Bezirksliga Ost

ETSV erst „tot und am Boden“, dann Keklikci mit Köpchen

27. September 2020, 09:13 Uhr

Kutay Keklikci erzielte in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zu Gunsten es ETSV. Foto: Bode

Er hatt es irgendwie schon geahnt. „Das wird nicht einfach auf dem kleinen, engen Rasen“, sagt Jassi Huremovic, der Manager des ETSV Hamburg am Samstag vor dem Auswärtsspiel seiner Equipe gegen den SV Börnsen, dem Huremovic gleich noch ein paar nette Worte mit auf den Weg gab: „Ich habe Börnsen ganz oben mit auf meinem Zettel, ebenso wie Wentorf.“ Ein paar Stunden später dürfte sich der ETSV-Manager bestätigt gesehen haben: Der Gast, seines Zeichens selbst ernannter Aufstiegskandidat, fuhr zwar direkt am ersten Spieltag auch den ersten „Dreier“ der neuen Saison ein – doch bis es soweit war, hatten die Zuschauer am Hamfelderedder ein kurioses Spiel gesehen, das reich an Unterhaltung war...

Oder wie es Huremovic selbst zusammenfasste: „Es war der Wahnsinn!“ Und der begann für die Gäste im negativen Sinne. Bennet Ohrt (11.) und Christian Seknpiehl (13.) brachten Börnsen mit einem Doppelschlag in Führung. Kurz vor der Pause konnte Kutay Keklikci immerhin auf 1:2 aus Sicht des ETSV verkürzen. „Nach dem 0:2-Rückstand waren wir tot und am Boden, weil wir die ersten 20 Minuten völlig verschlafen haben“, berichtete Huremovic. Die Konsequenz: „Wir haben in der Halbzeit umgestellt“, so der ETSV-Manager.


Tamm trifft doppelt vom Elfmeterpunkt

Alexander Tamm brachte Börnsen nach dem 2:4-Rückstand nochmal auf 4:4 heran – doch das Ende ist bekannt... Foto: Bode

Und auf einmal lief es. Das in der Oberliga unter anderem zuletzt gemeinsam bei Hamm United erprobte Trio Jan Landau (65.), Marcel Schwarck (67.) und Alessandro Schirosi (69.) drehte nach etwas Anlauf die Begegnung binnen weniger Minuten zum 4:2 für den ETSV, der danach allerdings mit Referee Patrick Grunau haderte. Der nämlich deutete nach vermeintlichen Handspielen gleich zwei Mal auf den Punkt. Beide Male trat Alexander Tamm zum Duell mit ETSV-Schlussmann Leo Hebbeler an, beide Male blieb Tamm der Sieger (75., 90.) und es stand plötzlich 4:4. Doch das Spoiel sollte noch nicht beendet sein und der Wahnsinn weitergehen: In der dritten Minute der Nachspielzeit gab es eine Ecke. Die landete auf dem Schädel von Kutay Keklikci und der köpfte zum 5:4 für sein Team ein. Jubel pur auf Seiten des ETSV!

Petersen: „Vom Spielverlauf her hätten wir als Gewinner vom Platz gehen müssen“

SVB-Trainer Mirko Petersen (li., hier mit Assistent MAarco Wyrwinski) war nach dem Verhalten seiner Elf bei den Standardsituationen nicht zufrieden. Foto: Bode

„Da gibt der Schiri eine Ecke, die keine ist und dann kommt Kutay hereingeflogen...“, ärgerte sich derweil Mirko Petersen. „Wir sind für unsere Spielweise leider nicht belohnt worden und haben bei den Standards keine allzu gute Figur abgegeben. Allerdings sind die auch gut ausgeführt worden. Vom Spielverlauf her hätten wir als Gewinner vom Platz gehen müssen – aber das ist Fußball...“, zog der Börnsen-Coach nach dem Match sein Fazit. „Aus dem Spiel heraus hatte der ETSV eine Chance. Spielerisch waren wir über 90 Minuten überlegen, aber in der zweiten Hälfte 15 Minuten lang nicht griffig und kassieren die Tore nur durch Standards. Daran müssen wir ubedingt arbeiten“, so Petersen, der trotz der Niederlage feststellte: „Wir sind nach dem 2:4 überragend zurückgekommen und haben völlig verdient das 4:4 gemacht.“ Das Ende ist allerdings bekannt... 

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