11.05.2019

Das Lang(t) nicht: Hamm geht die Puste aus

„Angeknockte“ Oher lassen Bramfeld und Lohbrügge jubeln

Das 2:1 für Ohe! Langs linke Klebe lässt die „Amselstiegler“ jubeln. Foto: timelash.de

Angeschlagener als angeschlagen kam der FC Voran Ohe daher – und doch reichte es für die „Amselstiegler“ mit dem allerletzten Aufgebot und ohne vernünftige Trainingseinheit zum Auswärtscoup im Hammer Park. Damit hat der Bramfelder SV am kommenden Sonntag die Chance, an der Teekoppel beim SV Bergstedt mit einem Sieg die Meisterschaft in der Landesliga Hansa unter Dach und Fach zu bringen und den Aufstieg in die Oberliga zu feiern.

Acht Mann beim Training, das kurzerhand in ein trinkfestes Trainingslager umgewandelt wird. Zwölf Akteure zum Spiel „zusammengekratzt“ – der 13. einsatzfähige Oher war Ersatz-Keeper Paul Malik, der als Feldspieler geführt wurde. Und dann geriet der Hansa-Vierte beim Tabellenzweiten Hamm United auch noch unmittelbar vor der Pause durch Lucas Kauth in Rückstand (42.). Wer nun allerdings davon ausging, dass es für die Mannen von Chefcoach Rainer Seibert dahingehen würde, der wurde im zweiten Abschnitt schnell eines Besseren belehrt. Nicht zuletzt dank Ohes Außenverteidiger Phillip Lang, der zunächst einen Querpass von Marco Braesen im United-Gehäuse unterbrachte (60.), um keine zehn Zeigerumdrehungen darauf die abermalige Konfusion in der Hintermannschaft der Hausherren zu bestrafen, als er mit seinem starken linken Fuß einen von Robin Woost hineingetretenen Eckball, der irgendwie durchrutschte, an Samuel Graudenz vorbei zum 2:1 in die Maschen zu jagen (70.).

Dass es bis zum Schluss bei jenem Ergebnis blieb, lag einerseits an FCVO-Fänger Michel Thomä, andererseits an der Unfähigkeit der „Geächteten“ vor dem Kasten des 30-Jährigen. Und somit hat nicht nur Bramfeld am Sonntag die große Gelegenheit, den Titel-Thron zu besteigen, sondern auch der VfL Lohbrügge bereits am Samstag die Chance, mit einem Sieg gegen den SVNA an Hamm United vorbei auf den zweiten Tabellenplatz zu springen. Es scheint so, als würde dem Marschall-Ensemble auf der Zielgeraden die Puste ausgehen…

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