Landesliga Hansa

Bogunovic macht den Unterschied: „Wir waren nicht so weit, V/W gefährlich werden zu können“

02. Dezember 2019, 17:24 Uhr

Alexander Bogunovic erzielte im Spiel gegen Altenwerder den einzigen Billstedter Treffer. Foto: Bode

Er hielt mit seiner Gefühlslage nicht lange hinterm Berg. „Man hört das ja schon am Klang meiner Stimme: Ich bin enttäuscht“, sagte Daniel Rossa nach dem Spiel des FTSV Altenwerder beim SC V/W Billstedt. „Es ist jede Woche das selbe: immer diese knappen Ergebnisse. Wir kriegen den Bock nicht umgestoßen – und das ist sehr frustrierend. Da verliere ich lieber wieder ein Mal deutlich, um dann mal was Zählbares mitzunehmen. Die Luft im Abstiegskampf wird nicht nur dünner. Ich weiß gar nicht, wie ich das inzwischen noch betiteln soll. Wir sind weit weg davon, aufzugeben. Aber das sichere Land ist auch in weiter Ferne“, stellte der Altenweder-Coach im Nachgang der Begegnung fest, die seine Equipe mit 0:1 verlor. 

„Gefühlt“, so Rossa weiter, „war das Spiel ein Spielgelbild der letzten Partien. Oder besser gesagt: ein Spiegelbild der Kosova-Partie. Billstedt hat den gepflegteren Fußball gespielt und hatte gefühlt 80 oder 85 Prozent Ballbesitz. Wir haben nur verteidigt und versucht, Nadelstiche zu setzen. Man muss klar zugeben: Das war schon ein Qualitätsunterschied zwischen V/W und uns. Die haben den saubereren Ball gespielt, da hatte vieles Hand und Fuß. Sie haben von der ersten Minute an sehr druckvoll gespielt und uns mit der Intensität, wie sie gepresst haben, überrascht. Wir hatten uns vorher schon ausgemalt, dass sie offensiv spielen werden, weil sie – so wie Kosova – viele starke Spieler in ihren Offensivreihen haben. Wir wussten auch, dass dadurch Räume für uns im Umschaltspiel entstehen würden.“ Die aber konnte der FTSV nicht nutzen.

Krause: „Der Sieg hätte aufgrund der Vielzahl an klaren Chancen höher ausfallen müssen“

V/W-Ligamanager Wolfgang Krause hätte auch einen deutlicheren Sieg seiner Elf sehen können, wie er befand. Foto: Bode

Zudem, so Rossa weiter, sei seine Elf „nicht soweit, um V/W gefährlich zu werden. Die haben das gut runter gespielt. Wir hatten den einen oder anderen Konter, aber keine wirkliche Druckphase, in der wir den Gegner erntshaft in Bedrouille bringen konnten. Wir waren wirklich nicht gut. Ich bin mega enttäuscht.“ Die Laune von Wolfgang „Karotte“ Krause war da schon besser. Mit dem 1:0 war Altenwerder gut bedient. Unser Sieg hätte aufgrund der Vielzahl an klaren Torchancen höher ausfallen müssen. Der Gegner hatte nur eine Chance nach einer Standardsituation – das war es dann auch. Altenwerder hat robust gekämpft, konnte unsere stabile Abwehr aber nicht in Verlegenheit bringen“, bilanzierte Billstedts Ligamanager und ergänzte: „Wir haben das Spiel beherrscht. Insbesondere nach der Halbzeit haben wir uns viele Torchancen herausgespielt. So richtig gierig war nur der überragende Alex Bogunovic. Die Mannschaft hat sich trotz der teilweisen harten Zweikampfführung nicht aus der Ruhe bringen lassen und nach der Schlappe gegen Rahlstedt einen hochverdienten Sieg eingefahren.“

Jan Knötzsch 

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