Kreisklasse 7

FC St. Pauli VI prangert Beleidigungen bei Schnelsen-Spiel an

02. Dezember 2019, 18:09 Uhr

Foto: KBS-Picture.de

Für die Sechste Mannschaft des FC St. Pauli sollte es ein ganz normales Spiel am 19. Spieltag werden. Die Rede ist von der Auswärtspartie in der Kreisklasse 7 beim TuS Germania Schnelsen. Am Ende fuhren die Kiezkicker in besagter Begegnung einen 4:3-Sieg ein – dennoch war die Stimmung bei den Braun-Weißen im Nachgang der Partie nicht unbedingt die beste, sondern wurde von einigen Vorfällen getrübt, zu denen die St. Paulianer jetzt auf ihrer Facebook-Seite Stellung bezogen. 

Die Mitteilung des FC St. Pauli VI:

Yeah. Wir gewinnen das heutige Spitzenspiel der Kreisklasse 7, beim (ehemaligen) Spitzenreiter TuS Germania Schnelsen, mit 4:3.


Doch leider rückt dieser Auswärtsdreier in den Hintergrund, da wir wieder mal ein Negativbeispiel dafür erhalten haben, wie es auf Fussballplätzen abgehen kann.

Nach einer berechtigten roten Karte für einen Schnelsener Stürmer (Faustschlag ins Gesicht), wurden wir durch die des Platzes verwiesene Person homophob und sexistisch beleidigt. Die Worte zur möglichen Berufswahl einiger unserer Mütter, ist da ja fast lächerlich, sollte aber trotzdem erwähnt werden. 

Damit leider nicht genug. Mit dem Halbzeitpfiff und dem Gang in die Kabine, wurden einige Spieler der Sechsten erneut sexistischen Beleidigt und bedroht. Diesmal von einem bereits ausgewechselten Spieler der Schnelsener.
Aber auch damit war noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. In Halbzeit 2, wurde dann auch der Schiedsrichter Ziel von rassistischen Beleidigungen, was wohl der Tiefpunkt des heutigen Tages war.

*Aktualisierung 2.12.19, 17:20
1.)  Es war wohl ein Ellenbogenschlag, kein Faustschlag. Sorry dafür.
2.) 20-30 Zuschauer schafften es nicht, auf die Personen einzuwirken geschweige sie zur Vernunft zu bringen, so dass ein Gefühl der Toleranz für solch ein Gedankengut entstand.
3.) Die kommunizierten Werte von TuS Germania Schnelsen „viele Nationen, ein Verein“ werden somit zur Farce und mit Füßen getreten.

Wirklich bitter und traurig.

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