Bezirksliga Nord

Durch Moduswechsel: Sperber-Coach Voß räumt „Außenseiter gute Titelchance“ ein

03. Dezember 2020, 13:39 Uhr

Nach fünf Monaten als Sperber-Coach hat Benjamin Voß auf der "facebook"-Seite des Vereins ein erstes Zwischenfazit gezogen. Foto: Hellwig

Nachdem der Sportliche Leiter, Lennart Ekelund, Anfang des Jahres den Kontakt suchte und die folgenden Gesprächsrunden, denen auch Knut Aßmann beiwohnte, von Erfolg gekrönt waren, konnten sich der SC Sperber und Benjamin Voß auf eine Zusammenarbeit verständigen. Mit Kolja Nanz (Co-Trainer) und Christian Johanson (TW-Trainer) bekam der neue Übungsleiter am Heubergredder zwei Vertrauenspersonen an die Seite gestellt, die er schon aus gemeinsamen Zeiten beim USC Paloma kennt. Im Interview mit Sperber-„Edelfan“ Robert Ortmann auf der „facebook“-Seite der Alsterdorfer hat Voß die ersten Monate Revue passieren lassen und einen kleinen Einblick in sein Leben sowie Ausblick auf die sportliche Zukunft mit dem SCS gegeben…

„Wir hatten und haben im Trainerteam einen klaren Plan, wie wir unsere Aufgabe beim SC Sperber angehen wollten und haben uns seit dem Frühjahr gut darauf vorbereitet“, sagt Benjamin Voß im Gespräch mit Ortmann auf der Social-Media-Plattform der „Raubvögel“, ehe er seine Spielphilosophie wie folgt erläutert: „Unsere Idee, Fußball spielen zu lassen, soll von Mut und einem offensiven Geist geprägt sein. Wir möchten bewusstes Fußball spielen fördern und unsere Spieler zu guten Entscheidern auf dem Feld entwickeln. Dabei gilt immer: Gute Dinge gehen nur gemeinsam“, nimmt er das gesamte Team mit ins Boot. Mit einem 27-Mann-Kader sei man gut aufgestellt und gewappnet für die Saison in der Bezirksliga Nord. Und auch die Herausforderung, „eine Mannschaft mit vielen neuen Gesichtern zusammenzubringen“, entwickelt sich so langsam in die richtige Richtung. Zumindest könne er das Ausscheiden in der ersten Pokalrunde (0:3 gegen den klassenhöheren TuS Berne) und die beiden Auftaktniederlagen in der Liga (2:5 gegen Alsterbrüder und 0:5 bei Niendorf III) inzwischen „einordnen und hilfreiche Aspekte für die Weiterentwicklung der Mannschaft gewinnen“, so Voß.

"Kann mir einen 'Außenseiter' auf den Titel vorstellen"

Vor seiner Zeit am Heubergredder war Voß als Co-Trainer beim USC Paloma tätig. Foto: Hellwig

Dass die Spielzeit nun unterbrochen ist, sei „nicht ärgerlich, aber ein wenig schade“, da sich seine Sperberaner in Wellingsbüttel (4:2) gerade ihr „erstes Erfolgserlebnis verdienen“ konnten. „Diesen Schwung hätten wir gerne mit in die darauffolgenden Spiele genommen.“ Stand jetzt, so Voß, würden alle seine Jungs an Bord bleiben, wenn der Ball denn eines Tages endlich wieder rollen kann. Angedacht ist, dass der Liga-.Spielbetrieb am letzten Januar-Wochenende fortgesetzt wird – wenn Corona dem Ganzen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Statt einer Meister- und Abstiegsrunde soll die Spielzeit nun aber nach der einfachen Hinrunde beendet werden. „Wenn das so ist, kann ich mir einen ‚Außenseiter‘ auf den Titel vorstellen, der mit einer Serie eine Chance hätte. Jan-Hendrik Schmidts Jungs aus Niendorf könnte ich sowas zutrauen oder der jungen Saseler Mannschaft“, mutmaßt Voß. Ansonsten sehe er „Poppenbüttel mit Stefan Winkel, Gunnar Hitschers Alsterbrüder und Marius Nitschs junge ‚Tauben‘ (USC Paloma II) als heißeste Anwärter auf Platz eins“, wie er ganz offen verrät.

"Eine gute Grundlage für die weitere Zeit"

Sein ganz persönliches Zwischenfazit nach fünf Monaten im Amt fällt derweil wie folgt aus: „Wir freuen uns über die Zusammenstellung eines lernwilligen und menschlich einwandfreien Kaders. Wir haben damit ein Teilziel erreicht, den Kader mit jungen Spielern aufzufrischen und zugleich auch erfahrenere Spieler zu halten.“ Dieser Umstand sei „eine gute Grundlage für die weitere Zeit“, glaubt Voß, der abschließend im zweiteiligen Interview auf der „facebook“-Präsenz der Alsterdorfer erklärt: „Wir freuen uns aktuell auf und über wöchentliche Online-Teamabende zur Stärkung der Gemeinschaft.“

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