Landesliga Hansa

Condor siegt: Komplettausfälle auf der einen, der Facklam-Faktor auf der anderen Seite

02. Dezember 2019, 11:56 Uhr

Erzielte zwei der drei Condor-Treffer gegen Türkiye: Dennis Facklam. Foto: Knötzsch

Seweryn Malyk fand nach dem Spiel des FC Türkiye beim SC Condor klare Worte. Die erste Halbzeit der Gäste bezeichnete der Manager des FCT als „harmlos. Erst nach dem Wechsel haben wir besser ins Spiel gefunden.“ Zu diesem Zeitpunkt lag die Mannschaft von Trainer Jörn Großkopf am Berner Heerweg allerdings bereits mit 0:1 im Hintertreffen. „Und kaum erzielen wir den Ausgleich, dann klingelt es 30 Sekunden später wieder in unserem Gehäuse“, erklärte Malyk nach der Begegnung, an deren Ende ein „verdienter Sieg für Condor“ stand.

Türkiyes Manager Seweryn Malyk konnte nur mit dem Einsatz des Teams, nicht aber mit der sportlichen Klasse und der fußballerischen Leistung zufrieden sein. Foto: Bode

Der hatte vor allem einen Faktor: Dennis Facklam. Der Offensivmann der „Raubvögel“ traf nach 25 Minuten zunächst zum 1:0, als Terje Scheffel aus dem Zentrum die Kugel blind nach links durchsteckte. „Ich habe den Ball dann links am Strafraum-Eck per Direktabnahme in den langen Knick gehauen. Mit der verdienten Führung sind wir in die Pause Pause gegangen. Wir hatten gut ins Spiel gefunden und eine ganz gute Kontrolle“, umschrieb Facklam nach dem Spiel seinen ersten Treffer und ließ zugleich auch die erste Halbzeit Revue passieren. Was folgte war nach 60 Minuten der Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Francis Gyimah – und anschließend dann ein glückliches Händchen von Ralph Kainzberger. Nach 62 Minuten brachte der Condor-Coach Kayahan Demirtag anstelle von Tomas Xhelili in die Partie.

Und Demirtag zahlte das Vertrauen noch in der gleichen Minute mit dem 2:1-Führungstreffer zurück: Seine Hereingabe rutschte rechts am langen Pfosten ins Tor. Weitere sieben Zeigerumdrehungen später profitierte der SCC dann erneut vom Facklam-Faktor. Wieder fungierte Scheffel als Vorlagengeber, diesmal köpfte Facklam ein – 3:1! Die Messe war gelesen. „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Türkiye ist da etwas griffiger geworden und hat es uns schwerer gemacht. Der Kopfball zum 1:1 nach einer Flanke war der gefühlt erste Ball von Türkiye aufs Tor. Danach haben wir weiter gepresst und den Gegner zu Fehlern gezwungen. Nach dem 3:1 haben wir das Spiel verwaltet“, bilanzierte Doppeltorschütze Facklam, während Türkiye-Manager Malyk abschließend konstatierte: „Bei uns stimmte zumindest der Einsatz. Aber individuelle Fehler und Komplettausfälle haben einen Punktgewinn nicht zugelassen.“

Jan Knötzsch 

Kommentieren