Bezirksliga Ost

Der nächste ETSV-Zugang: Alles „klaro“ mit „Schiro“

25. Juni 2020, 07:00 Uhr

Alessandro Schirosi schnürt seine Fußballschuhe künftig für den ETSV Hamburg. Foto: Bode

Sechs Zugänge und seinen neuen Manager Jassi Huremovic hatte der ETSV Hamburg bis jetzt offiziell vermeldet, nun folgt den sieben Streichen direkt der nächste: Alessandro Schirosi schließt sich dem Ost-Bezirksligisten an. Wie uns sowohl „Schiro“ selbst als auch Hurrmovic bestätigen, ist der Transfer des Offensivspielers vom Hamm United FC an den Mittleren Landweg in trockenen Tüchern. Nach Jan Landau, Torsten Hartung, Raffael Kamalow, Marcel Schwarck und Manager Huremovic ist Schirosi damit der Nächste, der den Hammer Park in Richtung der „Eisenbahner“ verlässt.

Schon Anfang April hatte Schirosi im Gespräch mit uns exklusiv mitgeteilt, dass er den HUFC verlassen werde. „Es gibt sicherlich bessere Momente als in der ganzen Corona-Krise bekanntzugeben, dass man den Verein wechselt. Aber den richtigen Zeitpunkt, um Tschüss zu sagen, gibt es eigentlich nie“, sagte der 28-Jährige damals und fügte hinzu: „Ich habe unserem Trainer Sidnei Marschall schon vor mehr als einem Monat gesagt, dass es sein könnte, dass ich wechseln werde – auch wenn er mich gerne behalten würde.“

„Er ist ein Wunschspieler, den ich gerne weiter an meiner Seite haben wollte“

Schirosi und Manager Jassi Hurmovic setzen die Zusammenarbeit aus HUFC-Zeiten nun am Mittleren Landweg fort. Foto: Bode

Im sei, so „Schiro“ seinerzeit bei der Frage nach den Gründen für seinen Abgang „im Großen und Ganzen der Spaß abhanden gekommen. Ich habe noch nie ein Team erlebt, mit dem ich außerhalb des Platzes so viel Spaß hatte, aber auf dem Platz macht es mir wenig Spaß. „Ich habe sieben Jahre lang alles mitgetragen, habe viel auch vom Vorstand weggehalten, was die Kritik einzelner Spieler an manchen Dingen und Situationen angeht – aber irgendwann hat man einfach auch keine Kraft mehr, die alle mitzuziehen, wenn einige Jungs nicht zuhören.“ Was die Wahl seines neuen Clubs angehe, so konstatierte Schirosi schon an jenem 1. April, „sei er für alles offen – allerdings muss es nicht unbedingt die Kreisklasse oder die Kreisliga sein. Aber wenn zum Beispiel ein Bezirksligist kommt, der eine Idee beziehungsweise eine klare Zielsetzung hat und ein cooles Projekt ist – warum nicht!?“ Für ihn sei, so der 28-Jährige, „wichtig, dass das Umfeld stimmt. Ich muss mich wohlfühlen.“

„Jörn und ich haben immer gesagt: ‚Schiro‘ ist wie unser gemeinsamer Sohn...“

Mit dem Wechsel in die Bezirksliga kehrt Schirosi (li.) United nach sieben Jahren den Rücken. Foto: Bode

Nun kam tatsächlich dieser Bezirksligist, der ein „cooles Projekt“ anstrebt, in Person von Jassi Huremovic auf „Schiro“ zu. Die Zielrichtung am Mittleren Landweg ist, auch wenn keiner offiziell das Wort Aufstieg in den Mund nimmt, und Neu-Manager Huremovic nur davon spricht, erfolgreichen Fußball bieten zu wollen und Spaß haben zu wollen, klar: Bei den namhaften Neuzugängen, die sich bislang für den ETSV entschieden haben, wird man nicht umhin kommen, ein Kandidat für den Titel zu sein. „Ich kenne ‚Schiro‘ aus unserer gemeinsamen Zeit in Hamm ja gut geung. Über die Qualitäten, die er besitzt, muss man nicht viele Worte verlieren – da weiß jeder drüber Bescheid. Er war für uns ein Wunschspieler, den ich auf jeden Fall gerne weiter an meiner Seite haben wollte“, sagt Jassi Huremovic und beschreibt abschließend sein Verhältnis zu Schirosi mit ganz besonderen Worten: „Wir haben bei Hamm United immer gesagt: Unser Präsident Jörn Heinemann hat drei Kinder, ich eines – und ‚Schiro‘ ist so etwas wie unser gemeinsamer Sohn...“ 

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