01.02.2019

„Dasse“: Carolus kommt – Kruk und „Schiedi“ unterstützen „JPR“ ab Sommer

Petersen und Ahrens gehen nach der Saison – Youngster Garbers ab Juli bei der TuS

Kerim Carolus trägt ab sofort das Dassendorf-Trikot und spielt bei der TuS mit Bruder Rinik zusammen. Foto: KBS-Picture.de

Die TuS Dassendorf hat die Winterpause vortrefflich genutzt. Nachdem bereits seit einiger Zeit feststand, dass mit Jeremy Karikari (beruflich nach Osnabrück) und Danijel Suntic, der zum VfL Lohbrügge wechselt, zwei Spieler den Verein per sofort verlassen und mit Tarec Blohm, den der FC Voran Ohe gestern als Abgang Richtung „Dasse“ vermeldet hatte, ein Spieler sofort neu dazu kommt, haben die „Macher“ am Wendelweg gleich eine ganze Stange an Personalien geklärt, wie Sportchef Jan Schönteich und Ligamanager Alexander Knull bekanntgeben können. Demnach gibt’s einen weiteren Winter-Neuzugang, mehrere Vertragsverlängerungen, einen weiteren Neuen ab dem Sommer – und auch die Besetzung des Trainerteams neben dem künftigen Coach Jean-Pierre Richter ist geklärt.

Beginnen wir mit den Personalien abseits des Spielfeldes: „Unser gesamtes Funktionsteam (Management, Zeugwarte, Physios, Arzt, Betreuung) bleibt uns mindestens ein weiteres Jahr erhalten“, teilen Schönteich und Knull mit – doch es gibt Einschränkungen. Denn: „Selbiges gilt nicht für unser erfolgreiches Trainerteam: Uns verlassen im Juni neben Cheftrainer Elard Ostermann auch seine beiden Mitstreiter Mirko Petersen (Co-Trainer, Anm. d. Red.) und Sandro Ahrens (Torwart-Trainer, Anm. d. Red.).“ Stattdessen werden ab Juli 2019 neben „Jonny“ Richter neue Assistenten Platz nehmen: „Wir begrüßen seinen langjährigem Vertrauten Benni Kruk. Er wird sich zuvorderst um die beiden Keeper kümmern, aber auch Aufgaben im Mannschaftstraining übernehmen. Neben Fitnesscoach Jogi Ohle wird zudem der weiterhin spielende Marcel von Walsleben-Schied in den Trainerstab eingebunden und Aufgaben übertragen bekommen“, berichtet das Duo Schönteich/Knull.

Diverse Spieler haben ihre Verträge verlängert

Marcel von Walsleben-Schied bleibt als Spieler, übernimmt ab dem Sommer aber auch Aufgaben im Trainerteam. Foto: Bode

„Nachdem ich mich bereits im Winter entschieden hatte meinen Vertrag bei Victoria nicht zu verlängern, wurde mir schnell klar, dass ich die erfolgreiche Arbeit mit Jonny gerne in Dassendorf fortsetzen wollen würde. Neben Jonny haben mich dann vor allem die Gespräche mit Jan in den letzten Wochen völlig vom Dassendorf-Konzept überzeugt. Ich hoffe auf viele gemeinsame Titel und vor allem auf viele Barkassenfahrten, um diese gebührend zu feiern“, erklärt uns Kruk seinen Wechsel an den Wendelweg ab dem Sommer. 


„Dass Benni zur TuS kommt, ist für mich eine wichtige Personalie. Er wird eine wichtige Rolle als mein Vertrauter einnehmen. Wir haben früher ja schon zusammen gespielt (in der Jugend beim SC Vier- und Marschlande, Anm. d. Red.) und uns in den letzten eineinhalb Jahren als Trainerteam nochmal neu gefunden. Ich bin sehr erfreut und heiß darauf, mit ihm an meiner Seite und der Mannschaft die Erfolgsgeschichte der TuS Dassendorf weiterführen. Benni ergänzt mich gut“, sagt Richter selbst über seinen Ex- und Bald-Wieder-Assistenten. Damit weiter zu den Vertragsverlängerungen für die kommende Serie: Neben von Walsleben-Schied haben auch Sven Möller, Henrik Dettmann, Samuel Louca, Marcel Lenz, Muizz Saqib und Samuel Louca ihre Zusage gegeben, weiter am Wendelweg zu kicken.

Karikari-Lücke sofort gestopft – Ein Talent ab Sommer am Wendelweg

Benjamin Kruk wird – wie schon beim SC Victoria – ab Sommer Assistent des künftigen TuS-Trainers Jean-Pierre Richter. Foto: Bode

„Neben dem bereits vermeldeten Neuzugang Len Aike Strömer wird mit Jesper Garbers vom ETSV Hamburg ein Top-Talent zu uns stoßen. Wir freuen uns sehr auf einen charakterlich einwandfreien und hoch veranlagten Mittelfeldspieler, der seinen Weg nach unserer Einschätzung auch in der Oberliga gehen wird“, teilen Schönteich und Knull mit, dass es der TuS gelungen ist, einen zweiten Sommer-Zugang fix zu machen, und ergänzen: „Ziel aller winterlichen Personalplanungen war es möglichst viele Entscheidungen bis zum Punktspielstart zu treffen, um ein Höchstmaß an Ruhe und Fokussierung auf die anstehenden Aufgaben in beiden Wettbewerben zu gewährleisten. Dies scheint uns bestmöglich gelungen.“

Das ist nicht von der Hand zu weisen, denn auch die durch den Karikari-Abgang entstandene Lücke in der Abwehr haben die Dassendorfer gestopft – und das mit sofortiger Wirkung: Nach Tarec Blohm („Er geht nach überaus fairem Miteinander mit dem FC Voran Ohe seinen nächsten Schritt“) wechselt in diesem Winter auch Kerim Carolus, der Bruder von „Dasse“-Akteur Rinik Carolus, an den Wendelweg. Der 24-Jährige „stößt nach vielen Jahren im U23-Nachwuchs des HSV und des FC St. Pauli und einem zuletzt halbjährigen USA-Aufenthalt zu uns“, so Knull und Schönteich, die mit Blick auf Blohm und Carolus feststellen: „Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass die beiden sich für uns entschieden haben.“

Carolus: „Die Rahmenbedingunen sind einfach ideal“

Künftig Teamkollegen: Kerim (li.) und Rinik Carolus. Foto: Knull

Carolus, der auch anderweitige und höherklassige Anfragen hatte, lässt uns auf Nachfrage wissen: „Es stimmt, dass es noch einige andere Alternativen gab - natürlich auch höherklassig. Letztlich musste für mich aber das Gesamtpaket stimmen.“ Das war in Dassendorf der Fall. „Ich war aufgrund meines Studiums ein halbes Jahr in Los Angeles und bin erst vor drei Wochen zurückgekommen. Mir war es insbesondere wichtig, den Fußball ungestört neben meinem Studium zu haben, da ich im Sommer meinen Abschluss machen werde und dieses halbe Jahr für mich Priorität hat.“ Und weiter: „Dassendorf ist relativ dicht an meinem Zuhause, mein Bruder spielt dort schon länger und ich habe einen super Draht zu Jan Schönteich, verstehe mich dort aber generell mit allen sehr gut. Die Mannschaft hat eine große Qualität, ich komme mit guten Leistungen auf meine Spielzeit und kann mein Studium im Sommer beenden.“ Im letzten halben Jahr habe der regionalligaerprobte Carolus „keinen Wettkampf“ gehabt, „ich habe mich hauptsächlich nur durch Trainingseinheiten fit gehalten und brauche die Spiele, um im Sommer wieder bei 100 Prozent zu sein“, erzählt er uns. „Die Rahmenbedingungen sind einfach ideal für mich und deshalb ist es die sinnvollste Entscheidung gewesen.“ Laut Schönteich sucht die TuS jetzt für die kommende Serie noch „einen Spieler für die Außenbahn, einen zweiten Torhüter und einen Innenverteidiger.“

Jan Knötzsch/Dennis Kormanjos

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