LOTTO-Pokal

Corona: Positiver Test kippt Pokal-Kick

18. September 2020, 13:49 Uhr

Das LOTTO-Pokalspiel zwischen dem SC Egenbüttel und Inter Eidelstedt wurde wegen eines positiven Corona-Tests beim Gastverein abgesagt. Foto: Bode

Ursprünglich war die Partie eine der Begegnungen in der Ersten Runde des LOTTO-Pokals, die am heutigen Freitagbend (18. September) die Rückkehr in den Pflichtspielbetrieb im Hamburger Fußball-Verband (HFV) mit einläuten sollte. Seit dem Morgen jedoch steht fest: Das Spiel zwischen dem SC Egenbüttel und Inter Eidelstedt, das heute um 19.30 Uhr am Moorweg hätte angepfiffen werden sollen, findet nicht statt – zumindest vorerst nicht. Weil es beim Hammonia-Landesligisten aus Eidelstedt einen positiven Corona-Test gegeben hat, wurde das Match abgesagt. Das Spiel soll nun am 29. September 2020 nachgeholt werden.

Noch am Abend vorm Spieltag hatte man sich bei Inter auf den Pflichtspielauftakt gefreut und dies entsprechend auf der Facebook-Seite des Vereins auch verkündet. Am Freitagmorgen kam dann der Schritt zurück: Das Spiel kann nicht stattfinden. „Wir hatten am vergangenen Wochenende nach unserem Testspiel gegen den FC Alsterbrüder, in dem wir richtig auf die Mütze bekommen haben (Inter verlor beim Nord-Bezirksligisten mit 2:10, Anm. d. Red.), zwei Spieler, die über Krankheitssymptome geklagt haben. Die beiden Spieler sind dann auf Corona getestet worden, bei einem der beiden war der Test positiv“, erzählt uns Hasan Yaylaoglu, neben Ünal Ünüvar gleichberechtigter Trainer des Hammonia-Landesligisten.

Yaylaoglu: „Wir haben die Meldung gestern bekommen“

Hasan Yaylaoglu, neben Ünal Ünüvar, Trainer beim Hammonia-Landesligisten, bezieht im Gespräch mit uns Stellung. Foto: Inter

„Wir haben die Meldung über den positiven Test gestern bekommen“, berichtet Yaylaoglu weiter und sagt: „Im ersten Moment weißt du gar nicht wirklich, was Sache ist. Jeder hat da erstmal mit sich selbst zu kämpfen. Ich habe als erstes meinem Arbeitgeber Bescheid gesagt. Ich arbeite in der Altenpflege, habe zwar keinen Kontakt zu den Pflegebedürtigen selbst, aber eben zu Mitarbeitern, die wiederum Kontakt zu denen haben.“ Er selbst befinde sich jetzt, so der Coach, „in freiwilliger Quarantäne.“ In diesem Punkt, berichtet uns der Inter-Trainer, sei derzeit jeder für sich selbst verantwortlich. Der Mannschaft jedenfalls wurde, so Yaylaoglu, nicht komplett eine Quarantäne auferlegt.

Auch Testspiel gegen Niendors A-Jugend abgesagt

„Uns ist gesagt worden, dass jeder für sich entscheiden sollte, ob er sich freiwillig in Quarantäne begibt oder nicht. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktdaten – da geht es aber in erster Linie um Personen, die mit dem Betroffenen mehr als 15 Minuten Kontakt in geschlossenen Räumen hatten. Also die Jungs, mit denen er zum Spiel gefahren ist, zum Beispiel. Wir halten uns an das, was uns das Gesundheitsamt sagt“, teilt uns Yaylaoglu mit. Wie der Sportlich Leiter Serkan Ariduru mitteilt, handele es sich dabei um drei Kicker, die sich sowohl in Quarantäne begeben haben sollen, als auch testen lassen müssen. Das für Sonntagvormittag bei der A-Jugend des Niendorfer TSV geplante Testspiel wurde, erzählt uns der Übungsleiter des Hammonia-Landesligisten, ebenfalls abgesagt. „Das Risiko ist einfach zu groß“, konstatiert der 39-Jährige, der uns zudem verrät: „Wir haben uns natürlich gleich, nachdem wir die Meldung des positiven Tests hatten, an den HFV gewendet. Der hat dann erstmal nicht reagiert, doch am heutigen Freitagmorgen wurde das Pokalspiel dann eben abgesagt.“ Der Punktspielstart am kommenden Wochenende sei aber nicht gefährdet, habe die Gesundheitsbehörde dem Landesligisten mitgeteilt, so Ariduru.

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