27.11.2018

Eine passende Lösung, eine unpassende Kommunikation und eine Idee, die passen könnte

Abpfiff – die FussiFreunde-Kolumne

Wer macht beim SCV in Zukunft den „JPR“?

SCV-Präsident Ronald Lotz und Jean-Pierre Richter: Ihre Zusammenarbeit endet in der Winterpause – oder noch früher? Foto: KBS-Picture.de

Wen also holen? Nun, die Namen kann man anhand der Coaches, die frei sind, an einer Hand abzählen. Aki Cholevas zum Beispiel. Ein Mann, der für guten Fußball steht, aber eben auch den Blick Richtung Regionalliga hat. Passt das zu den Zielen an der Hoheluft? Oder Christian Woike, zuletzt beim SC Condor und seit Beginn dieser Saison ohne Trainerjob. Decken sich seine Ambitionen mit denen des SCV? Was ist mit Lutz Göttling, der jüngst mal wieder unter den Zuschauern an der Hoheluft weilte. Sein Besuch beim Ex-Club – ein Vorbote seiner Rückkehr? Was ist mit Achim Hollerieth, der einst mit dem FC Elmshorn Meister wurde, dann in höhere Gefilde abwanderte, aber immer noch Verbindungen nach Hamburg pflegt? Oder Marius Ebbers, mit dem – so hört man – Ronald Lotz immer gut konnte und der sich derzeit mit seiner Hospitation im Nachwuchs des FC St. Pauli auf den ersten Schritten Richtung Trainerkarriere befindet?

Optionen für die Zukunft gibt es, aber – so pfeifen es zumindest die berühmten Spatzen von den Dächern – vielleicht braucht der SCV ja auch eine Lösung für die Gegenwart oder eher: die nahe Zukunft. Die Rede ist vom kommenden Wochenende, wenn Vicky in Dassendorf gastiert. Richter, so hört man aus den gut informierten Kreisen, soll dann schon nicht mehr auf der SCV-Bank sitzen. Wer dann? Enrico Klüver vielleicht. Nie gehört? Nun, der gute Mann war zuletzt A-Jugend-Trainer bei Victoria. Richtig gelesen: war! Entlassen habe man den 33-Jährigen (früher Spieler beim VfR Neumünster und dem VfB Lübeck II), den übrigens Jean-Pierre Richter zum SCV lotste, nicht. Vielmehr sollte Klüver, einst Kandidat der RTL-Show „Adam sucht Eva“, langsam in die Arbeit der Oberliga-Truppe eingebunden werden. Lernen von, mit und bei „JPR“ quasi. Nun könnte „EK“ ihn frühzeitiger beerben – und „Adam“ Ronald Lotz hätte seine „Eva“ für den Trainerposten im eigenen Haus gefunden. Kann funktionieren. Es heißt ja schließlich auch: Warum in die Ferne schweigen, wenn das Gute so nah liegt...

Jan Knötzsch

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