Regionalliga Nord

Nach Verspätung und 0:2-Rückstand: Reimers’ Asse stechen - Sanne setzt Schlussakkord!

01. Dezember 2022, 16:58 Uhr

Die Einwechslung von Theo Harz machte sich auf Seiten der "Rothöschen" gleich doppelt bezahlt. Foto: KBS-Picture.de

Nach dem Regionalliga Nord-Rekordspiel vor 7505 Zuschauern an der Lübecker Lohmühle, als die U21 des Hamburger SV dem Primus und Aufstiegs-Anwärter kurz vor Schluss durch einen Treffer des ehemaligen Norderstedters Felix Drinkuth knapp mit 1:2 unterlag, führte die Reise der Reimers-Rackerer am Mittwochabend nach Lohne. Eine Partie unter erschwerten Bedingungen für die „Rothöschen“ - denn: Da die Gäste von einem Stau ausgebremst wurden, musste die Begegnung gut 45 Minuten später angepfiffen werden.

„Gefühlt war meine Mannschaft noch im Stau und saß noch im Bus in der ersten Halbzeit. Da haben wir leider nicht gut verteidigt“, musste Pit Reimers auf der Pressekonferenz nach dem Spiel konstatieren. Bereits nach 20 Minuten lief der HSV-Nachwuchs einem 0:2-Rückstand hinterher, weil Lohne-Torjäger Christopher Schepp gleich zweimal - jeweils nach langen Bälllen, bei denen sich die Gäste alles andere als gut anstellten - zuschlug (3., 20.). Mit dem ehemaligen Teutonen Gianluca Przondziono sowie Rilind Neziri, einst Hamm United FC, standen zwei in der Hansestadt nicht gänzlich unbekannte Akteure in der Startaufstellung der Blau-Weißen.

Reimers' Joker stechen

Maximilian Großer leitete per Kopf die Wende ein. Archivfoto: KBS-Picture.de

Mit dem Duo steuerten die Hausherren auf einen Heimerfolg hin. Aber: Die U21 des HSV fing sich, biss sich in die Begegnung - und kam kurz nach der Pause zum Anschlusstreffer. Eine Ecke von Juho Kilo nickte Maximilian Großer innerhalb des „Fünfers“ nach einem Torwart-Fehler in die Maschen - nur noch 1:2 (52.). Eine gute Viertelstunde vor Ultimo brachte Reimers mit Theo Harz und Tom Sanne zwei frische Offensivkräfte. Ein Doppelwechsel, der sich bezahlt machte - und wie! Als nur noch 60 Sekunden zu gehen waren, war es eben jener Theo Harz, der ein fulminantes Solo von Moses Otuali mit der linken Innenseite veredelte - 2:2 (89.)!

Sanne setzt den Schlussakkord - HSV-U21 nun ärgster Lübeck-Verfolger

„Über das 2:2 hätten wir uns schon gefreut“, gab Reimers im Nachgang offen zu - und sollte sich schlussendlich doch noch über ein famoses Comeback und einen Sieg seiner Mannen freuen dürfen. Denn: In der Nachspielzeit brachte Harz einen Eckball von rechts scharf nach innen, Leon Sommer und der ebenfalls eingewechselte Jesse Kilo gingen im Gewühl zum Kopfball hoch - und letztendlich war es ausgerechnet Sanne, der seine Joker-Qualitäten schon bei den Profis bewies und das Runde zum „Lucky Punch“ ins Eckige köpfte (90. +1)!

„Ich denke, die zweite Halbzeit hat überwiegend uns gehört. Wir haben richtig Druck gemacht und an unser Comeback geglaubt“, befand Reimers auf der Homepage des HSV, gestand allerdings auch gleichzeitig: „Der Sieg ist schon schmeichelhaft, gerade wenn man beide Halbzeiten sieht.“ Dennoch: Durch den Sieg in Lohne sind die „Rothöschen“ als Tabellenzweiter nun ärgster Lübeck-Verfolger!

Autor: Dennis Kormanjos

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