Corona-Lockdown

Byernetzki: „Ziel und Wunsch, Anfang August wieder zu beginnen“

06. April 2021, 13:46 Uhr

Im Amateurtalk "Kalles Halbzeit im VERLIES" äußerte sich HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki zur Zukunft des Hamburger Amateurfußballs. Foto: Bode

Über ein Jahr schon habe man nun mit Corona zu kämpfen. Zwei Spielzeiten wurden im Hamburger Amateurfußball bereits abgebrochen – zuletzt vor gut einem Monat, als der außerordentliche Verbandstag des Hamburger Fußball-Verbandes nach einem überwältigenden Votum der Clubs keine andere Entscheidung mehr zuließ. „Die Vereine haben sehr deutlich artikuliert, dass man eine Perspektive haben wollte und lieber schnell abbricht, als es immer weiter und weiter hinauszuzögern“, blickte HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki bei „Kalles Halbzeit im VERLIES“ noch einmal auf den „leider“ unumgänglichen Abbruch der Saison 2020/21 zurück.

Doch wie geht es nun weiter? „Das steht alles noch in den Sternen“, ist man auch beim HFV machtlos gegen die höhere Gewalt. Bis zum (mindestens) 18. April befindet man sich weiter im Lockdown. „Bis dahin geht gar nichts. Und was dann kommt, wissen wir alle nicht“, muss sich auch Byernetzki im Rätselraten üben. „Die Zahlen sind nicht gut und lassen erahnen, dass sich das noch in den Mai zieht“, geht man fast von einer Verlängerung der Corona-Beschränkungen aus.

Pokal-Fortsetzung? "Steht alles in den Sternen"

Bisher war es das Ziel des Verbandes, den Pokal-Wettbewerb der Saison 2020/21 auf sportlichem Wege zu beenden, um einen Hamburger Teilnehmer für die erste DFB-Pokalrunde zu ermitteln. Doch auch beim HFV weiß man: „Da wären noch sieben Runden zu spielen, ehe wir das Finale erreichen. Das steht im Moment noch in den Sternen, ob wir das überhaupt schaffen.“ Aktuell laufen noch Gespräche, ob der 29. Mai tatsächlich der letzte Termin für den „Finaltag der Amateure“ sei. Fakt ist jedenfalls, dass bei der Vereins-Abfrage, wer an einer Fortführung des LOTTO-Pokals teilnehmen würde, die überwältigende Mehrheit dabei wäre. „Es haben einige, wenige Vereine gesagt, dass sie nicht spielen wollen. Aber das sind so wenige, dass es im Grunde genommen keine große Rolle spielt“, berichtet Byernetzki im Amateurtalk „Kalles Halbzeit im VERLIES“.

"Habe die Hoffnung, in diesem Jahr wieder regulär spielen zu können"

Im Laufe des Monats werden die spielleitenden Ausschüsse des HFV die nächsten Videokonferenzen mit den Vereinen abhalten, um in Bezug auf den geregelten Spielbetrieb „alternative Pläne zu erarbeiten, weil im Moment keiner weiß, wann wir Corona-mäßig überhaupt wieder anfangen können“, so Byernetzki, der vorsichtig die Prognose wagt: „Der generelle Plan ist, dass man versucht, Anfang August wieder zu beginnen. Das sind Ziel und Wunsch. Aber im Moment ist noch so viel offen und mit einem Fragezeichen versehen. Deshalb müssen wir mit den Vereinen sprechen, um Modelle zu entwickeln, damit man eine Saison zu Ende gespielt bekommt.“

Doch wie groß sind Hoffnung und Zuversicht beim HFV und bei Byernetzki persönlich – angesichts der aktuellen Corona-Zahlen –, dass in diesem Jahr überhaupt nochmal (normal) auf Pflichtspielebene gekickt werden kann? „Unter der Prämisse, dass die Gesundheit über allem steht – und das ist das wichtigste – und der Hoffnung, dass die Menschen so vernünftig sind, sich an die Regeln zu halten, habe ich schon die Hoffnung, dass wir auch durch Impfungen und Tests, in diesem Jahr wieder anfangen und auch regulär spielen können.“

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