidan freuen sich mit Semir Demirovic (Mitte), der doppelt traf. Foto: noveski.com

Den 6:1-Erfolg seiner Mannschaft im LOTTO-Pokalspiel der Ersten Runde gegen Kreisligist VfL Hammonia vor knapp einer Woche erlebte Erkan Sancak nur aus der Ferne mit – der Coach des SC Hansa 11 weilte zu diesem Zeitpunkt noch im Urlaub und wurde von seinem Assistenten Christian Wriedt vertreten. Doch es geht auch mit dem Übungsleiter draußen an der Linie: Im ersten Spiel der neuen Landesliga Hammonia-Saison fegten die Feldstraßen-Fußballer den VfL Pinneberg mit 6:0 vom Feld – und schossen sich dabei im Beisein ihres Trainers vorerst einmal an die Spitze der Tabelle.

Das freilich ist nur eine Momentaufnahme, dennoch war Erkan Sancak nach dem Abpfiff der Partie an der Feldstraße höchst zufrieden. „Es war unglaublich: Wir haben so gespielt, wie ich es mir gewünscht habe. Wir hatten mit 75 bis 80 Prozent sehr viel Ballbesitz und haben kreativen Fußball gespielt. Es lief einfach perfekt für uns“, erklärte der Hansa 11-Trainer nach dem Match. Jeder Spieler, der am Ball gewesen sei, „hatte immer mehrere Optionen“, freute sich der Hansa 11-Coach.

Schon zur Pause führen die Hausherren mit 3:0

Dele Botchway war derjenige, der vor dem Elfmeter zum 5:0 im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Foto: noveski.com

„Optimal“, so Sancak, sei auch der Führungstreffer der Hausherren gewesen: Nach 58 Minuten steckte Hüseyin Karaca einen Pass in die Spitze auf Shawn Kuhnert durch, der dann im Eins-gegen-Eins-Duell den Ball an VfL-Keeper Marvin Kiesewetter vorbeischob. Beim 2:0 (18.) spielten Ezequel Bautista Babera und Hüseyin Karaca in Höhe der Mittellinie einen schönen Dooppelpass, Karaca kreuzte den Laufweg von Pinnebergs Kapitän Dominik Füßmann, der den Hansa 11-Akteur gewähren ließ – und dieser bezwang dann im Anschluss Schlussmann Kiesewetter. Noch vor der Pause legten die Sancak-Schützlinge den dritten Treffer nach: Semir Demirovic eröffnete den Spielzug aus der eigenen Abwehr, Kuhnert und Bautista Barbera probierten es im Doppelpass, Bautista Barbera umkurvte Kiesewetter – drin, 3:0 (33.). „Danach hat sich Pinneberg noch tiefer positioniert und wir haben fünf bis zehn Minuten gebraucht, um wieder hochzufahren“, bilanzierte Sancak.

Bautista Barbera mit freche verwandeltem „Elfer“

Ezequiel Bautista Barbera (li.), der hier mit Shawn Kunert jubelt, nutzte den Strafstoß frech zum vorletzten Treffer des Spiels. Foto: noveski.com

Seine Elf machte, nachdem sie diese Orientierungsphase und die Halbzeitpause hinter sich gebracht hatte, genau da weiter, wo sie vor der dem Seitenwechsel aufgehört hatte: mit dem Toreschießen. Ein scharf geschossener Freistoß von Demirovic fand nach 58 Minuten aus dem Halbfeld den Weg ins Netz. Aus Pinneberger sicht kam dann auch noch Pech dazu: Nachdem Hansa in Person von Nick Knüppel die Kugel von der Grundlinie auf Dele Botchway zurückgespielt hatte, wurde dieser im Strafraum zu Fall gebracht. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Bautista Barbera mit einem frechen Chip-Ball über Keeper Kiesewetter hinweg zum 5:0 (63.), dem Demirovic mit einem „traumhaft gefühlvollen Freistoß in den Knick“ (O-Ton Sancak) das 6:0 folgen ließ (90.+1). „Insgesamt war das eine sehr konzentrierte und überlegene Leistung, auf der wir weiter aufbauen können und müssen. Auch, wenn das Ergebnis von der Höhe her absolut in Ordnung geht, ist es Fakt: Wenn wir nächste Woche nicht nachlegen, dann war es wenig wert“, schloss „Tabellenführer-Trainer“ Erkan Sancak sein Fazit des Abends.

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