09.02.2019

13 Tore in zwei Spielen: BU II und „Schanze“ lassen‘s klingeln

SVNA in erster, Berne in zweiter Halbzeit übertölpelt

Barmbeks Benjamin Cordes (vo., blaues Trikot) bereitete zwei Tore direkt vor und war von der SVNA-Defensive kaum in den Griff zu kriegen. Foto: Kormanjos

Während die Oberliga an diesem Wochenende schon wieder in die Vollen startet und den Pflichtspielbetrieb aufgenommen hat, testen die Teams unterhalb der Hamburger Fußball-Beletage noch ihre Form. So auch die Landesligisten SC Sternschanze und TuS Berne (LIVE-Ticker zum Spiel) sowie der SV Nettelnburg/Allermöhe, der zum klassentieferen HSV Barmbek-Uhlenhorst II reiste (alle Highlights im LIVE-Ticker) - und vor allem in den ersten 45 Minuten ganz schön "auf die Mütze" bekam...

Die Spieler des Bezirksliga-Nord-Vierten schienen selbst ein wenig überrascht, wie einfach ihnen der SVNA das Toreschießen machte. Die Gäste verteidigten derart hoch, dass zumeist ein Pass in die Schnittstelle oder über die letzte (kaum anwesende) Kette ausreichte, um den gesamten Abwehrverbund auszuhebeln. Und so führten die Haimerl-Kicker zur Pause mit sage und schreibe 4:0 - womit der Hansa-Fünfte sogar noch gut bedient war. Zweimal Winter-Zugang Florian Kuklinski - zunächst per Strafstoß nach einem Foul von Maurice Wenk an ihn selbst (11.), dann nach einen tollen Pass des enorm spielstarken Benjamin Cordes-Vorberg (20.) -, Louis Rytina mit einem herrlichen Heber nach einem langen Steen-Pass (23.), und Sercan Durmaz, der einen tollen Angriff über Kuklinski und Cordes-Vorberg veredelte (43.), erzielten die Barmbeker Treffer. "Die erste Halbzeit war definitiv gut", gab sich Trainer Jan Haimerl angesichts der Vorstellung seiner Jungs noch recht bescheiden.

„Die Jungs sind heiß auf die Rückrunde“

Fachsimpelten schon während des Spiels: BU II-Coach Jan Haimerl (li.) und SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados. Foto: Kormanjos

Nach dem Wechsel tauschten beide Teams munter durch – und es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Etwas Zählbares sprang aber nur noch für die Mannen um Chefcoach Daniel Andrade-Granados heraus, als René Seibert nach einem Zuspiel von Timo Czech das Ehrentor zum 1:4-Endstand aus SVNA-Sicht erzielte. „Klar kann man sagen, dass wir zu einem so frühen Zeitpunkt schon recht weit sind. Aber man weiß auch, dass in jeder Vorbereitungsphase ein Loch kommt. Darauf werden wir hinarbeiten und ich hoffe, dass ich die Jungs da auch zeitnah hinbekomme, damit wir auf den Punkt frisch sind“, so Haimerl, der mit seinem Team nach dem 5:0-Erfolg in der Vorwoche beim TuS Berne den zweiten deutlichen Sieg gegen einen Landesligisten feierte. „Es stimmt, das sind keine knappen Ergebnisse. Beide waren auch in der Höhe verdient“, befand der BU II-Dompteur – und erklärte: „Wir spielen gute Bälle in die Schnittstelle, haben gute Laufwege, sind brutal schnell nach vorne unterwegs, schalten aber auch sehr gut um und sind hinten kompakt. Die Jungs sind heiß auf die Rückrunde. Das hat man vor allem in der ersten Halbzeit gesehen.“

„Dafür, dass wir nur zu zwölft waren, war das spielerisch echt gut“

Der Berner Führungstreffer durch Elohim Garbrah, der nach einem Theis-Freistoß und von Karger-Nachschuss zur Stelle war. Foto: Screenshot

Nach den fünf Gegentoren gegen die „Zweite“ von BU musste der TuS Berne auch im Gastspiel beim Parallel-Staffel-Vertreter SC Sternschanze fünf Dinger schlucken. Trotz zweimaliger Führung – Elohim Garbrah (29.) und Philip Idziak (48.) trafen – hieß es schlussendlich 3:5 aus Sicht des Neben-Ensembles. Besonders auffällig beim SCS: Neuzugang Ousman Jobe, der vom VfL Hammonia kam und doppelt einnetzte (42., 57.). Zwischen der 54. und der 57. Minute machte die Equipe von Mattes Sandhop aus einem 1:2-Rückstand eine 4:2-Führung. Ebenfalls erfolgreich: Thorben Holkenbrink (54.), Tim Mikko Hallenga (56.) und ein Testspieler (71.) – während der TuS in Person von Luis Honig zwischenzeitlich nur noch auf 3:4 verkürzen konnte (69.). Am Ende der torreichen Partie ergaben sich auf dem Platz immer mehr Räume. Grund: Bei Berne flog Terje Scheffel vom Platz – ob mit Gelb-Rot oder doch glatt Rot wussten weder Spieler noch Verantwortliche im Anschluss so genau (61.). Bei „Schanze“, ohnehin nur mit zwölf Mann auf dem Spielberichtsbogen gelistet, verletzten sich hingegen Philipp Jacobs und Nikolas Couybes. Beide konnten die Begegnung nicht beenden. Dennoch bilanzierte SCS-Übungsleiter Mattes Sandhop: „Dafür, dass wir nur zwölf Leute am Start hatten, war das spielerisch hintenraus wirklich gut.“

Autor: Dennis Kormanjos

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