12.10.2019

Ohe jubelt doppelt: Der 358-Tage-Mann ist zurück und Krieter hat „das richtige Näschen“

FCVO profitiert beim 2:1-Erfolg in Düneberg von Individuellen Fehlern

Erzielte den Siegtreffer für die Gäste: Ohes Phil Krieter. Foto: Bode

Wenn man draußen sitzt, dann bekommt man als „Besatzungsmitglied“ der Bank so einiges mit. So wie Daniel Walek. „Ein Spruch, den ich da gehört hab war, dass das Wetter das Schönste am Spiel sei – weil es nicht geregnet hat“, lachte der Abwehrmann des FC Voran Ohe nach dem Spiel beim Düneberger SV. Dass Walek trotz Nicht-Einsatz auch nach den 90 Minuten am Silberberg noch eine derart gute Laune hatte, lag daran, dass er von außen soeben einen 2:1-Erfolg seiner Equipe gesehen hatte weil „wir wieder einmal individuelle Fehler machen und so zwei Geschenke an Ohe verteilen“, wie sich Dennis Tornieporth ärgerte. Aber der DSV-Coach fand im Bezug auf den Auftritt seiner Schützlinge dennoch versöhnliche Töne. 

„Das Ergebnis ist schade. Aber wir brauchen die Köpfe nicht hängen lassen. Mit so einer Leistung können wir nach vorne blicken. Darauf lässt sich aufbauen. Wir müssen nur die individuellen Fehler abstellen und noch mehr Zug zum Tor entwickeln. Ich bin mir relativ sicher, dass wr bis zum Winter noch einige Punkte einfahren werden. Auch, weil in den nächsten Wochen drei, vier Mann, die uns jetzt fehlen, wieder zurückkommen werden“, gab der DSV-Übungsleiter zu Protokoll. Dessen Elf war nach 25 Minuten durch einen Foulelfmeter – Dennis Utecht war in der Box zu Boden befördert worden – von Lasse Voigt in Führung gegangen. „Das war ein Elfer, der nicht sein muss. Düneberg ist zum ersten Mal gefährlich im Angriff, dann wird der Spieler gestoßen. Wenn er im Strafraum war, dann ist der Elfmeter gerechtfertigt, aber es gab einige, die gesagt haben, dass er nicht in der Box war. Ich kann das von der Bank aus nicht bewerten“, sagte Daniel Walek zum Rückstand.

Tornieporth: „Wir müssen nur die individuellen Fehler abstellen und mehr Zug zum Tor entwickeln“

Back im Business: Fabian Stritzke feierte sein Comeback im Ohe-Dress. Foto: Bode

Der allerdings währte nur kurz. Nur vier Minuten benötigte Ohe, um zurückzuschlagen und auszugleichen. „Es gibt zwei Ecken gegen uns, die zweite klären wir nicht, dann wird ein Oher angeschossen und der Ball ist im Tor. Das war ansolut vermeidbar, da müssen wir den Ball raus köpfen“, befand „Tornie“ nach dem Ausgleichstreffer von Martin-Felix Schröder und auch Walek bekannte: „Da kommen wir aus dem Nichts durch eine Standardsituation zurück.“ Und für den FCVO sollte es noch besser kommen: Vor dem 2:1 für die Schützlinge von Rainer Seibert geriet ein Düneberger Rückpass auf Keeper Domenic Kikillus zu kurz, Phil Krieter ging dazwischen und vollendete. „Zwei individuelle Fehler“, sinnierte Tornieporth, „und denen läufst du dann die ganze Zeit hinterher. Ohe stand in der zweiten Halbzeit kompakt, hat ordentlich verteidigt. Wir haben bis zum Sechzehner ordentlich gespielt – vor allem in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit. Aber wenn wir mal über die Außenbahn durch waren, dann waren unsere Flanken zu ungenau. Ein, zwei Mal haben wir auf der anderen Seite Glück bei Kontern.“

„Der Spruch mit dem Wetter beschreibt das Spiel ganz gut: Düneberg konnte nicht so richtig und wir haben uns auch schwergetan. Das war von beiden Seiten kein gutes Spiel. Die Begegnung wurde schwerpunktmäßig durch die individuellen Fehler entschieden, von denen wir zwei Mal profitiert haben. Beim zweiten Treffer hat Phil mit seinem richtigen Näschen das Spiel entschieden. Aus meiner Sicht ist es ein verdienter Sieg für uns, weil wir fußballerisch etwas mehr Qualität auf dem Platz gebracht haben und in den Angriffen etwas zwingender waren – ohne allerdings letztlich riesige Chancengezeigt zu haben. Wir brauchen gegen Kosova am nächsten Wochenende auf jeden Fall eine Leistungssteigerung, um bestehen zu können“, analysierte Walek, der sich mit seinen Teamkollegen nicht nur über den Sieg, sondern auch über das Comeback von Fabian Stritzke freute. „Wir haben mal nachgeguckt: Am 19. Oktober 2018 hat er gegen Hamm letztmals gespielt, danach hat er sich im Training verletzt und dann wegen seiner Hochzeit und den Flitterwochen gefehlt. Heute stand er zum ersten mal nach 358 Tagen wieder auf dem Feld.“

Jan Knötzsch

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