LL Hansa

"Am Ende des Tages waren wir auch mal wieder fällig"

08. Dezember 2019, 17:31 Uhr

Avancierte zum Matchwinner: Oststeinbeks 19-jähriger Youngster Ole-Mario Spring. Foto: Bode

Sechsmal in Serie war der Rahlstedter SC zuletzt erfolgreich und schob sich damit in der Tabelle der Landesliga Hansa auf einen sehr beachtlichen sechsten Rang vor. Eine Platzierung, die vor der Saison an der Scharbeutzer Straße keineswegs zu erwarten war. "Man darf nicht vergessen, dass 50 Prozent dieser Mannschaft A-Jugendspieler sind, die ohne Pause direkt in den Herrenbereich gekommen sind. Deshalb tut die Pause jedem gut", sagte Trainer Mohet Wadhwa nach dem letzten Spiel vor der Winterpause gegen den zuvor achtmal in Folge sieglosen Oststeinbeker SV. Doch am Freitagabend fanden beiden Serien ein Ende...

"Die Niederlage tut weh, wie jede Niederlage - aber am Ende des Tages waren wir jetzt auch mal fällig", gestand "Mo" Wadhwa ein. Der Grund für die erste Pleite nach sechs Triumphen am Stück: "Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, aber wir haben nicht ganz so zu unserem Spiel gefunden. Wir hatten nicht die Griffigkeit der letzten Wochen - dafür hatte Oststeinbek am Ende das Spielglück, was zuletzt oft auf unserer Seite war." Dazu hatte der OSV einen Akteur in seinen Reihen, der den Wadhwa-Mannen den Rest gab: Ole-Mario Spring. Der gerade einmal 19-jährige Jungspund sorgte mit seinen zwei Treffern (40., 84.) für den 2:0-Auswärtserfolg der Gottschling-Equipe und ein Ende des Negativ-Laufs.

"Für uns und auch für mich persönlich ist es ein Lernprozess, dass gewisse Automatismen, die ich mir vor dem Spiel vorgestellt habe, nicht gegriffen haben. Den Schuh muss ich mir dann auch anziehen", stellte sich Wadhwa vor sein Team. "Auch in meiner Spielanalyse werde ich mir das natürlich genauestens angucken und zusehen, dass wir die Mannschaft wieder auf den aufsteigenden Ast bringen." Nichtsdestotrotz: "Wir gehen mit 30 Punkten in die Winterpause. Das ist mehr als ordentlich. Dann müssen wir zusehen, noch ein paar Punkte zu sammeln, um mit unten nichts mehr zu tun zu haben. Dazu bedarf es harte Arbe in der Vorbereitung", denkt Wadhwa schon voraus, will nun aber erstmal die bis dahin wohl verdiente Pause nutzen, ehe wieder angegriffen wird.

Autor: Dennis Kormanjos

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