Investitionspakt Sportstätten

In Millionenhöhe: Wolfgang-Meyer-Sportanlage wird modernisiert

03. Dezember 2020, 09:23 Uhr

Die Sportanlage an der Hagenbeckstraße soll in den kommenden Jahren modernisiert werden. Foto: KBS-Picture.de

Rund zehn Millionen Euro, davon circa 7,4 Millionen Euro aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten, investiert die Stadt Hamburg im ersten Schritt in die Sanierung und den Ausbau von fünf Sportstätten. Dazu zählt auch die Wolfgang-Meyer-Sportanlage, auf der in diesem Jahr das LOTTO-Pokalfinale zwischen dem TSV Sasel und Eintracht Norderstedt (1:5) stattfand. Zudem ist das Stadion an der Hagenbeckstraße die Heimspielstätte vom Hamburger SV II in der Regionalliga Nord.

Gefördert werden vorrangig Sportstätten in Fördergebieten des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Zu eben jenem RISE-Fördergebiet gehört auch Dulsberg, wo auf dem Sportplatz Königshütter Straße als Ersatz des bestehenden Umkleidegebäudes ein neues Funktionsgebäude mit integrierter Gymnastikhalle, Bewegungsräumen für Reha- und Fitnessangebote sowie modernen Funktionsräumen gebaut werden soll (Kosten: 2,5 Millionen Euro/Investitionspakt-Anteil: 1,9 Millionen Euro). Während auf der bereits modernisierten Sportanlage Alter Postweg, wo unter anderem die Kreisligisten Bostelbeker SV und Vereinigung Tunesien ihre Heimspiele austragen, im RISE-Fördergebiet Harburger Innenstadt/Eißendorf-Ost das stark sanierungsbedürftige und nicht barrierefreie Umkleidegebäude für rund eine Million Euro (Investitionspakt-Anteil: 700.000 Euro) „aufgehübscht“ wird, werden eben auch im Bezirk Eimsbüttel die Sportflächen auf der dortigen Wolfgang-Meyer-Sportanlage an der Hagenbeckstraße zur besseren Flächenausnutzung entwickelt. Die Gesamtkosten liegen bei 5,2 Millionen Euro (Investitionspakt-Anteil: 3,9 Millionen Euro). Bereits im Jahr 2019 erhielt die Sportfläche eine finanzielle Zuwendung in Millionenhöhe.

Grote: "Ein starkes Signal in der Krise"

Innen- und Sportsenator Andy Grote (li.) spricht von einem "starken Signal in der Krise". Foto: KBS-Picture.de

Ralf Meiburg von der Eimsbütteler Bezirksfraktion der SPD sagte den „Eimsbütteler Nachrichten“, dass mit den Geldern drei Kunstrasenplätze und ein neues Fußballstadion errichtet werden sollen. Auch ein Hybridplatz für Fußball- und Hockeyspieler sei geplant, heißt es. 2021 sollen die Arbeiten beginnen und im Jahr 2024 abgeschlossen sein. „An der Hagenbeckstraße entsteht ein hochmoderner Sportpark, von dem viele Sportlerinnen und Sportler profitieren werden“, kündigte er in den „Eimsbütteler Nachrichten“ Großes an.

Sportsenator Andy Grote meint: „Gerade in schweren Zeiten investieren wir in die Attraktivität des Sports und setzen damit ein starkes Signal in der Krise. Gemeinsam mit dem Bund fördern wir Sportstätten, von deren Sanierung eine Vielzahl von Vereinen und Sporttreibenden profitieren wird. Unser Ziel, immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger zu Sport und Bewegung zu motivieren, erreichen wir nur, indem wir weiter konsequent neue und hochattraktive Bewegungsräume schaffen und die vorhandenen effizient nutzen.“

636,8 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen bis 2024

Circa 5,2 Millionen Euro sollen die Sanierungsarbeiten an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage kosten. Foto: KBS-Picture.de

Der „Investitionspakt Sportstätten“, der die Städtebauförderung ergänzt und in diesem Jahr erstmals vom Bund für die Länder bereitgestellt wird, ist Teil der Umsetzung des Konjunktur- und Krisenbewältigungsprogramms der Bundesregierung. Damit unterstützt der Bund die Länder und Kommunen bei der Ertüchtigung und Instandsetzung ihrer Sportstätten. Der Bund stellt hierfür in den Jahren 2020 bis 2024 insgesamt 636,8 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen zur Verfügung. Hamburg erhält davon bis 2024 insgesamt rund 15,3 Millionen Euro.

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