Bezirksliga Ost

Beyer gibt sein „Ja-Wort“ für eine weitere Saison beim SCVM

07. Januar 2020, 10:00 Uhr

Thorsten Beyer (re.) wird auch in der kommenden Spielzeit Trainer des SCVM sein. Foto: Bode

Kurz vor dem Jahreswechsel war Thorsten Beyer mit dem SC Vier- und Marschlande Gast beim Hallenturnier der TSV Reinbek – und der 57-Jährige stand im Mittelpunkt. Gerade hatte das Gerücht die Runde gemacht, Beyer sei Kandidat für den damals noch vakanten Posten als Trainer beim großen SCVM-Nachbarn SV Curslack-Neuengamme. Eine Version, die man – spätestens jetzt nach dem Amtsantritt von Christian Woike am Gramkowweg – abhaken kann. Dafür steht Beyers sportliche Zukunft ab dem Sommer fest: Der Coach wird auch weiterhin Trainer des SCVM bleiben. Der Ost-Bezirksligist und sein Übungsleiter haben den zum Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr verlängert. 

„Wir wollen jetzt im Januar die Gespräche mit den Spielern aus dem aktuellen Kader für die kommende Spielzeit aufnehmen und da ist es so, dass das ganze Projekt einen Kopf braucht. Wir haben in Kürze ein neues Konzept aufgestellt, das den Leistungsfußball mehr in den Mittelpunkt stellen wird“, begründet Beyer seine Zusage für ein weiteres Jahr und stellt fest: „Manchmal gerät man vielleicht ein bisschen aus der Spur, wenn eine Nachfrage aus der Region kommt. Aber eigentlich war meine langfristige Planung so ausgelegt, dass die Sache beim SCVM kein kurzes Projekt ist, sondern ich ein bisschen länger hier bleibe.“

„Wir sind erst am Anfang unseres Weges“

Langfristiges Projekt: Beyer (li.) sieht sein Team noch am Anfang des Weges. Foto: Bode

Angesprochen auf den kurzen „Flirt“ mit Curslack stellt der Coach fest: „Es war so, dass wir gesprochen haben. Ob das nun von beiden Seiten ein ernsthaftes Interesse war, lassen wir mal dahingestellt. Es gab Kontakt, aber nun haben beide Vereine ja jeweils eine gute Lösung gefunden, mit der sie zufrieden sein können.“ In Fünfhausen jedenfalls bekommt Beyer mit Patrick Möller (SC Eilbek) einen neuen Torhüter und erklärt mit Blick auf die Planung des Kaders für die kommende Saison: „Es wird vom Konzept und auch von den Anforderungen an die Spieler etwas anders sein. Das geht auch über den reinen Fußball hinaus. So wie bei unserem Hallenturnier am vergangenen Wochenende, wo die Spieler beim Aufbau, der Organisation, der Turnierleitung, an den Ständen und beim Abbau mitangepackt haben. Es war insgesamt ein richtig geiles, gut besuchtes Turnier. Tobias Kehr zum Beispiel hat die ganze Zeit die Bar geschmissen. Bei solchen Anlässen sieht man, wer mit anpackt. Da trennt sich ein bisschen die Spreu vom Weizen.“

Genau auf diesen Teamgedanken und den Zusammenhalt außerhalb des Fußballs setzt Beyer auch in Zukunft, nachdem man im letzten Sommer „in unserem Umbruch den Kader eher nach dem Motto zusammengestellt hat: 'Den nehmen wir mal dazu, damit der Kader nicht zu knapp ist'. Nach einem halben Jahr wissen wir jetzt, welche Spieler uns helfen und vom Charakter her passen. Wir wollen die gemeinsame Zusammenarbeit der Teams im Verein verbessern, schließlich haben wir ja auch gute Jugendmannschaften. Es ist gut, dass wir nach den ersten fünf Spielen schon zehn Punkte hatten und nicht so wirklich in Panik Richtung Abstiegskampf gucken müssen.“ Natürlich, so Beyer weiter, „hätten es insgesamt auch gerne mehr Punkte sein dürfen.“ Entsprechend des Umbruchs im Sommer und der zahlenmäßigen Ausbeute „sind wir erst am Anfang unseres Weges“, urteilt er. Irgendwie logisch also, dass da auch der Coach noch länger an Bord bleiben und den Weg weitergehen will...

Jan Knötzsch

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