31.10.2018

Der „Maximiser“ wieder am Maximum: „Es wurde mal wieder Zeit, dass wir zeigen, wer wir sind!“

Dassendorf pirscht sich nach Sieg in Sasel wieder heran

Maximilian Dittrich (Mi.) - hier gegen Timo Adomat - war von den Saselern kaum zu halten. Foto: KBS-Picture.de

Amando Aust hatte gut lachen. Der Kapitän der TuS Dassendorf warf sich nach dem Schlusspfiff (alle Highlights im LIVE-Ticker) auf das Grün am Parkweg und witzelte in Richtung von Marcel von Walsleben-Schied: „Der lag doch schon so auf dem Boden.“ Worauf Aust damit ansprach? 60 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit eilte der eingewechselte Torjäger der TuS allein auf das Saseler Tor zu und hatte die Großchance, mit dem 2:0 für sein Team den Sieg im Spitzenspiel zu besiegeln. Doch von Walsleben-Schied konnte das Runde nicht im Eckigen unterbringen – obwohl Hausherren-Keeper Todd Tuffour bereits auf dem Hosenboden saß. Dass sich das am Ende nicht mehr rächen sollte, lag jedoch auch am Dassendorfer Ex-Profi…

Edin Tanovic (li.) hatte mit Mattia Maggio große Mühe. Foto: KBS-Picture.de

Auch wenn Marcel von Walsleben-Schied in den Schlussminuten mit zwei Toren (90., 90. +4) entscheidenden Anteil am Triumph seiner Elf hatte, avancierte ein anderer Akteur der TuS Dassendorf zum überragenden Mann auf dem Platz: Maximilian Dittrich. Nachdem die Beziehung zwischen dem „Fügelflitzer“ und den „Wendelweglern“ zuletzt arg kriselte, sogar schon Gerüchte über Abschiedsgedanken Dittrichs die Runde machten, zog der 22-Jährige am Parkweg so richtig auf. Erst bereitete er den frühen Führungstreffer von Mattio Maggio mit einer perfekt getimten Flanke, die der einstige HSVer ins Glück köpfte, mustergültig vor (6.). Dann leitete seine Hereingabe für Maggio, der wiederum von Walsleben-Schied bediente, die Vorentscheidung zum 2:0 ein (90.). Und zu guter Letzt servierte Dittrich seinem eingewechselten und nimmermüden „Goalgetter“ das 3:0 auf dem Silbertablett. „Die Aussprache mit dem Trainer tat ganz gut und hat Selbstvertrauen gegeben“, verriet der wieder erstarkte „Maximiser“ im Anschluss – und präzisierte: „Der Trainer mich letzten Freitag zur Seite genommen. Da sind wir nochmal auf die ganzen Probleme und die Situation eingegangen. Er hat mir genau erklärt, wo ich zu stehen habe, wo nicht – und was meine Laufwege sind. Da haben wir alles aus der Welt geschafft.“ Nun sei „wieder alles super“, meinte Dittrich.

„Wir hatten noch etwas gutzumachen“

So schnell kann das im Fußball gehen. Auch sein Trainer Elard Ostermann war angetan vom „neuen“ Maxi Dittrich. „Er hat heute eine herausragende Leistung gezeigt!“ Apropos Ostermann: „Der Trainer hat uns vor dem Spiel richtig heiß gemacht. Außerdem hatten wir noch etwas gutzumachen, denn das letzte Spiel gegen Sasel war schon gut eklig“, blickte der „Tor-Butler“ auf das letzte Aufeinandertreffen, das Sasel am Wendelweg mit 2:1 gewann, zurück. Auch in der Vorsaison feierten die Zankl-Zocker einen 2:1-Erfolg gegen den „Abo-Meister“, was damals gleichzeitig die erste Pleite des späteren Double-Siegers war. Dittrich: „Es wurde mal Zeit, dass wir wieder zeigen, wer wir sind!“ Das taten er und seine Teamkollegen von der ersten Minute an. Sasel wirkte phasenweise beeindruckt von der Wucht, dem Feuer und der körperlichen Präsenz der Gäste. Im gesamten Spielverlauf kamen die „Parkwegler“ eigentlich nur zu einer echten Chance durch Stefan Winkel, dessen Schlenzer knapp am linken Eck vorbei segelte (44.).

„Wir wollen und gehören an die Spitze“

Marcel von Walsleben-Schied (Mi.) machte in der Schlussphase, als Sasel alles nach vorne warf, den Sack zu. Foto: KBS-Picture.de

„Das war eine super Teamleistung. Wichtige drei Punkte“, jubelte Dittrich, der sich noch genau an sein letztes Spiel, indem er an drei Treffern beteiligt war, erinnern konnte: „Letztes Jahr gegen Rugenbergen, als ich selbst drei Tore gemacht habe.“ Durch den Sieg gegen den Tabellenzweiten haben sich die „Ostermänner“ bis auf zwei Zähler an den TSV herangeschoben. Kommt der Serienmeister nun ins Rollen? „In den letzten Wochen fehlte teilweise auch das Quäntchen Glück. Aber gerade heute kamen wir viel über Motivation und Wille, haben uns gegenseitig gepusht und waren positiv auf dem Platz. Man hat gemerkt, dass wir als Einheit aufgetreten sind. Das sind auch die Prozente, die vielleicht in den letzten Wochen gefehlt haben“, mutmaßte Dittrich, der abschließend eine kleine Kampfansage losließ: „Das war ein wichtiger Schritt. Denn wir wollen und gehören auch an die Spitze!“

Wie beide Trainer das „Spitzenspiel“ erlebt und gesehen haben, seht Ihr im Video

Autor: Dennis Kormanjos

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