Hallenturnier

„Eine geile Veranstaltung“: Rugenbergen gewinnt ETV-Turnier

13. Januar 2020, 14:48 Uhr

Siegerlächeln: SVR-Kapitän Hendrik Rühmann mit dem Scheck für den Turniergewinner. Foto: Heiden

Koray Gümüs hatte wieder einmal an alles gedacht – und bewies auch Gespür für die Situation. Nachdem in der vergangenen Woche Marcus Motzkat vom Ligakonkurrenten VfL Pinneberg unerwartet verstorben war, stand für den Manager des Eismbütteler TV fest: Beim Hallenturnier um den 11Teamsport-Cup sollte es zu Beginn eine Gedenkminute geben. Gesagt, getan – und danach wurde „qualitativ richtig guter Hallenfußball gespielt“, wie Gümüs das Turnier aus seiner Sicht zusammenfasste. Den Sieg sicherte sich dabei am Ende der SV Rugenbergen. Der Oberligist gewann im Finale im Neunmeterschießen gegen den Niendorfer TSV. Auch der TuS Osdorf, der Dritter wurde, benötigte gegen Gastgeber ETV die Entscheidung vom Punkt aus. 

Ein kleiner Wemutstropfen für Turniersieger Rugenbergen: Kurz vorm Ende der regulären Spielzeit im Endspiel verletzte sich Felix Dieterich am Knie und musste anschließend sogar mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. „Das überschattet das Ganze ein bisschen, aber wir sind guter Dinge und hoffen, dass es nicht ganz so schlimm ist“, schickt Gümüs Genesungswünsche an den Offensivspieler des SVR, der laut Trainer Andelko Ivanko nach einer MRT-Untersuchung im Laufe des morgigen Dienstags, 14. Januar, eine genau Diagnose seiner Verletzung bekommen soll. „Er hatte sich so auf das Turnier gefreut. Es tut mir unheimlich Leid für ihn“, so Ivanko über Dieterich, der kurz zuvor für die Futsal-Nationalmannschaft nominiert worden war. „Für mein Team freut es mich natürlich, auch wenn wir am Ende etwas Glück hatten. Die Leistung war sehr gut“, so Rugenbergens Übungsleiter gegenüber dem Portal „amateur-fussball-hamburg.de“.

„Es hat Spaß gemacht – dieses Turnier repräsentiert Eimsbüttel“

Gruppenbild: Die Spieler der Halbfinalisten Rugenbergen, Niendorf, Osdorf und ETV. Foto: Heiden

„Das ist jetzt die fünfte Veranstaltung dieser Art, die ich hier mit dem ETV organisiert habe. Ich bin sehr stolz auf das Teilnehmerfeld, Ich verfolge das Ziel, die Vereine aus dem lokalen Bereich hier zu haben, die – bevor die Saison draußen wieder beginnt – in der Halle unter Familie und Freunden die Hütte nochmal zum Brennen bringen“, ließ Gümüs das Turnier nach dessen Abschluss noch einmal Revue passieren und erklärte: „Das alles passiert auf freundschaftlicher Ebene.“ Und in der Tat: Der ETV-Manager hatte es auch anno 2020 wieder einmal geschafft, ein starkes Feld auf die Beine zu stellen: Neben den drei reinen Oberliga-Teams Niendorf, Rugenbergen und Osdorf wirkte mit dem SC Victoria noch ein weiterer Oberligist mit, der allerdings mit einer Mischung aus Oberligaspielern, Spielern der „Zweiten“ und Kickern aus dem Nachwuchs in der Halle an der Hoheluft auflief. „Ein großes Lob geht an Osdorf, die nach der Absage vom Lüneburger SK eingesprungen sind, obwohl sie in diesem Winter keine Hallenturniere spielen wollten“, so Gümüs.

„Wahrscheinlich war es das beste Feld, dass wir je auf die Beine gestellt bekommen haben“

Voller Einsatz: ETV-Manager Koray Gümüs hatte ein erstklassiges Teilnehmerfeld zusammengestellt. Foto: Heiden

„Ich denke, das Turnier war so attraktiv besetzt wie lange nicht. Wahrscheinlich war es das beste Feld, das wir mit dem ETV je auf die Beine gestellt bekommen haben. Klar hätte ich gerne noch den HFC Falke dabei gehabt, aber die haben es nicht geschafft, eine Mannschaft zu stellen – aber das ist okay. Dafür hatten wir andere Vereine aus dem lokalen Umfeld dabei. Es hat richtig Spaß gemacht“, stellte Gümüs fest. „Dieses Turnier repräsentiert Eimsbüttel. Hier wird miteinander gearbeitet und nicht gegeneinander. Es war eine geile Veranstaltung, weil viel fußballerische Qualität mit drin war. Das war richtig gut“, sagte der ETV-Manager und fügte hinzu: „Die Hütte war voll, wir hatten Derbys in angenehmer Atmosphäre. Das ist eine Veranstaltung so, wie ich mir sie wünsche.“ Und das vor allem im Bezug auf das kommende Jahr: „Das wird ein Jubiläums-Jahr, da wird das Turnier zum 20. Mal ausgetragen“, blickte Gümüs voraus und hatte dann noch einmal das abgelaufene Turnier vor Augen: „Wir sind stolz, dass wir mit 11Teamsports zum zweiten Mal den größten Sportausstatter in Hamburg auf unserer Seite hatten. Die Konstellation mit dem ETV, Rugenbergen, Niendorf und Osdorf im Halbfinale war ein Traum. Ich bedanke mich bei allen Mannschaften, dass sie Jahr für Jahr mitmachen.“ Als Bester Keeper wurde Patrick Hartmann (Rugenbergen) ausgezeichnet, Jasper Hölscher vom ETV und der Niendorfer Blerim Qestai wurden als Torschützenkönige nach der Vorrunde geehrt. 

Jan Knötzsch

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