Landesliga Hammonia

Acht Scorerpunkte - aber Winkel bekundet seinen „Respekt“ vor Raspo!

19. November 2022, 16:58 Uhr

Schöne Geste nach Abpfiff: Radpo-Torwart Alexander Huckfeldt (re.) verhinderte ein zweistelliges Ergebnis und weitere Tore von Stefan Winkel. Foto: noveski.com

Mit dem gleichen Respekt, mit dem sich beide Teams auf dem Platz begegnet sind, ging man auch im Nachgang miteinander um. Mehr noch. Unmittelbar nachdem der Schlusspfiff ertönte, führte der erste Weg von Poppenbüttel-Torjäger Stefan Winkel zu Uetersen-Keeper Alexander Huckfeldt. Winkel legte den linken Arm um den Schlussmann und gab diesem bei einem kleinen Pläuschchen ein paar nette Worte mit auf den Weg.

Das zwischenzeitliche 6:0: Stefan Winkel (Mi.) macht das halbe Dutzend voll. Foto: noveski.com

Doch was genau war der Inhalt der kurzen Konversation? „Ich habe den Torwart nach dem Spiel gefragt, ob er in der zweiten Halbzeit nicht noch den einen oder anderen von mir hätte reinlassen können“, scherzte Winkel, der in der Schlussminute seinen sage und schreibe sechsten (!) Treffer auf dem Fuß hatte, aber an Huckfeldt hängenblieb. „Den hat er sehr, sehr gut rausgekratzt“, lobhudelte der Goalgetter des SCP den Raspo-„Titan“ - und fügte an: „Er hat vor allem in der zweiten Halbzeit wirklich nochmal ein paar Dinger aus dem Giebel geholt. Deshalb habe ich ihm auch zu seiner Leistung gratuliert. Das hat er wirklich sehr, sehr gut gemacht!“

Poppenbütteler Tore-Show

Starke Worte vom Poppenbütteler Kapitän, der dem Spiel seiner Mannschaft einmal mehr den Stempel aufdrückte. Fünf Tore, drei Vorlagen beim 9:0-Kantersieg - eine abermals bemerkenswerte Ausbeute! Nur am Führungstreffer der Hausherren war Winkel nicht direkt beteiligt, da Thomas Koziol das Runde unglücklich ins eigene Eckige beförderte (11.). Neben Winkel (25., 29., 37., 48., 55.) waren für die Mannen von der Bültenkoppel auch Mel Morawitz (31.), Torsten Hartung (34.) und Torben Lindholm (64.) erfolgreich.

"Respekt vor Uetersen!"

Zu seinem vierten kam noch ein fünfter Treffer dazu: Stefan Winkel hatte allen Grund zur Freude. Foto: noveski.com

Obwohl man in der Folge noch über 25 Minuten lang Zeit hatte, einen zweistelligen Sieg herauszuschießen, gab man den bis dato noch immer punktlosen Gegner aus Uetersen nicht komplett der Lächerlichkeit preis. Ganz im Gegenteil. „Zuallererst: Respekt vor Uetersen, wie die das gemacht und sich über die 90 Minuten nie aufgegeben haben! Die haben gefightet, keinen Ball hergeschenkt - und trotzdem sehr fair gespielt. Ich habe mich nach dem Spiel auch mit ein paar Spielern unterhalten und hoffe, dass die das durchziehen. Respekt, wie die aufgetreten sind“, fand Winkel überaus anerkennende Worte für einen sportlich hoffnungslos unterlegenen Gegner.

"Natürlich schielt man ein bisschen auf die Torjägerliste"

Er selbst sei „natürlich glücklich, dass wir das Spiel so gestalten konnten“, tankte man an der „Bülte“ nach zuvor drei Niederlagen am Stück endlich wieder Selbstbewusstsein. „Es war für beide Seiten nicht so, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, konnte sowohl der SCP als auch Raspo positive Erkenntnisse auf einem sehr rutschigen und zum Teil gefrorenen Untergrund sammeln. Abschließend machte Winkel auch keinen Hehl daraus, dass „man natürlich schon auch ein bisschen auf die Torjägerliste schielt“ und er die fünf Tore „gerne mitnimmt“. Nun sei man „heiß auf die nächste Aufgabe gegen Alsterbrüder“, so der 32-Jährige, der „ein hitziges Spiel“ erwartet.

Autor: Dennis Kormanjos

Fotogalerie

Kommentieren