Regionalliga Nord

Eintracht-Keeper Huxsohl: Neues Torhüter-Analyse-Projekt mit Ex-Profi Wessels

05. Dezember 2019, 17:08 Uhr

Lars Huxsohl will künftig nicht nur im Tor zeigen, was er kann, sondern auch sein Wissen weitergeben. Foto: KBS-Picture.de

Eigentlich kennt man Lars Huxsohl bislang als Torhüter in der Regionalliga. Seit Beginn dieser Saison steht der 23-Jährige wieder für Eintracht Norderstedt zwischen den Pfosten, nachdem er von einem USA-Aufentahlt zurück in Deutschland ist. Schon ehe es ihn zu den UNH Wildcats (University of New Hampshire) zog, hatte der Schlussmann zum Kader der Garstedter gehört. In seiner Vergangenheit trug Huxsohl auch schon das Trikot des SV Meppen. Beim einstigen Zweitligisten nahm ihn damals Stefan Wessels als Torwart-Trainer unter seine Fittiche. „Der Kontakt ist seitdem nicht abgebrochen“, erzählt Huxsohl, der nun mit dem Ex-Profi (Wessels spielte unter anderem für Bayern München und den 1. FC Köln, Anm. d. Red.) auch außerhalb des Platzes gemeinsame Sache macht und mit dem 40-Jährigen ein neues Projekt ins Leben gerufen hat.

Das Ganze nennt sich „Die Schnapper“ – und liefert Videoanalysen für Torhüter. „Stefan hatte die Idee, weil er von vielen Leuten immer wieder angesprochen wurde, ob er nicht solche Analysen liefern könnte, wenn ihm Keeper Szenen zuschicken. Er hat mich dann gefragt, ob ich dabei gerne mit einsteigen möchte“, erzählt Huxsohl, der sich eben genau das vorstellen konnte und sich somit neben seinem Dasein als aktiver Schlussmann und einem normalen Hauptjob quasi noch ein drittes Standbein schaffte.

„Wir sind gespannt, wie sich das Ganze entwickelt und ob es einen echten Markt dafür gibt“

Gemeinsam mit dem Ex-Profi Stefan Wessels ist Norderstedts Keeper Teil eines neuen Projekts. Foto: KBS-Picture.de

„Es ist nicht so, dass wir damit sofort viel Geld machen müssen. Das soll vielmehr ein bisschen Spaß machen. Wenn man damit noch Geld machen könnte, dann ist das eine coole Idee“, sagt Huxsohl und erklärt: „Jeder Torwart – auch Kinder und Jugendliche – kann uns Videos von einzelnen Szenen schicken oder einen Link zu dem betreffenden Video. Wir werden uns dies dann ansehen und anhand des Deutschen Torwart-Leitfadens, den Stefan mitentwickelt hat, analysieren. Die Torhüter bekommen dann ein mehrseitiges Analyse-PDF von uns.“ Klingt nach einem ganz schönen Aufwand. „Allein schon durch die Erfahrung, die Stefan hat, steckt einiges an Know-How da drin. Wir haben durch den Leitfaden eine Checkliste entwickelt, anhand der wir in verschiedenen Kriterien gucken: Wie hat sich der Torwart in dieser Szene verhalten? Was hat er richtig gemacht? Was kann man verbessern?, umreißt der Eintracht-Schlussmann das Prozedere.

„Das Torwart-Spiel ist komplex. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht oder wie der eine oder andere sich das vorstellt“, präzisiert Huxsohl, der sich sicher ist: „Das Projekt ist läuft gerade an. Ich glaube, so viele von meinen Mitspielern haben das noch gar nicht mitbekommen. Da werden demnächst sicher einige Fragen in der Kabine auf mich warten.“ Bislang, so der Eintracht-Keeper, „wurde die Idee gut aufgenommen. Es ist viel Unterstützung da. Wir sind gespannt, wie sich das Ganze entwickelt und ob es wirklich einen echten Markt dafür gibt. Wir sind auf jeden Fall über jedes Feedback dankbar.“ 


Wer sich weiter über das Projekt informieren will, kann das HIER tun.

Jan Knötzsch

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