Regio Nord

Auch „Papa“ und Co. können’s nicht richten – Drawz ärgert Drews

18. Februar 2020, 13:01 Uhr

Seit acht Spielen sieglos: Hannes Drews kassierte mit der HSV-U21 am Montagabend die zweite Niederlage nach der Winterpause. Foto: KBS-Picture.de

Noch beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit Altona 93 innehat, sieben Zähler. Doch die Formkurve des Hamburger SV II geht immer weiter nach unten. Zwar sah Trainer Hannes Drews nach der 1:2-Schlappe bei Hannover 96 II nur „zehn Minuten“, in denen seine Jungs „den Faden verloren haben“ – doch das reichte, um am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. „In unserer Situation fehlt uns momentan die Sicherheit, mit Rückschlägen während eines Spiels souverän umgehen zu können“, wird Drews auf der Vereinsseite zitiert.

Auch Kyriakos Papadopoulos konnte die Pleite nicht verhindern, fälschte Marusenkos Schuss zum 1:2 sogar entscheidend ab. Foto: KBS-Picture.de

Die U21 des HSV konnte auf die Unterstützung von Kyriakos Papadopoulos, Xavier Amaechi oder auch Travian Sousa zurückgreifen. Allein es half alles nichts. Zwar gingen die „Rothöschen“ früh in Führung, als Ogechika Heil das Runde im dritten Anlauf – nachdem Moritz-Broni Kwarteng und Amaechi bei ihren Schussversuchen noch geblockt wurden – im Eckigen unterbrachte (10.). In der Folge wurden jedoch weitere Möglichkeiten ausgelassen – unter anderem scheiterte Julian Ulbricht nach einer Sousa-Flanke per Kopf am Pfosten (41.). Nach dem Wechsel gelang den Hausherren der schnelle Ausgleich: Ausgerechnet Ex-„Rothose“ Marco Drawz sah bei einem Eckball, dass die Gäste völlig unsortiert waren und fand am ersten Pfosten den Kopf von Daniel Eidtner. Dieser egalisierte (54.). Wie so oft in dieser Saison, sorgte ein Nackenschlag für den kollektiven Zusammenbruch. Denn nur wenige Zeit später war es Nikita Marusenko, der aus 16 Metern Maß nahm. Sein Abschluss wurde von Papadopoulos entscheidend abgefälscht, schlug im Tornetz ein – und ließ einen chancenlosen Bennett Schauer zurück (62.). 2:1!

"Wie wir aufgetreten sind, macht mir Mut"

Ex-"Rothose" Marco Drawz bereitete den Ausgleichstreffer per Ecke mustergültig vor. Foto: KBS-Picture.de

Obwohl es schlussendlich die fünfte Niederlage aus den letzten acht Spielen hagelte, die zweite Pleite im zweiten Auftritt nach der Winterpause gab, und der letzte Sieg vom 25. Oktober 2019 (3:0 gegen Altona 93) datiert, wollte Drews dem Auftreten nur Positives abgewinnen: „Wir haben nie aufgegeben und abseits dieser Schwächephase über 80 Minuten ein gutes Spiel gezeigt. Wie wir aufgetreten sind, macht mir Mut für die nächsten Spiele“, so der 37-Jährige auf der Club-Homepage. Am kommenden Sonntag (13 Uhr, bei uns im LIVE-Ticker) wartet nun der Tabellendritte vom SC Weiche Flensburg 08 auf den HSV-Nachwuchs. Wird Zeit, endlich mal wieder etwas Zählbares einzufahren, um der bedrohten Zone nicht noch näher zu kommen…

Autor: Dennis Kormanjos

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