LOTTO-Pokal

Hansa 11 gibt sich keine Blöße: Mit einem halben Dutzend an Toren in die Zweite Runde

20. September 2020, 18:06 Uhr

Einmal das Bein lang gemacht: Hammonias Robin Hinzmann (re.) klärt vor Hansa 11-Torjäger Ezequiel Bautista Barbera. Foto: noveski.com

Jan-Hendrik Rathmann versuchte sich in der Rolle des Motivators. „Körpersprache, Jungs! Nicht ergeben, pusht euch“, rief der großgewachsene Offensivmann im Trikot des Kreisligisten VfL Hammonia im ersten Durchgang des LOTTO-Pokal-Erstrunden-Spiels gegen den SC Hansa 11 seinen Teamkollegen auf dem Kunstrasen an der Sternschanze zu. Zu diesem Zeitpunkt waren unter der Leitung von Referee Thorsten Mundt (TSV Eppendorf/Groß Borstel) rund 43 Minuten absolviert und der Gastgeber lag gegen den Hammonia-Landesligisten mit 0:3 im Hintertreffen. Doch so sehr sich Rathmann auch mühte, seine Mitspieler mitzureißen: es fruchtete letztlich nicht so, wie gewollt.

Denn als Ezequiel Bautista Barbera irgendwann in der Endphase der zweiten Halbzeit den Platz bei seiner Auswechselung verließ, da konnte der Torjäger des SC Hansa 11 ganz beruhigt von dannen schreiten. Im sicheren Gefühl, dass die Mannschaft von Trainer Erkan Sancak, der noch bis morgen im Urlaub weilt und von seinem Co-Trainer Christian Wriedt vertreten wurde, die Zweite Runde des LOTTO-Pokals erreichen würde. Und so kam es dann schussendlich auch: Als Referee Mundt nach den 90 regulären und einer Nachspielminute obendrauf die Partie schließlich abpfiff, da hatte Hansa 11 sechs Mal „genetzt“ und der Kontrahent nur ein Mal. Allein zwei der Treffer beim Gast gingen dabei übrigens auf das Konto von „Goalgetter“ Bautista Barbera.

Brandt: „In der ersten Halbzeitw aren wir ein bisschen zu ehrfürchtig“

Auf dem Weg zu einem der sechs Treffer der Gäste: Deniz Fidan (re.). Foto: noveski.com

Der hatte den Torreigen nach zwölf Minuten eröffnet, als er nach einem Pass von Dele Botchway die Kugel zum ersten Mal im VfL-Tor versenkte. Treffer Nummer zwei bereitete Bautista Barbera dann mit einer Flanke vor: Seine Hereingabe erreichte am zweiten Pfosten Shawn Kunert, der nach innen köpfte. Dort stand Botchway und vollendete, ebenfalls per Kopf, aus kurzer Distanz (22.). Was folgte, war eine Parade von VfL-Torsteher Oliver Winkmann bei einem Freistoß von Philipp Erdmann (29.) und auf der anderen Seite Rathmanns Schuss, den Hansa-Schlussmann Alaxandru Nacuta sicher aufnehmen konnte (40.). Nach einem Querpass von Kofi Boateng Narh in der Box auf Kuhnert erhöhte dieser auf 3:0 (42.) – und kurz nach Rathmanns Versuch, dem eigenen Team noch einnal Mut zu machen, sorgte Deniz Fidan mit dem 4:0 vor dem Pausenpfiff für die endgültige Entscheidung zugunsten der Gäste (45.), die nach dem Seitenwechsel durch Bautista Barbera (52.) sowie Semir Demirovic mit einem sehenswerten Distanzschuss sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch zwei Mal erfolgreich sein sollten. Zwischenzeitlich war Manuel Krismann zum einzigen VfL-Treffer zur Stelle (54.).

Wriedt: „Nach dem 5:0 hatten wir 20 Minuten, in denen fast gar nichts mehr ging“

Hansa 11-Torjäger Bautista Barbera trug sich gleich zwei Mal in die Torschützenliste ein. Foto: noveski.com

„In der ersten Halbzeit waren wir ein bisschen zu ehrfürchtig, in der zweiten hat es dann besser geklappt. Aber so ein Spiel gewinnst du nur, wenn du einen guten Tag und Glück hast und der Gegner einen schlechteren Tag erwischt“, bekannte Florian Brandt nach dem Schlusspfiff. „Was mir aufgefallen ist: Ab der Bezirksliga aufwärts machen alle Mannschaften sofort bei der ersten Chance ihr erstes Ding. Da wird nicht lange gefackelt. Fast jeder Angriff war drin, aber ein Mal hat Oliver Winkmann zwischendurch einen gehalten“, gab der Trainer des VfL Hammonia nach der Begegnung zu Protokoll. „Die erste Halbzeit war sehr gut. Wir waren sehr konzentriert, haben wenig zugelassen, das Spiel dominiert und den Gegner mit tiefen Bällen und Seitenwechseln immer wieder vor Probleme gestellt. Unsere vielen Chancen haben wir einigermaßen konsequent genutzt. Mit der ersten Hälfte war ich daher sehr zufrieden – mit minimalen Ausnahmen“, bilanzierte derweil Christian Wriedt. „Beim 4:0 vor der Pause wussten alle: Das Ding ist erledigt. Im zweiten Durchgang haben wir nach dem 5:0 dann 20 Minuten, in denen fast gar nichts mehr ging. Wir hatten riesige Lücken, es war läuferisch nicht mehr viel drin. Nachher wurde es dann nochmal besser, aber wir haben Chancen für den Gegner zugelassen. So etwas darf dir in der Landesliga nicht passieren“, schloss der „Vertretungs-Cheftrainer“ der Gäste sein Statement. 

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