24.07.2018

Duplizität der Ereignisse

Eckball-Schleicher Zimmermann bleibt Altona IIIs Alptraum

Foto: Björn Meyer

Fast auf den Tag genau begab sich am Othmarscher Kirchenweg Bitteres für Altona 93 III, als der aufgerückte Konstantin Zimmermann seine Dritte, nämlich die des HEBC, nach einer Ecke Narwi Freys in der Verlängerung auf Zweitrundenkurs brachte. Thiemo Kieckbusch traf noch zum 1:3 und die Lila-weißen waren eine Runde weiter.

Foto: Björn Meyer

Im dritten Erstrundenduell der beiden innerhalb von vier Spielzeiten (immerhin 2015 siegte man 4:1) war es wieder Zimmermann, der – natürlich durch einen Frey-Eckball – die Entscheidung pro Lila-weiß besorgte. Dabei schien bereits einiges auf eine Verlängerung hinzudeuten. Hoch engagiert hatte der HEBC begonnen, das hohe Anlauftempo aber nicht halten können. Vielleicht wäre dies ihnen auch etwas einfacher gefallen, wenn bei Nemat Hatamzadehs Kopfball (Ecke Frey) nicht ein Stückchen zum Glück gefehlt hätte (6.).


Der nach dem Aufstieg ebenfalls als A-Klassist in der Staffel 7 aktive AFC schwamm sich indes langsam frei und näherte sich seinerseits dem gegnerischen Kasten zum Beispiel bei Moritz Nöhs knapp verzogenen Rechtsschuss aus der zweiten Eckball-Reihe (37.) an. Umso überraschender setzte Narwi Frey kurz vor der Pause mit seinem 26-Meter-Freistoß, direkt in den Winkel, das von den Altonaern moralisch aber gut verarbeitete 0:1.

Foto: Björn Meyer

So zwang eine dynamische Einzelleistung von Eigengewächs Michel Wasikowski den klärungswilligen Ben Böhn fast zum Eigentor (53.), ehe es drei Minuten später schließlich doch endlich geschah. Wieder verdiente sich mit Lukas Lorenzen ein 1998er aus dem eigenen Nachwuchs ein Fleißbienchen, indem er die Kugel im Zentrum nicht nur für sich sicherte, sondern auch clever in den Lauf des ebenso gescheit abschließenden Jonah Quast servierte – die Karten waren wieder neu gemischt! Und das spiegelte sich in zunehmender Intensität auf staubigen Grandgeläuf wider.


Spielerisch merkte man dagegen, dass die Sommer-Sonne ihren Tribut forderte. HEBC fiel es zunehmend schwieriger, sein kultiviertes Spiel über die hohen Außenverteidiger aufzuziehen, während auch die Herren im Ringel-Look ihre Mühe hatten, sich durch das lilane Dicht zu arbeiten. Als dies drei Minuten vor Ultimo durch ein Wasikowski-Zuspiel zum losmarschierten Lorenzen einmal gelang, hätte diese Kombination der jungen Kerle, die bereits in der D-Jugend zusammen beim AFC kickten, jene zum Sieg werden können, doch der sich groß machende Jan Schönwandt behauptete sich im Eins-gegen-eins und wehrte ab – nicht schlecht für einen Feldspieler, der eigentlich nur noch das süße Leben der alten Herren genießen möchte!

Foto: Björn Meyer

Was dann auf der anderen Seite folgte, war jene Duplizität der Ereignisse des Vorjahres, bei der auch Schönwandt wieder seine Finger im Spiel hatte. Der Aufforderung, zu Narwi Freys Eckstoß noch einmal vorne in den Sechzehner zu gehen, folgte Konstantin Zimmermann, sodass der aufgerückte Innenverteidiger am zweiten Pfosten tatsächlich wieder zum Siegtreffer einnetzte.


Ob dieser späte Sieg vielleicht ein gutes Omen für die Ligamannschaft im Oberliga-Eröffnungsspiel am Reinmüller ist? Eine interessante Ausgangsgeschichte für eine mögliche Revanche der West-Hamburger am 9.9. im Rahmen der Kreisklasse 7 ist es aber auf jeden Fall.

Björn Meyer

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