Regionalliga

Keine Norderstedt-Rückkehr: Meyer wird Berliner

04. Juni 2020, 12:45 Uhr

Linus Meyer (li.) kehrt nicht zu Eintracht Norderstedt zurück, sondern wechselt zum eventuellen Drittliga-Aufsteiger VSG Altglienicke. Foto: KBS-Picture.de

„Als der Verein bekanntgab, dass es in den nächsten Jahren nicht mehr um den Aufstieg in die Dritte Liga geht, da war für mich schnell klar, dass ich im Sommer gehen werde“, begründete Linus Meyer gegenüber „RevierSport“ seinen Abschied aus Rödinghausen, wo er für den SVR in rund zwei Jahren bislang 52 Pflichtspiele in der Regionalliga West absolvierte, in denen er neun Treffer erzielte und zehn Tore vorbereitete. „Ich bin 28 Jahre alt, in einem guten Fußballalter, in Topform und ambitioniert“, führte Meyer aus – und hielt an seinem Traumziel von der Dritten Liga fest. Doch schnell kamen Gerüchte auf, dass eine Rückkehr zu seinem Jugendverein Eintracht Norderstedt alles andere als ausgeschlossen sei.

Schon im März hatte Eintracht-Präsident Reenald Koch angekündigt, dass man sich mit einer Rückkehr des „Fußballgottes“, wie Meyer von den Norderstedt-Fans gehuldigt wurde, beschäftigen würde und wollte im Mai Gespräche mit dem 28-Jährigen „auch gar nicht verheimlichen“. Der Kontakt beiderseits war da – doch nun steht fest: Eine Rückkehr von Linus Meyer ins Edmund-Plambeck-Stadion wird es vorerst nicht geben. Denn: Den Mittelfeldakteur zieht es in die Hauptstadt!

„Die VSG Altglienicke verpflichtet zur neuen Saison Linus Meyer (28) vom Regionalliga-West-Spitzenreiter SV Rödinghausen“, verkündet der Primus der Regionalliga Nordost den Transfer. „Der gebürtige Hamburger spielte in der Jugend für den Niendorfer TSV, Concordia Hamburg und Eintracht Norderstedt. Zur Saison 2018/19 wechselte er dann von Norderstedt zum SV Rödinghausen.“ Für die Garstedter und den SVR bestritt der offensive Mittelfeldspieler zusammen 161 Regionalliga-Spiele und erzielte dabei 33 Tore sowie 31 direkte Torvorlagen. Dazu kommen noch vier DFB-Pokal- und 53 Oberliga-Partien. „Wir freuen uns, dass sich Linus, trotz anderer Angebote, für die VSG Altlglienicke entschieden hat. Herzlich Willkommen in Berlin!“, so die Verantwortlichen des Teams, das in der Nordost-Staffel, wo aktuell noch ein Streit um die Aufstiegsfrage entbrannt ist, um den Sprung in die Dritte Liga kämpft. 


Die Lizenz für die Dritte Liga hat die VSG beantragt - nur ein geeignetes Stadion fehlt derzeit noch. In Altglienicke wird Meyer künftig vom ehemaligen Union Berlin- und Hertha BSC-Trainer Karsten Heine gecoacht. 

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