Regionalliga Nord

Erster Tabellenführer: Lüneburg-Rekord bei Norderstedt-Gala!

14. August 2021, 10:49 Uhr

Hatten allen Grund zur Freude: Elias Saad (li.) nach seinem ersten Regionalligaspiel und Jan Lüneburg nach seinem Tor-Rekord. Foto: noveski.com

Er warnte vor dem Gegner und hatte großen Respekt vor dem 1. FC Phönix Lübeck. Nicht umsonst – schließlich haben die „Adlerträger“ in dieser Sommerpause mächtig aufgerüstet. Doch im Endeffekt konnte Jens Martens seinen Spielern nur ein „ganz großes Kompliment“ aussprechen. Mit sage und schreibe 4:0 wurde Phönix zum Saisonsauftakt in der Regionalliga Nord von den Garstedtern abgefertigt (alle Highlights im LIVE-Ticker) – und das im wahrsten Sinne des Wortes! Dass die Eintracht damit auch erster Tabellenführer der noch ganz jungen Spielzeit ist, sei „eine tolle Momentaufnahme“, so Martens.

Lehrbuchreif und per Kopf erzielte Lüneburg (Mi.) den Führungs- und zugleich Rekordtreffer im Eintracht-Dress. Foto: noveski.com

Seit nunmehr acht Jahren geht er für Eintracht Norderstedt auf Torejagd. Am Freitagabend ist er mit der Mannschaft in seine neunte Saison im Eintracht-Dress gestartet – und das mit einem Rekord. In unnachahmlicher Manier war Jan Lüneburg in der 33. Spielminute nach einer Flanke von Rico Bork per Kopf zur Stelle und erzielte nicht nur das allererste Eintracht-Tor der Saison 2021/22, sondern zugleich auch seinen 96. Treffer im Norderstedt-Dress. Damit hat der 30-Jährige nun Oliver Hirschlein überflügelt und ist neuer Rekordtorschütze der Garstedter!

"In diesen Spielen ist 'Lüne' immer eine Gefahr"

„Das ist schon außergewöhnlich“, schwärmte sein Trainer im Nachgang. „Ich gönne ihm das total“, so Martens über „Lüne“, der einen weiteren Grund zur Freude hat, da er bald Papa wird. „In Spielen, wo wir oft an oder in der gegnerischen Box sind, ist Jan Lüneburg mit seiner Robustheit, seiner Abgebrühtheit und insbesondere mit seinem Kopfballspiel immer eine Gefahr“, hob Martens die Qualitäten seines Goalgetters hervor. Fähigkeiten, auf die man sich auch in der Zukunft im Edmund-Plambeck-Stadion verlassen kann.

"Das haben die Jungs eindrucksvoll bewiesen"

Drin! Philipp Koch schlenzt einen 18-Meter-Freistoß zum 2:0 für Norderstedt in den Knick. Foto: noveski.com

Und auch sein Team lieferte im ersten Saisonspiel so richtig ab. „Das war genau das, was wir uns erhofft hatten“, strahlte Martens übers ganze Gesicht – nachdem er im Vorwege aufgrund der vielen Spiele in den vergangenen Tagen noch etwas skeptisch war. „Das war nicht leicht, das kräfteschonend hinzukriegen.“ Doch bereits vor der Partie machten Martens und Trainer-Partner Olufemi Smith der Mannschaft in der Kabine noch einmal Mut: „Wir haben den Jungs gesagt, dass sie es in unserer Ära meistens geschafft haben, sich auf den Punkt zu konzentrieren. Das haben sie heute eindrucksvoll bewiesen!“

EN-Keeper Lars Huxsohl verlebte einen überaus ruhigen Freitagabend, da die Gäste aus Lübeck kaum nennenswert vor seinem Kasten in Erscheinung traten. Top-Stürmer Haris Hyseni war bis auf einen Kopfball, der am Gehäuse vorbei strich (38.), nahezu komplett abgemeldet. „Alle haben sich den Allerwertesten aufgerissen und Vollgas gegeben“, lobhudelte Martens seine Mannen, die den Kontrahenten vor allem im zweiten Durchgang die Grenzen aufzeigten – und wie. Nach einem Foulspiel an Elias Saad schlenzte Philipp Koch den fälligen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position zum 2:0 in die Maschen (60.).

Ein rundum zufriedener Martens

In seinem ersten Regionalligaspiel gelang Elias Saad (li.) prompt der erste Torerfolg - zum 3:0. Foto: noveski.com

Apropos Elias Saad: In seinem ersten Regionalligaspiel gelang dem Ex-Barmbeker nicht nur die erste Torvorlage, sondern auch der erste Treffer, als er nach einer Flanke von Jonas Behounek und verunglückten Schussversuchen von Lüneburg sowie Kangmin Choi zur Stelle war (71.). Den Schlusspunkt unter einen furiosen Start ins neue Fußballjahr für die Eintracht setzte Nils Brüning, der eine Flanke von Dane Kummerfeld am zweiten Pfosten ins Netz beförderte (77.). 4:0 – was für eine Gala!

Kurz vor der Pause, als die Gäste kurzzeitig mal aufkamen, habe man „ein bisschen Spielglück“ gehabt, befand Martens, um postwendend anzufügen. „Das haben wir uns über die 90 Minuten aber auch verdient.“ Bei den vergangenen Auftritten seines Teams sei er „mit bestimmten Dingen nicht zufrieden“ gewesen. Am Freitagabend hatte Martens jedoch rein gar nichts auszusetzen oder zu bemängeln. Selbst der Gegner erkannte die Stärke der Eintracht neidlos an: „Vor allem mit der Leistung in der zweiten Halbzeit können wir überhaupt nicht zufrieden sein. Weder offensiv noch defensiv hat es heute gepasst“, brachte es Phönix-Kapitän Nico Fischer nach der Vorführung auf den Punkt.

Autor: Dennis Kormanjos

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