07.03.2018

Algan: „Wir werden diese Mammutaufgabe annehmen!"

Altona 93 steckt vor schwierigen Wochen im Abstiegskampf

AFC-Trainer Berkan Algan will "der Regionalliga mit diesem tollen Verein erhalten bleiben". Foto: KBS-Picture.de

Der Start in die Rückrunde der Regionalliga Nord ist für Altona 93 nicht leicht. Seit dem 26. Novemeber - mittlerweile sind über 100 Tage ins Land gegangen - haben die Männer von der Adolf-Jäger-Kampfbahn kein Pflichtspiel mehr bestritten und stehen nun vor schwierigen und intensiven Wochen mit diversen Nachholspielen. Wir haben mit Trainer Berkan Algan darüber gesprochen, wie er die nächsten Wochen sieht und wie man sich während den schwierigen Witterungsbedingungen trotzdem auf den Spielbetrieb vorbereitet hat:

„Ich stelle mir das unwahrscheinlich schwer vor für die Verantwortlichen des NFV, die ganzen Nachholspiele zu terminieren und zu entscheiden, wie es jetzt weitergeht“, teilt uns Algan mit. Durch die Witterungsbedingungen der letzten Wochen war für den Traditionsclub aus dem Herzen Hamburgs zuletzt nicht ans Fußballspielen zu denken. „Wir sind dann oft laufen gegangen, waren in der Soccerhalle oder haben auch mal Aqua Power gemacht“, verrät uns Algan seinen „Notfallplan“. Durch die diversen Nachholspiele in den nächsten Wochen steht dem AFC ein ganz schönes Pensum bevor. „Da jetzt von Wettbewerbsverzerrung zu sprechen, ist für mich schwierig, weil ja relativ viele Vereine in der gleichen Lage stecken. Außerdem wissen wir, dass wir unsere Chancen in der Regionalliga haben“, gibt der Trainer des aktuellen Schlusslichts ehrlich zu.

„Dass da noch alle unten eng zusammen sind, stimmt mich sehr positiv“

"Wir werden diese Mammutaufgabe annehmen und das Beste daraus machen", so Algan. Foto: KBS-Picture.de

Das Problem liegt vor allem darin, dass sich der Spielplan nicht nach hinten verschieben kann, da die Relegationsspiele um den Aufstieg in die Dritte Liga im Anschluss stattfinden. Algan: „Ich würde es lieber so haben, wie in Bayern. Dort beginnt man erst wieder im März mit der Rückrunde und spielt dann noch in den Sommer rein. Das sind so Sachen, die für mich auf die Tagesordnung kommen sollten.“ Nun muss der AFC allerdings mit der derzeitigen Situation klarkommen und die sieht einige englische Wochen vor, die natürlich „für die berufstätigen Spieler sehr unglücklich und schwierig zu bewältigen sind“.

Dennoch fiebert man dem Pflichtspielstart entgegen. „Für uns ist es wichtig, dass es jetzt wieder losgeht“, so Algan, der bereits voller Vorfreude ist. „Wir werden diese Mammutaufgabe annehmen und das Beste daraus machen!“, verspricht er und spricht seinen Jungs trotz der „megaanstrengenden“ letzten Wochen ein großes Lob aus: „Die Mannschaft zieht toll mit!“ Auch wenn der Liga-Neuling momentan ganz am Ende des Tableaus weilt, weiß man an der AJK, dass noch lange nichts verloren ist. „Dass da noch alle eng zusammen sind bis zum 14. Tabellenplatz, stimmt mich sehr positiv.“

„Ich hoffe, dass wir der Regionalliga mit diesem tollen Verein erhalten bleiben“

Mithelfen sollen dabei vor allem auch die vier Neuverpflichtungen - Luis Hacker (SC Victoria), Andy Akoteng-Bonsrah (HSV III), Vitalijs Barinovs (Leiknir Fáskrúdsfjördur/Island) und Sanoussy Baldé (USA) -, die sich laut Algan im Training sehr gut verkaufen. „Die Jungs machen das sehr gut. Noch kann man das aber noch gar nicht so richtig bewerten, da man bisher ja erst wenig gespielt hat. Ich hoffe, sie bereichern unseren Verein.“ Ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können sie vielleicht sogar schon am Wochenende im Derby gegen Eintracht Norderstedt. „Ich glaube, wir sind jetzt auch in der Situation, Ausfälle adäquat zu ersetzen. Das war in der Hinrunde so ein bisschen unser Problem“, bekundet Algan. Nun hofft der Übungsleiter, dass es endlich wieder losgeht und dass man mehr Punkte einfährt als in der Hinrunde. „Ich glaube, wir haben es nicht verdient, abzusteigen. Die Gegebenheiten sind so gut. Man hat diesen tollen Verein mit den Fans. Ich hoffe, dass wir der Regionalliga in der nächsten Saison mit diesem tollen Verein erhalten bleiben.“

Autor: Leon Schulz

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