13.02.2018

Bayram: „Die Hinrunde war eigentlich ganz okay, aber da geht noch mehr“

Der Kapitän spricht genau wie Trainer Phillip Obloch über die Zukunft des FC Roland Wedel!

Burak Bayram (im roten Trikot) hat große Ziele mit dem FC Roland Wedel. Foto: Dierks

Seit Saisonbeginn leitet Phillip Obloch die Trainingseinheiten des Bezirksligisten FC Roland Wedel und sorgt dabei vor allem bei den Spielern für Begeisterung. Kapitän Burak Bayram, der unter anderem auch schon in der Oberliga für Germania Schnelsen und den Wedeler TSV auflief, lobt den 39-Jährigen in den höchsten Tönen: „Er leistet einfach Unglaubliches und ist einer der besten Trainer, unter denen ich je gespielt habe!“ Ein Ritterschlag aller erster Güte für Obloch, der zwar erst im Sommer seine Rolle als Coach in Wedel antrat, in und um Hamburg aber kein Unbekannter ist, obwohl er 2017 aus München zum FCR kam.... 

Denn: Obloch ist gebürtiger Hamburger und hat in der Jugend selbst für Roland Wedel gespielt. Anno 2002 führte ihn seine Berufsausbildung nach Köln, wo er an der Deutschen Sporthochschule ein Sportstudium begann und bis 2005 selbst als Fußballer in der Rheinmetropole aktiv war. Zwei Jahre später wurde er Cheftrainer beim Landesligisten Grün-Weiß Brauweiler, wo er gespielt hatte und danach Co-Trainer war. 2009 gelang Obloch der persönliche Aufstieg in die Verbandsliga, als er die Position des Cheftrainers beim ehemaligen Zweitligisten SG Union Solingen übernahm.

Nach Beendigung seines Studiums folgte dann 2010 bedingt durch seinen beruflichen Werdegang der Umzug nach München. Dort wurde er zunächst Trainer in der Kreisliga, machte seine Trainer A-Lizenz beim DFB und trainierte den MTV Berg in der Bezirksliga Oberbayern Süd, ehe es zurück nach Hamburg ging, 

„Die Entwicklung von Mannschaft und Verein steht im Vordergrund“

Der hochgelobte Coach Philipp Obloch weiß um das Potenzial seines Teams, gibt sich aber zurückhaltend. Foto: FCR

Und dort hat Obloch mit der Equipe des FC Roland Wedel große Ziele – gemeinsam eben unter anderem mit Burak Bayram, der Kapitän der Mannschaft ist und zudem teilweise auch das Amt des Ligaobmanns übernimmt. „Die groben Pläne für den Aufstieg stehen. Wir dürfen aber nur nicht ungeduldig werden und müssen erstmal neue Spieler zu uns lotsen, die auch jung und erfolgshungrig sind“, gibt Bayram zu Protokoll. Bis der Aufstiegstraum wahr werden könnte, dürfte es aber wohl noch mindestens eine Saison dauern, denn zurzeit steht Roland Wedel mit 25 Punkten auf Platz acht der Bezirksliga West.

„Unser Problem ist, dass Spieler bei Verletzungen nicht richtig ersetzt werden können. Auch deshalb brauchen wir neue Spieler, um für mehr Konkurrenz in der Mannschaft zu sorgen“, konstatiert Bayram. Genau das ist auch der Grund, warum es bislang nur zum achten Rang für die Männer von der Elbe reichte. „Die Hinrunde war eigentlich ganz okay, aber da geht noch mehr“, ist sich Bayram sicher und gibt als Ziel für die Restsaison aus: „Wir möchten an Leistungen wie im Hinrundenspiel gegen Nienstedten anknüpfen – und das konstant über die Saison.“

„Ich glaube, dass der Verein grundsätzlich die Landesliga packen kann"

Das würde sich natürlich auch der Trainer wünschen, der allerdings beim Thema Aufstieg auf die Euphoriebremse tritt: „Den Rucksack würde ich uns jetzt nicht gleich aufsetzen.“ Die (noch) mangelnde Konstanz lässt Obloch vorsichtig sein. „Jetzt steht erstmal die Entwicklung von Mannschaft und Verein im Vordergrund“, sagt der 39-Jährige, der weiterhin erstmal nur die 32- Punkte-Marke der Vorsaison knacken möchte: „Wenn wir diese 32 Punkte erreicht haben, dann kann man sich neue Ziele setzen, um dann auch möglichst schnell Ruhe in der Mannschaft zu haben.“ 

Der aktuelle Aufwärtstrend der Mannschaft war zu Beginn der Saison noch nicht zu erkennen. Erst nach dem neunten Spieltag, als man noch mit sechs Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stand, platzte der Knoten bei den Obloch-Kickern. „Wir wollen die Entwicklung nun fortsetzen. Fußballerisch haben wir ein sehr gutes Potenzial“, urteilt der so hochgelobte Coach, der es gerne sehen würde, wenn seine Mannen vor allem in Zukunft ihr volles Potenzial ausschöpfen: „Wenn wir das auf dem Platz bringen und noch Neuzugänge dazu bekommen, könnte in der Saison eine Platzierung unter den Top Fünf das Ziel sein. Wir wollen auf jeden Fall nicht zwischen den Plätzen 12 und 16 hängen.“

Dass es trotzdem nicht einfach wird, mit dem FCR in die Landesliga aufzusteigen, weiß Obloch trotz aller Euphorie: „Ich glaube, dass der Verein grundsätzlich die Landesliga packen kann, wenn alle im Verein das Optimum rausholen“, setzt der Coach auf den Faktor Teamwork, um den Traum vielleicht in absehbarer Zukunft wahr werden zu lassen... 

Autor: Leon Schulz

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