Hammonia-Hammer: Inter Hamburg vor der Auflösung?

Inter 2000 rückt wohl nach und nimmt Landesliga-Startplatz ein

28. Mai 2018, 17:55 Uhr

Schluss! Aus! Vorbei! Für Dennis Mitteregger endet die Zeit als Cheftrainer bei Inter Hamburg mit einem Desaster. Archivfoto: noveski.com

Am gestrigen Sonntag stand der letzte Spieltag an. Die Saison 2017/18 gehört – lässt man die noch bevorstehenden Aufstiegsspiele um den Oberliga-Aufstieg, sollten diese denn überhaupt stattfinden, mal außen vor – der Geschichte an. Doch die neue Spielzeit wirft bereits ihre Schatten voraus – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn: Nach unseren Informationen wird Inter Hamburg im kommenden Spieljahr 18/19 keine Mannschaft mehr an den Start bringen und den Startplatz in der Landesliga Hammonia freiwillig hergeben!

„Ja, das stimmt schon“, verrät uns Atalay Arican, seines Zeichens Manager von Inter Hamburg, als wir ihn auf das Gerücht ansprechen – ohne jedoch eine endgültige Entscheidung zu bestätigen. Aber: „Da ist was dran.“ Die Gründe für denn womöglichen Rückzug des Landesliga-Hammonia- Zehnten: „Uns war wichtig, dass wir endlich eine feste Heimstätte bekommen. Das konnte uns die Behörde nicht mal ansatzweise in Aussicht stellen.“ Seit Jahren kämpft Inter gegen die Widrigkeiten – entweder gar kein Training oder aber auf dem ungeliebten Grand – an. Eine sportliche Weiterentwicklung, die trotz der Umstände in den vergangenen Spielzeiten eigentlich stets vonstattenging, ist kaum mehr möglich. Auch wenn man zuletzt zumindest zweimal in der Woche auf der Anlage des SC Teutonia 10 an der Max-Brauer-Allee, wo auch die Heimspiele ausgetragen wurden, trainieren durfte.

„Wir haben die Mannschaft nach dem letzten Spiel informiert, wie der aktuelle Stand ist“, so Arican, der uns am Nachmittag erklärte, dass „der Vorstand in dieser Minute zusammensitzt und tagt“. Profitieren würde Inter 2000 von einem möglichen Rückzug. Denn den frei gewordenen Startplatz wird der vom Quotienten her zweitbeste Tabellenzweite der vier Bezirksliga-Staffeln einnehmen – und das wäre in diesem Fall der Süd-Ligist. Aber auch in den Ligen darunter würde es noch einige Teams geben, für die das Leid des einen zum Freud des anderen Clubs werden könnte...

Autor: Dennis Kormanjos

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