Landesliga Hansa

Das nächste dicke Düneberg-Ding: „Dasse“ verleiht Warmbier – „Das ist eine Win-win-win-Situation“

31. Juli 2020, 18:10 Uhr

Joe Warmbier wird in der kommenden Saison das Trikot des Düneberger SV tragen. Foto: Bode

Der Ex-Dassendorfer Pascal Nägele war der erste große Wurf. Sandro Schraub vom SV Altengamme, dessen Transfer der Düneberger SV in dieser Woche bestätigte und der am gestrigen Donnerstagabend (30. Juli) seine erste Einheit mit den neuen Mannschaftskollegen absolvierte, war der zweite spektakuläre Transfer des Hansa-Landesligisten. Und weil aller guten Dinge bekanntlich drei sind, kommt der DSV diesem Motto nun nach und landet den nächsten Coup auf dem Transfermarkt: Von der TuS Dassendorf wechselt Joe Warmbier an den Silberberg. Der Abwehrspieler wird vom Oberligisten an den DSV ausgeliehen. Dies bestätigt uns „Dasse“-Sportchef Jan Schönteich. 

„Wir haben heute Nachmittag zusammengesessen und alles geklärt. Das Ganze lief sehr freundschaftlich ab. Wir hatten viel Spaß bei den Gesprächen“, berichtet Schönteich und präzisiert: „Wir leihen Joe an Düneberg aus. Das ist sowohl für uns, als auch für den Spieler und den DSV eine Win-Win-Win-Situation.“ Was der Sportchef der Dassendorfer meint, ist klar: Warmbier, der in der Vergangenheit nach einer Kreuzbandverletzung zunächst ausfiel, sich dann aber wieder herankämpfte, benötigt Spielpraxis. Die soll er nun beim DSV und Coach Dennis Tornieporth bekommen.

„Uns ist wichtig, dass Joe dauerhaft Spielpraxis erhält – und das wird in Düneberg passieren“

Dassendorfs Sportlicher Leiter Jan Schönteich lobt Warmbier – und hat mit der TuS die Option, den 28-Jährigen halbjährlich zurückzuholen. Foto: Bode

„Uns ist wichtig, dass Joe dauerhaft Spielpraxis erhält – und das wird in Düneberg passieren. Wir selbst sind hinten sehr gut besetzt“, konstatiert Schönteich, dass Warmbier bei der TuS wegen der größeren Konkurrenz künftig nicht derartig unverzichtbar „gesetzt“ wäre, wie er es beim Hansa-Landesligisten vom Silberberg in dessen Defensive wohl sein wird. „Joe ist unser dienstältester Spieler – das sagt eigentlich schon alles über die Wertschätzung, die er bei uns genießt. Er hat auch schon bei uns gespielt, als ich noch Trainer war. Solche Jungs haben bei mir noch mal einen kleinen Stein mehr im Brett. Deswegen fasst mich das Ganze emotional schon ein Stück weit an. Er hat im Dassendorf-Trikot viele Jahre lang herausragende Leistungen gezeigt. Zuletzt kam ihm dann leider seine lange Verletzungspause dazwischen“, so Schönteich.  


Was also lag näher, als dem 28-Jährigen die Chance zu geben, an anderer Stelle wieder an alte Leistungen anknüpfen zu können, wenn alles ideal läuft. Und ganz weg vom Wendelweg ist Warmbier ja nicht: „Da er noch zwei Jahre Vertrag bei uns hat, haben wir uns darauf verständigt, dass wir Joe halbjährlich zurückholen können“, sagt Schönteich und teilt uns aus seiner Sicht abschließend mit: „Der ganze Transfer beruht auf sehr viel Vertrauen zwischen den beiden beteiligten Vereinen.“ Und genau dieses Vertrauen hat auch Dennis Tornieporth in seinen neuen Defensivmann, der schon am Sonntag im Testspiel gegen den SC Schwarzenbek (Anstoß: 11 Uhr in Tespe) ebenso wie Schraub seine Premiere im DSV-Trikot feiern könnte. Pascal Nägele wird in diesem Spiel urlaubsbedingt fehlen. 

„ Alles unterhalb der Plätze sechs oder sieben wäre zu wenig: Wir wollen unter die Top Sechs“

Applaus, Applaus: Dünebergs Coach Dennis Tornieporth freut sich über den dritten Düneberger Top-Transfer in diesem Sommer. Foto: Bode

„Ich habe Joe damals ja 2012 selbst mit nach Dassendorf geholt, als wir einen Spieler für die Abwehr brauchten. Er hat dann zweieinhalb Jahre auf der Position hinter mir gespielt und mir den Rücken freigehalten, so dass ich nach vorne spielerisch glänzen konnte. Er hat alles abgeräumt, was da kam. In dieser gemeinsamen Zeit habe ich ihn schätzen- und seine Spielweise lieben gelernt. Dass er zu uns kommt, ist wirklich eine Win-win-win-Situation“, sagt „Tornie“ über seinen dritten „Kracher“-Neuzugang und bestätigt das, was Schönteich sagt: „Dassendorf kann Joe in jeder Transferphase zurück holen, sobald dort im Kader Bedarf besteht.“ 


Dass Warmbier nun eben aber erstmal zum DSV-Kader gehört „kann man von den Gefühlen her eigentlich gar nicht in Worte fassen“, gibt Tornieporth zu Protokoll, „wir sind über den Wechsel sehr glücklich – das kann sich jeder vorstellen. Das ist für die Landesliga ein unfassbarer Transfer. Joe ist ein richtig guter Spieler.“ Ein solches Kaliber, dass der DSV in der Tabelle künftig weiter nach oben blickt? Ja! Denn: „Mit den drei Verpflichtungen von Pascal, Sandro und Joe sowie dem Material an Spielern, das aus dem Kader der vergangenen Saison bei uns geblieben ist, muss man einfach in andere Gefilde schauen. Alles unterhalb der Plätze sechs oder sieben wäre zu wenig für uns. Wir wollen unter die Top Sechs. Das ist mein Anspruch. Aber das ist auch der Anspruch der Spieler an sich selbst “, stellt Tornieporth unmissverständlich klar 

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