26.05.2019

„Eine Witzveranstaltung?“ - TuRa katapultiert sich (vorerst) zum „Rückrunden-Vize“

„Hätten wir die Punkte auch in der Hinrunde geholt, wären wir im Geschäft gewesen“

Fünffacher TuRa-Jubel im letzten Saisonspiel. Foto: Küch

„Eigentlich“, bekannte Jörg Schwarzer, „ging es für uns nach der Hinrunde nur noch um die goldene Ananas“, so der TuRa-Trainer. Auch deshalb war er nach dem abschließenden 5:0-Erfolg gegen den SC Nienstedten umso zufriedener „mit der Entwicklung der Mannschaft in der Rückserie“. Denn TuRa Harksheide ist mit 32 errungenen Punkten das zweitbeste Rückrunden-Team und kann am Sonntagnachmittag nur noch vom USC Paloma – vorausgesetzt ein Sieg bei SCALA – überholt werden.

Neben Joris Plöns (li.) absolvierten auch Tim Renfordt, Tim Weber und Yassin Ghasemi ihr letztes Spiel für TuRa. Foto: Küch

„Ich habe der Mannschaft auch am Donnerstag gesagt: Ich weiß gar nicht, warum wir in der ersten Saisonhälfte so weit weg waren. Wenn wir diese 32 Punkte auch in der Hinserie geholt hätten, dann wären wir im Geschäft und interessanter gewesen.“ Am Ende führten aber auch „viele Unwägbarkeiten“ dazu, dass TuRa erst nach der Winterpause so richtig ins Rollen kam. Im letzten Saisonspiel, „das immer auch mal zu einer gewissen Witzveranstaltung werden kann“, wie Schwarzer meinte, wollten die Mannen vom Exerzierplatz noch einmal ernst machen – und taten dies schon nach wenigen Sekunden. Keine Minute war gespielt, da sorgte Lars Hartmann bereits für das erste Highlight, als er die Kugel nach einer kurz ausgeführten Ecke und anschließender Flanke von Felix Feuerlein per Volley ins lange Toreck jagte (1.). „Für uns war es nochmal wichtig, dass wir uns so ein bisschen für die völlig unnütze Hinspiel-Niederlage revanchieren“, gab Schwarzer zu Protokoll. Gesagt, getan.

Geschlagene Nienstedtener, jubelnde TuRaner: Sören Ostermann (3. v. re.) netzte doppelt. Foto: Küch

Nienstedten – mit vier A-Jugendlichen in der Startelf – fand nicht statt und kein Mittel gegen die haushoch überlegenen Hausherren. Daniel Meier scheiterte noch am Quergebälk (7.), Tim Weber freistehend an SCN-Fänger Robin Klement. Doch dann sorgte Tim Renfordts Steilpass dafür, dass Weber auf halbrechts viel Zeit und Platz hatte – und mit seinem Querpass den in der Mitte gänzlich allein gelassenen Sören Ostermann fand. Im zweiten Anlauf bugsierte der Angreifer das Runde ins Eckige – 2:0 (19.). Ostermann war es auch, der in Minute 37 den dritten Treffer markierte, als er einen von Jakob Rogge an Renfordt verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte. „Wenn du natürlich schon nach einer Minuten in Führung gehst, dann fühlst du dich ein Stück weit sicher“, so Schwarzer, der trotz der drückenden Überlegenheit seiner Schützlinge befand, „dass wir ein bisschen Schlafwagen-Fußball gespielt haben. Es war keine richtige Dynamik im Spiel.“ Offenbar jedoch zu viel für die Gäste – und so ließ es Harksheide „in der zweiten Halbzeit ein wenig ausklingen“.

Dennoch reichte es zu zwei weiteren Toren. Zunächst war es Kapitän Nassim Saleh, der nach einer Renfordt-Hereingabe und anschließender Weber-Ablage auf 4:0 stellte (69.), ehe der scheidende Renfordt höchstselbst für den Endstand sorgte (90.) – diesmal nach Vorarbeit von Youngster Hannes Hatje, der erst sein zweites Spiel im TuRa-Dress absolvierte. Ein für Harksheide rundum gelungenes letztes Saison-Kapitel, das im Anschluss an die 90 Minuten noch ausgiebig in der neu eröffneten Gastronomie „Zum Finale“ begossen wurde.

Autor: Dennis Kormanjos

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