Testspiel

Eisenbahner „überrennen“ St. Paulis U23 und feiern nächsten Achtungserfolg!

08. Juli 2024, 08:07 Uhr

Julius Nehl (Mi.) bejubelt seinen frühen Führungstreffer für den ETSV Hamburg an den Sander Tannen. Foto: noveski.com

Von einer Transfer-Offensive zu sprechen, würde die Aktivitäten nicht ausreichend widerspiegeln. Von einem Umbruch zu reden, würde dem Ganzen ebenfalls nicht ganz gerecht werden. Vielmehr hat der ETSV Hamburg mit seiner immensen Personalrochade mal wieder alles in den Schatten gestellt. Sage und schreibe 20 (!) Abgängen stehen bis dato 15 Neuzugänge gegenüber – nachdem sich der Wechsel von William Wachowski (geht zu Nikola Tesla) wieder zerschlagen hat. Das Ziel ist klar definiert und formuliert: Im Jahr des 100. Geburtstages soll der Weg der Eisenbahner in Höchstgeschwindigkeit in Richtung Regionalliga führen.

St. Paulis Torwart Kevin Jendrzej wird beim direkten Freistoß von Oskar Lenz im kurzen Eck überrascht - 2:0. Foto: noveski.com

Die ersten Ausrufezeichen wurden bereits gesetzt: Zum Testspiel-Aufgalopp triumphierten die Schützlinge von Chefcoach Berkan Algan bei Nord-Regionalligist FC Teutonia 05 mit 2:0. Und auch der zweite Viertligist wurde in die Schranken gewiesen! An den Sander Tannen, der neuen Heimspielstätte des ETSV, feierte der äußerst ambitionierte Oberligist einen 3:2-Erfolg gegen die U23 des FC St. Pauli. Auffällig beim Blick in die Startaufstellung der Mannen aus Billwerder: Nicht ein einziger Akteur aus dem Vorjahres-Kader gehörte zur Anfangs-Formation. Stattdessen standen zwei weitere Neue im Aufgebot der Eisenbahner und erhöhten die Anzahl der Zugänge auf nunmehr 17.

Zwei weitere Zugänge beim ETSV

Die Offensivakteure Calvin Ogara, der in der vergangenen Spielzeit acht Kurzeinsätze für den SC Weiche Flensburg 08 in der Regionalliga Nord absolvierte, und Ishmael Schubert-Abubakari (zuletzt TVD Velbert/Oberliga Niederrhein), der einst bei Drittligist Hallescher FC unter Vertrag stand, aber ohne Einsatz blieb, vergrößerten die Riege der neuen „Heilsbringer“ beim ETSV. Letzterer ist gebürtiger Hamburger, kickte in der Jugend für den HSV und den Niendorfer TSV, aber auch für die U19 der TSG 1899 Hoffenheim.

3:0 nach 18 Zeigerumdrehungen

Oskar Lenz (Mi.) mit einem verschmitzten Grinsen nach seinem Freistoßtreffer zum 2:0 für den Oberligisten. Foto: noveski.com

Ersterer stand im Vergleich mit der U23 der Kiezkicker in der ersten Elf – und erlebte die furiose Anfangsphase hautnah mit. Gerade einmal 18 Zeigerumdrehungen waren vorüber, als die Eisenbahn über den Bundesliga-Nachwuchs des FC St. Pauli regelrecht hinwegrollte. Julius Nehl, aus der U19 des Stadtrivalen Hamburger SV gekommen, brachte den klassentieferen Oberligisten in Front (9.). Nur wenige Augenblicke später überraschte der vom Eimsbütteler TV zur Algan-Equipe gewechselte Oskar Lenz Gäste-Keeper Kevin Jendrzej mit einem Freistoß ins kurze Eck zum 2:0 (12.), ehe Ede Zimmermann (Eintracht Norderstedt II) gar auf 3:0 stellte (18.)!

Der frisch aus der eigenen U19 hochgezogene Isma Baraze Adam staubte noch vor der Pause zum 1:3 ab (41.). Im zweiten Durchgang fiel nur noch ein Treffer, der die Niederlage der „Boys in Brown“ zumindest in Grenzen hielt (63.). Dennoch: Schlussendlich stand ein abermaliger Achtungserfolg des ETSV Hamburg.

Autor: Dennis Kormanjos

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